Tokio (aktiencheck.de AG) - Die größten Aktienmärkte in Asien sind mit teils kräftigen Verlusten in die neue Woche gestartet. Für den Hang Seng ging es bis Handelsende um 4,3 Prozent nach unten. Der SET-Index gab daneben 2,9 Prozent ab. Der Nikkei-Index in Tokio verlor 1,26 Prozent auf 11.743,61 Punkte. Der TOPIX büßte 1,74 Prozent ein auf 1.127,87 Zähler. Dabei waren die Vorgaben der Wall Street recht positiv. Am Wochenende ist es nach langem Ringen um eine endgültige Lösung für das umstrittene milliardenschwere US-Rettungspaket außerdem zu einer Einigung gekommen.
Vom Ölpreis abhängige Werte standen verstärkt unter Druck. Mitunter verloren Mitsubishi Corp. 4,9 Prozent, Mitsui & Co. 8,4 Prozent und INPEX 6,1 Prozent. Im Stahlsektor fielen Nippon Steel um 3,7 Prozent, JFE um 5,8 Prozent und Sumitomo Metal um 4 Prozent zurück. Für Aktien der beiden Schifffahrtsgesellschaften Mitsui O.S.K. und Nippon Yusen ging es um jeweils mehr als 6 Prozent nach unten.
Papiere des Automobilriesen Toyota schlossen mit 3,2 Prozent im Minus. Einem Pressebericht zufolge hat der Konzern nun auch in China seine Produktion zurückgefahren. Mazda verloren daneben 7,9 Prozent, Honda 3,9 Prozent und Nissan 4,2 Prozent. Im Technologiesegment büßten mitunter Tokyo Electron 4,8 Prozent, Elpida Memory 4 Prozent und Canon 1,9 Prozent ein. Gegen den Trend konnten Nikon 1,8 Prozent und Softbank 1,5 Prozent zulegen.
Papiere der Großbank Mitsubishi UFJ Financial stiegen um 0,6 Prozent. Dagegen gaben Mizuho Financial 1,5 Prozent und Resona 2,3 Prozent ab.
In Hongkong fielen China Mobile als Umsatzspitzenreiter um 3,6 Prozent zurück. Im Finanzsektor gaben China Life 4,6 Prozent, CCB 6,1 Prozent und ICBC 4,9 Prozent ab. Auf Talfahrt befanden sich aber auch PetroChina (-6,7 Prozent), Sinopec (-7,4 Prozent) und CNOOC (-5 Prozent).
Japan:
Nikkei 225: 11.743,61 (-1,26 Prozent)
TOPIX: 1.127,87 (-1,74 Prozent)
China:
Hang Seng: 17.880,68 (-4,29 Prozent)
Shanghai Composite: 2.293,78 (-0,16 Prozent)
Thailand:
SET-Index: 601,29 (-2,86 Prozent)
Südkorea:
Seoul Composite KOSPI: 1.456,36 (-1,35 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die Toyota Motor Corp. , der größte Automobilhersteller in Japan, hat Presseangaben zufolge ihre Produktion angesichts der schleppenden Nachfrage nun auch in China zurückgefahren. Wie die japanische Tageszeitung "Nikkei" am Sonntag berichtete, hat das Joint Venture Guangzhou Toyota Motor Co. die Fertigung bereits Anfang des Monats verringert. Die Produktionsanpassung dürfte dem Artikel zufolge mehrere Monate andauern.
Die Mitsubishi UFJ Financial Group Inc. (MUFG) (ISIN JP3902900004/ WKN 657892), die größte Bankgesellschaft in Japan, hat ihre Beteiligung an der amerikanischen UnionBanCal Corp. (ISIN US9089061009/ WKN 880844) aufgestockt. Laut einer heute veröffentlichten Mitteilung wurden im Rahmen der zuletzt angehobenen Offerte 41,7 Millionen Aktien von UnionBanCal angedient. Die Beteiligung von MUFG an UnionBanCal steigt damit von 64,4 Prozent auf 94,2 Prozent, hieß es. Ferner lägen Garantien über weitere 3,8 Prozent an UnionBanCal vor, womit die Beteiligung auf 98,0 Prozent steige. Im Oktober solle UnionBanCal eine vollständige Tochter der Japaner werden. (29.09.2008/ac/n/m)