Tokio (aktiencheck.de AG) - Die größten Börsen in Asien mussten am Donnerstag deutlich Federn lassen. Belastet von Sorgen vor einer Pleitewelle im Automobilsektor stand am Vorabend bereits die Wall Street massiv unter Beschuss. Zudem hat die US-Notenbank vor einer langen Rezession gewarnt. Angesichts dessen knickte der KOSPI in Seoul um 6,7 Prozent ein. Etwas besser hielten sich die Börsen in Bangkok, Hongkong und Shanghai. In Tokio brach der Nikkei-Index unterdessen massiv um 6,89 Prozent ein auf 7.703,04 Punkte. Der marktbreitere TOPIX verlor 5,46 Prozent auf 782,28 Zähler.
Papiere des Nutzfahrzeugherstellers Isuzu stachen mit -16,9 Prozent ins Auge. Einem Pressebericht zufolge löst der Konzern angesichts der weltweiten Absatzschwäche noch vor Jahresende die Verträge mit 1.400 Aushilfskräften in Japan auf. Weitere Automobilhersteller in Japan würden Ähnliches planen. So gaben Toyota 3,4 Prozent, Mazda 10,4 Prozent, Honda 6,8 Prozent und Nissan 5,5 Prozent ab.
Im Chip-Sektor fielen Tokyo Electron um 11,4 Prozent, Elpida Memory um 9,7 Prozent und Advantest um 7,9 Prozent zurück. Papiere des Unterhaltungselektronikkonzerns Sony schlossen 6,4 Prozent leichter. Daneben verloren unter anderem Nintendo 7,5 Prozent, Panasonic 7,7 Prozent und Canon 7 Prozent.
Deutlicher Abgaberuck lastete aber auch auf dem Finanzsegment. Titel der beiden Immobiliengesellschaften Mitsui Fudosan und Mitsubishi Estate gaben 14 bzw. 12,9 Prozent ab. Papiere der Großbank Mitsubishi UFJ Financial schlossen mit 6,1 Prozent im Minus. Sumitomo Mitsui Financial verschlechterten sich nach der gestern angekündigten Kapitalerhöhung um 10,4 Prozent.
Nicht besser war es um den Rohstoffsektor bestellt. Die Aktie der Handelsgesellschaft Mitsubishi Corp. knickte um 12,8 Prozent ein. Papiere des Ölkonzerns INPEX rauschten um 7,3 Prozent nach unten. Nippon Steel schlossen 5,2 Prozent leichter. JFE büßten 8,7 Prozent ein.
Nikkei 225: 7.703,04 (-6,89 Prozent)
TOPIX: 782,28 (-5,46 Prozent)
China:
Hang Seng: 12.298,56 (-4,04 Prozent)
Shanghai Composite: 1.983,76 (-1,67 Prozent)
Thailand:
SET-Index: 393,85 (-3,59 Prozent)
Südkorea:
Seoul Composite KOSPI: 948,69 (-6,70 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Das japanische Handelshaus Itochu Corp. wird sich einem Pressebericht zufolge mit 20 Prozent an dem chinesischem Lebensmittelkonzern Ting Hsin Group beteiligen. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" heute berichtet, wird Itochu für den Anteil 70 Mrd. Japanische Yen aufbringen. Dem Bericht zufolge ist Ting Hsin der nach Marktanteil führende Anbieter von Fertiggerichten in China.
Angesichts der weltweiten Absatzschwäche löst der japanische Nutzfahrzeughersteller Isuzu Motors Ltd. (ISIN JP3137200006/ WKN 858329) laut einem Bericht des "Nikkei" (Donnerstagausgabe) noch vor Jahresende die Verträge mit 1.400 Aushilfskräften in Japan auf. Ab dem kommenden Jahr solle dann die Fertigung zurückgefahren werden. Im Fiskaljahr 2008 dürfte das Produktionsvolumen infolge dessen um rund 10 Prozent unter den bisherigen Planungen liegen. Weitere Automobilhersteller wie die Toyota Motor Corp. (ISIN JP3633400001/ WKN 853510), die Nissan Motor Co. Ltd. (ISIN JP3672400003/ WKN 853686), die Mazda Motor Corp. (ISIN JP3868400007/ WKN 854131) und die Suzuki Motor Corp. (ISIN JP3397200001/ WKN 857310) würden Ähnliches planen. (20.11.2008/ac/n/m)