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10.11.2010 12:39

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Börsen in Asien: Nikkei legt deutlich zu, Bankenrallye und schwacher Yen beflügeln

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Tokio (aktiencheck.de AG) - An den Aktienmärkten Asiens zeigte sich heute ein uneinheitliches Bild. Der DAXglobal Asia , der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, gibt zur Stunde leicht um 0,14 Prozent auf 354,58 Punkte ab. Gewinnmitnahmen drückten gestern die US-Börsen ins Minus.

Heute wurde aus Tokio gemeldet, dass sich das Verbrauchervertrauen im Oktober 2010 eingetrübt hat. Wie das Kabinettsbüro bekannt gab, verringerte sich der entsprechende Index auf 41,1 Punkte, nachdem er im Vormonat noch bei 41,4 Punkten gelegen hatte. Damit steht der Verbrauchervertrauens-Index der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft weiter unter der Marke von 50 Punkten. Ab dieser Marke wird von einer optimistischen Haltung der Konsumenten ausgegangen. Ein Medienbericht führte heute bei japanischen Bankaktien zu einer Rallye. So könnten die neuen Eigenkapitalanforderungen nur für Institute gelten, die größtenteils global aktiv seien. Rückenwind kam heute auch von der Währungsseite, wo der Yen gegenüber dem US-Dollar schwächer notierte. Vor diesem Hintergrund schöpften die Anleger neuen Mut und verhalfen dem Nikkei-Index auf den höchsten Stand seit Juni 2010 - am Ende wies er ein Plus von 1,40 Prozent auf 9.830,25 Zähler auf. Der Topix zog sogar um 1,55 Prozent auf 852,98 Punkte an. Exportwerte waren vor dem Hintergrund des schwächeren Yen besonders gefragt und es gab satte Aufschläge u.a. bei Canon (+3,0 Prozent), TDK (+4,2 Prozent) und Advantest (+2,3 Prozent). Toshiba, die gestern nach Börsenschluss ihre Zahlen für das zweite Quartal präsentierten, verloren heute 1,4 Prozent. Aufgrund der aktuellen Nachrichtenlage waren Bankentitel besonders gesucht und so verteuerten sich Mitsubishi UFJ Financial Group um 4,2 Prozent und Mizuho Financial Group kletterten um 7,6 Prozent.

Der japanische Nutzfahrzeughersteller Isuzu Motors meldete gestern nach Börsenschluss, dass er im ersten Halbjahr wieder einen Gewinn erwirtschaftet hat, was mit einem deutlichen Umsatzsprung zusammenhängt. Zudem wurde die Ergebnisprognose angehoben. Den Angaben zufolge belief sich der Nettogewinn auf 29,2 Mrd. Japanische Yen (JPY), im Vergleich zu einem Verlust von 27,8 Mrd. JPY im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte nach sechs Monaten um 63,7 Prozent auf 724,9 Mrd. JPY. Für das laufende Geschäftsjahr geht der Konzern nun von einem Nettogewinn von 52 Mrd. JPY (zuvor: 40 Mrd. JPY) bei Erlösen von 1,43 Bio. JPY (zuvor: 1,45 Bio. JPY) aus. Die Aktie von Isuzu schloss heute in Tokio mit einem Plus von 2,1 Prozent. Indes gab die Shinsei Bank heute bekannt, dass sie im zweiten Quartal einen geringeren Gewinn ausweisen musste, was vor allem auf eine Übernahme im Vorjahr zurückzuführen ist. Demnach lag der Nettogewinn bei 3,0 Mrd. JPY, gegenüber einem Gewinn von 5,8 Mrd. JPY im Vorjahreszeitraum. Dabei profitierte man im Vorjahr von der Übernahme der japanischen Verbraucherkreditsparte des US-Mischkonzerns GE. Für das laufende Geschäftsjahr stellt der Konzern einen Nettogewinn von 12,5 Mrd. JPY sowie Umsätze von 500 Mrd. JPY in Aussicht. Titel der Shinsei Bank tendierte heute fast 3 Prozent fester.

Spekulationen auf eine Zinserhöhung und anhaltende Gewinnmitnahmen führten heute an den chinesischen Börsen zu Kursabschlägen. Der Shanghai Composite verlor 0,63 Prozent auf 3.115,36 Punkte und der Hang Seng gab um 0,85 Prozent auf 24.500,61 Zähler nach. Auf dem Festland kam es vor allem bei Aktien aus dem Immobilien- und Bankensektor zu deutlichen Kursverlusten. So rutschten Poly Real Estate zum Beispiel um 4,1 Prozent ins Minus und die Agricultural Bank of China verlor 2,0 Prozent. Die roten Vorzeichen in Hongkong zogen sich durch zahlreiche Branchen. So verbilligten sich im Finanz- und Versicherungssektor Bank of China und China Life um 2,9 Prozent bzw. 0,6 Prozent. Bei den Ölwerten geriet vor allem CNOOC mit einem Abschlag 2,1 Prozent unter Druck. Im Rohstoffsektor konnte sich Jiangxi Copper mit einem Plus von 0,1 Prozent aus dem Handel retten, wohingegen Zijin Mining 0,7 Prozent abgab. Kursaufschläge gab es bei Hutchinson (+1,8 Prozent), Ping An (+3,6 Prozent) und Geely Auto (+0,8 Prozent) zu beobachten.

Der chinesische Computerkonzern Lenovo meldete heute nach Börsenschluss, dass er seinen Gewinn zweiten Quartal um 44 Prozent gesteigert hat, was u.a. mit höheren Umsätzen in den USA und Europa zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Der den Aktionären zurechenbare Gewinn belief sich demnach auf 76,6 Mio. Dollar, gegenüber einem Vorjahresgewinn in Höhe von 53,1 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 72,6 Mio. Dollar ausgegangen. Der Umsatz kletterte im Berichtszeitraum um 41 Prozent auf 5,76 Mrd. Dollar. Die Aktie der Lenovo Group schloss heute in Hongkong mit einem Plus von 1,1 Prozent.

Der Aktienmarkt in Südkorea konnte sich erneut behaupten und der KOSPI schloss am Ende mit einem Plus von 1,05 Prozent bei 1.967,85 Zählern. Damit notiert der Index auf einem neuen 3-Jahreshoch. Ausländische Investoren investieren derzeit viel Geld in Südkorea, da sie auf einen steigenden Won spekulieren. Anteilsscheine von Hyundai Motor konnten um 4,2 Prozent zulegen, Daewoo Shipbuilding und Samsung zogen um jeweils 2,0 Prozent an.

Nikkei 225 (Japan): 9.830,25 (+1,40 Prozent) TOPIX (Japan): 852,98 (+1,55 Prozent) Hang Seng (China): 24.500,61 (-0,85 Prozent) Shanghai Composite (China): 3.115,36 (-0,63 Prozent) SET-Index (Thailand): 1.040,02 (-0,72 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.967,85 (+1,05 Prozent) SENSEX (Indien): 20.875,71 (-0,27 Prozent) TAIEX (Taiwan): 8.450,63 (+0,06 Prozent) JSX (Indonesien): 3.756,97 (+0,52 Prozent) FBM EMAS (Malaysia): 10.352,00 (+0,14 Prozent) STI (Singapur): 3.289,24 (-0,74 Prozent) PSEi (Philippinen): 4.197,57 (-1,61 Prozent) (10.11.2010/ac/n/m)

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