Tokio (aktiencheck.de AG) - Nach schwachen Vorgaben aus den USA und nachbörslich positiven Zahlen von IBM tendierten die wichtigsten Börsen in Asien am Dienstag uneinheitlich. DAXglobal Asia, (ISIN DE000A0LLPW4/ WKN A0LLPW) der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, verschlechtert sich aktuell um 0,32 Prozent auf 329,55 Zähler.
Nachdem in Japan gestern feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde, ging es heute zum verspäteten Start in die neue Handelswoche nach unten. Dabei drückte insbesondere auch der feste Yen auf die Stimmung der Investoren. Der Nikkei-Index gab um 0,85 Prozent auf 9.889,72 Punkte nach und schloss damit auf Tagestief. Etwas kleiner fiel das Minus beim breiter gefassten Topix aus, der 0,65 Prozent auf 853,75 Stellen einbüßte. Suzuki Motor fuhren mit einem Abschlag von 0,7 Prozent hinterher. Der Konzern hat einem Pressebericht zufolge bislang noch kein konkretes Projekt mit dem Partner Volkswagen (Volkswagen vz) festgemacht. Wie es heißt, hat der deutsche Automobilkonzern seine Absicht signalisiert, Suzuki zu einer Tochtergesellschaft zu machen. Allerdings haben die Japaner darauf bestanden, dass eine gleichberechtigte Partnerschaft Teil der im Jahr 2009 geformten Allianz sein soll. Auf einer Konferenz in Hamamatsu, wo das Unternehmen sein Hauptsitz hat, teilte Suzuki mit, dass man Volkswagen dazu drängt, zu den ursprünglichen Vereinbarungen zurückzukehren. Wie es weiter heißt, hat Suzuki beschlossen, zur Reduzierung von Tsunami-Risiken ein am Meer gelegenes Motorrad-Technologiezentrum auf eine höher gelegene Ebene zu verlagern. Daneben verschlechterten sich Toyota um 0,8 Prozent, während es für Honda sogar um 2 Prozent nach unten ging. Banktitel standen vor dem Hintergrund des mit Skepsis aufgenommenen Bankenstresstests für europäische Banken heute ebenfalls unter Druck. So verloren beispielsweise Mitsubishi UFJ Financial 2,5 Prozent an Wert.
Die wichtigsten Börsen in China tendierten heute uneinheitlich. Der Shanghai Composite verschlechterte sich um 0,70 Prozent auf 2.796,98 Stellen. In Hongkong ging es aber für den Hang Seng um 0,45 Prozent auf 21.902,40 Zähler nach oben. Die Marktstimmung wurde dabei von Inflationssorgen und Bedenken im Zusammenhang mit dem globalen Wachstum gebremst. Apple könnte einem Pressebericht zufolge vor einer Kooperation mit dem nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieter China Mobile (China Mobile (Hong Kong)) stehen. Wie es heißt, sei Apple-COO Tim Cook im vergangenen Monat zu Gesprächen in Peking gewesen. Darüber hinaus bestätigte dem Bericht zufolge auch China Mobile selbst Gespräche der beiden Unternehmen. Die Aktie von China Mobile verbesserte sich deutlich überproportional um 1,3 Prozent. Gefragt waren heute auch Banktitel. So verzeichneten HSBC, Bank of China, CCB und ICBC Aufschläge zwischen 0,3 und 0,8 Prozent. Auch Rohstoffwerte zeigten eine gute Performance. So legten beispielsweise CNOOC um 0,9 Prozent zu, während sich Sinopec um 0,5 Prozent verteuerten.
Positiv entwickeln sich heute die Börsen in Indien. So rückt der Leitindex SENSEX momentan um 0,79 Prozent vor und notiert bei 18.653,87 Stellen. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich dabei die Papiere des Immobilienkonzerns DLF mit einem Aufschlag von 2,1 Prozent wieder, während die rote Laterne gleichzeitig von den Anteilsscheinen des Automobilkonzerns Tata Motors mit einem Wertverlust von 3,2 Prozent gehalten wird.
Nikkei 225 (Japan): 9.889,72 (-0,85 Prozent) TOPIX (Japan): 853,75 (-0,65 Prozent) Hang Seng (China): 21.902,40 (+0,45 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.796,98 (-0,70 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 2.130,21 (-0,01 Prozent) SENSEX (Indien): 18.653,87 (+0,79 Prozent) STI (Singapur): 3.096,12 (+0,56 Prozent) (19.07.2011/ac/n/m)