Tokio (aktiencheck.de AG) - Mit Ausnahme des Shanghai Composite (-1,5 Prozent) haben sich die größten Börsen in Asien am Donnerstag völlig unbeeindruckt von den schwachen US-Vorgaben mit Gewinnen aus dem Handel verabschiedet. In Tokio verfestigte sich der Nikkei-Index leicht um 0,12 Prozent auf 13.067,21 Punkte. Der marktbreitere TOPIX stieg um 0,41 Prozent auf 1.290,76 Punkte.
Dabei waren Finanzwerte erneut gefragt. Die Aktie der Großbank Mitsubishi UFJ Financial zog bis Handelsende um 3,5 Prozent an. Daneben verbesserten sich Mizuho Financial um 2,7 Prozent und Sumitomo Mitsui Financial um 4,4 Prozent. Im Immobiliensektor waren ebenfalls grüne Vorzeichen auszumachen. Mitunter verfestigten sich Mitsui Fudosan um 4,2 Prozent und Mitsubishi Estate um 3,5 Prozent.
Deutliche Zuwächse wurden auch aus dem Stahlsegment gemeldet. Hier zogen Nippon Steel um 3,3 Prozent, JFE um 3,4 Prozent und Sumitomo Metal um 0,8 Prozent an. Im Automobilsektor legten Toyota 1 Prozent zu. Angesichts der schwachen Nachfrage nach großen Motoren plant der Automobilhersteller einen Umbau seiner Produktion in den USA, so ein Pressebericht. Für Mazda und Honda ging es daneben um jeweils 0,8 Prozent nach oben.
Technologiewerte schlossen mehrheitlich schwächer. Deutliche Verluste schlugen unter anderem bei Elpida Memory (-3,8 Prozent), Fujitsu (-2,9 Prozent), Nintendo (-1,5 Prozent) und Matsushita Electric (-1,5 Prozent) zu Buche. Sony gingen dagegen mit +1,1 Prozent aus dem Handel.
Japan:
Nikkei 225: 13.067,21 (+0,12 Prozent)
TOPIX: 1.290,76 (+0,41 Prozent)
China:
Hang Seng: 21.821,78 (+0,07 Prozent)
Shanghai Composite: 2.875,45 (-1,54 Prozent)
Thailand:
SET-Index: 721,86 (+0,10 Prozent)
Südkorea:
Seoul Composite KOSPI: 1.537,43 (+1,19 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die größte japanische Handelsgesellschaft Mitsubishi Corp. und der kanadische Uranproduzent Cameco Corp. (ISIN CA13321L1085/ WKN 882017) haben mit dem britisch/australischen Bergbaukonzern Rio Tinto plc/ Ltd. (ISIN GB0007188757/ WKN 852147) (ISIN AU000000RIO1/ WKN 855018) eine Vereinbarung zum Erwerb des australischen Uranprojekts Kintyre getroffen. Unternehmensangaben von heute zufolge übernimmt die Mitsubishi-Tochtergesellschaft Mitsubishi Development Pty. Ltd. 30 Prozent und Cameco 70 Prozent der Anteile an dem Kintyre Uranium Project in Westaustralien. Insgesamt zahlen beide Partner 495 Mio. Dollar an Rio Tinto.
Angesichts der schwachen Nachfrage nach großen Motoren plant der japanische Automobilhersteller Toyota Motor Corp. (ISIN JP3633400001/ WKN 853510) einen Umbau seiner Produktion in den USA. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" heute unter Berufung auf Unternehmensquellen berichtet, wird der Konzern voraussichtlich die Produktion des Pickup-Trucks Tundra und des SUVs Sequoia in seinem Werk in Indiana voraussichtlich für mindestens sechs Monate zurückfahren. Neue Pläne habe der Konzern für das sich in Mississippi im Bau befindliche Werk. Ursprünglich sollte die Anlage ab 2010 jährlich 120.000 SUVs vom Typ Highlander fertigen. Dem Bericht zufolge hat Toyota nun entschieden, in dem Werk das Hybridmodell Prius und andere Pkw zu fertigen. (10.07.2008/ac/n/m)