Tokio (aktiencheck.de AG) - Im Vorfeld der morgen anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank haben sich die asiatischen Marktteilnehmer überwiegend mit Engagements zurückgehalten. Kräftige Abschläge wurden dabei aus Seoul und Hongkong gemeldet. In Tokio verlor der
Nikkei bis Handelsschluss 0,20 Prozent auf 15.924,49 Punkte. Der marktbreitere TOPIX büßte daneben 0,21 Prozent auf 1.558,51 Zähler ein. Auf der Konjunkturseite standen hier die Auftragseingänge im Maschinenbau auf dem Programm. Wie die japanische Regierung bekannt gab, kletterten diese im Oktober im Vergleich zum Vormonat in der Kernberechnung saisonbereinigt um 12,7 Prozent, gegenüber einem Rückgang um 7,6 Prozent im September.
Werte aus dem Stahlsektor zählten zu den Verlierern. Unter anderem gaben hier JFE 2,4 Prozent und Kobe Steel sowie Sumitomo Metal jeweils 0,8 Prozent ab. Im Ölsegment bröckelten INPEX um 3,3 Prozent und Nippon Oil um 2,6 Prozent ab.
Im Technologiebereich war indes keine einheitliche Tendenz auszumachen. Papiere von Sony stachen mit einem kräftigen Aufschlag von 2,7 Prozent hervor. Grüne Vorzeichen prägten das Bild außerdem bei Elpida Memory, Tokyo Electron und Canon. Dagegen machten die Anleger verstärkt bei Nikon und Matsushita Electric Kasse.
Anteilsscheine von Eisai kletterten deutlich. Nach Börsenschluss gab der Pharmakonzern die Übernahme der amerikanischen MGI Pharma für 3,9 Mrd. Dollar bekannt.
Japan:
Nikkei 225: 15.924,39 (-0,20 Prozent)
TOPIX: 1.558,51 (-0,21 Prozent)
China:
Hang Seng: 28.501,10 (-1,18 Prozent)
Shanghai Composite: 5.161,92 (+1,38 Prozent)
Thailand:
SET-Index: 841,39
Südkorea:
Seoul Composite KOSPI: 1.906,42 (-1,44 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die Eisai Co. Ltd. , der viertgrößte Pharmakonzern in Japan, meldete heute nach Börsenschluss in Tokio die Übernahme der amerikanischen MGI Pharma Inc. (ISIN US5528801062/ WKN 867545). Den Angaben zufolge erhalten die Anteilseigner von MGI 41 Dollar in bar für jede MGI-Aktie. Das Volumen beläuft sich damit auf rund 3,9 Mrd. Dollar. Der Abschluss der Transaktion ist für das erste Quartal 2008 anvisiert und bedarf noch der Zustimmung der zuständigen Behörden.
Der japanische Automobilzulieferer Denso Corp. (ISIN JP3551500006/ WKN 858734) erwartet in China deutlich höhere Umsätze als bislang geplant. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Sonntag unter Berufung auf Unternehmensquellen berichtete, schätzt der Konzern sein Umsatzvolumen in China im Fiskaljahr 2010 nun auf 220 Mrd. Japanische Yen (JPY). Dies entspreche einer Anhebung um 50 Prozent im Vergleich zu der bisherigen Prognose von 150 Mrd. JPY. (10.12.2007/ac/n/m)