Tokio (aktiencheck.de AG) - Die asiatischen Börsen setzten mehrheitlich die schwache Tendenz der Vorwoche fort und starteten zum Teil mit deutlichen Abschlägen in die neue Handelswoche. Der DAXglobal Asia , der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, gibt zur Stunde um 1,15 Prozent auf 334,76 Punkte ab.
Auch in Japan hielten sich die Anleger aufgrund der Unruhen in Ägypten zurück. Unterstützung hat der Markt aber durch die Aussicht auf eine robuste Berichtssaison erfahren. So gab der Nikkei-Index "nur" um 1,18 Prozent auf 10.237,90 Punkte ab. Der Topix verlor gleichzeitig 1,04 Prozent auf 910,08 Punkte. Im Fokus standen heute zahlreiche Geschäftszahlen. So meldete die Mizuho Financial Group ihre Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2010/11. So kam es beim Nettogewinn zu einem Anstieg auf 422,1 Mrd. Japanische Yen (JPY), nachdem im Vorjahreszeitraum ein Nettogewinn von 126,3 Mrd. JPY erwirtschaftet wurde. Die Bank profitierte vor allem von einer guten Entwicklung des Anleihehandels. Für das laufende Geschäftsjahr stellt das Institut einen Nettogewinn von 500 Mrd. JPY in Aussicht. Die Aktie von Mizuho Financial schloss heute in Tokio mit einem Minus von 2,4 Prozent. Auch der Automobilhersteller Honda (Honda Motor) berichtete seine Zahlen für das dritte Quartal. So wurde ein Nettogewinn von 81,1 Mrd. JPY erwirtschaftet, im Vergleich zu einem Gewinn von 134,6 Mrd. JPY im Vorjahr. Der Umsatz sank um 5,8 Prozent auf 2,11 Bio. JPY. Der operative Gewinn verringerte sich um 29 Prozent auf 125,7 Mrd. JPY. Hier haben sich Währungseffekte und nachlassende Verkaufszahlen in Japan negativ ausgewirkt. Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert der Konzern nun einen Nettogewinn von 530 Mrd. JPY (zuvor: 500 Mrd. JPY), ein operatives Ergebnis von 620 Mrd. JPY (zuvor: 500 Mrd. JPY) sowie einen Umsatz von 8,9 Bio. JPY (zuvor: 9,0 Bio. JPY). Anteilsscheine von Honda gaben heute in Tokio um 1,4 Prozent nach. Quartalszahlen gab es auch vom Elektronikkonzern und Chip-Hersteller Toshiba . So kam es zu einem leichten Umsatzanstieg auf 1,59 Bio. JPY und der Nettogewinn belief sich auf 12,4 Mrd. JPY, gegenüber einem Vorjahresverlust von 10,6 Mrd. JPY. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern inzwischen mit einem Umsatz von 6,6 (ursprünglich: 7,0) Bio. JPY und einem Nettogewinn von 100 (ursprünglich: 70) Mrd. JPY. Anteilsscheine von Toshiba verloren heute deutlich um 3,1 Prozent.
Fujitsu berichtete bereits am Freitag über das dritte Quartal. Demnach belief sich der Nettogewinn auf 16,6 Mrd. JPY, nach einem Gewinn von 4,1 Mrd. JPY im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis reduzierte sich indes um 37 Prozent auf 21,3 Mrd. JPY. Die Erlöse fielen um 4,4 Prozent auf rund 1,1 Bio. JPY. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern nun einen Nettogewinn von nur noch 75 Mrd. JPY, nachdem er zuvor einen Gewinn von 95 Mrd. JPY in Aussicht gestellt hatte. Die Prognose für das operative Ergebnis wurde von 185 Mrd. JPY auf 145 Mrd. JPY revidiert, die Umsatzplanung beläuft sich nun auf 4,57 Bio. JPY (zuvor: 4,67 Bio. JPY). Die Aktie von Fujitsu brach heute in Tokio um 6,2 Prozent ein. Zahlen gab es auch von der Fluggesellschaft All Nippon Airways . Dieser gelang nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres die Rückkehr in die Gewinnzone. Dabei profitierte die Gesellschaft von Kostensenkungen und einer robusten Entwicklung bei den Passagierzahlen. Bei der Aktie kam es heute in Tokio zu einem Kursabschlag von 1,3 Prozent.
Die Aktienmärkte in China präsentierten sich heute uneinheitlich. Während der Shanghai Composite um 1,38 Prozent auf 2.790,69 Zähler zulegte, verlor der Hang Seng 0,72 Prozent auf 23.447,34 Punkte. Im Vorfeld der Feiertage waren auf dem Festland vor allem Aktien aus dem Bereich Wasseraufbereitung gesucht, nachdem Presseangaben zufolge die chinesische Regierung in den nächsten zehn Jahren rund 608 Mrd. Dollar in diesen Bereich investieren möchte. In Hongkong waren unter anderem Anteilsscheine von Sinopec und Petrochina gefragt, die um 2,8 Prozent bzw. 3,0 Prozent zulegen konnten.
Die Börse in Indien startete schwach in den Handelstag, konnte aber zum Handelsschluss ein Großteil der Verluste wettmachen. So verlor der SENSEX nur um 0,37 Prozent auf 18.327,76 Punkte. Gegen den schwachen Gesamtmarkt konnte sich unter anderem die Aktie des Erdgas- und Mineralölunternehmens ONGC mit einem Zugewinn von 3,5 Prozent stemmen. Unter den Top-Verlieren sind unter anderem ITC (-3,0 Prozent), HDFC (-2,5 Prozent) und Reliance Infrastructure (-2,4 Prozent) zu finden.
Die Märkte in Südkorea konnten sich heute den schwachen Vorgaben nicht entziehen. So rutschte der KOSPI am Ende um 1,81 Prozent auf 2.069,73 Zähler ab. Der Elektronikkonzern Samsung verlor 2,8 Prozent. Hyundai Motor geben deutlich um 4,7 Prozent nach. LG Display kann sich dagegen mit einem Minus von 0,5 Prozent noch relativ gut behaupten.
Nikkei 225 (Japan): 10.237,90 (-1,18 Prozent) TOPIX (Japan): 910,08 (-1,04 Prozent) Hang Seng (China): 23.447,34 (-0,72 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.790,69 (+1,38 Prozent) SET-Index (Thailand): 964,10 (-1,81 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 2.069,73 (-1,81 Prozent) SENSEX (Indien): 18.327,76 (-0,37 Prozent) TAIEX (Taiwan): 9.145,35 (+0,00 Prozent) JSX (Indonesien): 3.409,17 (-2,25 Prozent) FBM EMAS (Malaysia): 10.469,20 (-0,18 Prozent) STI (Singapur): 3.179,72 (-1,55 Prozent) PSEi (Philippinen): 3.881,47 (-2,24 Prozent) (31.01.2011/ac/n/m)