Tokio (aktiencheck.de AG) - Die asiatischen Börsen tendierten am zweiten Handelstag der neuen Woche uneinheitlich. Der DAXglobal Asia , der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, verschlechtert sich derzeit um 0,79 Prozent auf 334,25 Punkte.
Die Börsen in Japan zeigten sich heute in guter Form und konnten moderate Aufschläge verzeichnen. Die niedriger als erwartet ausgefallene Inflationsrate in China hellte dabei die Stimmung auf. Der Nikkei-Index verbesserte sich am Handelsende um 0,20 Prozent und ging bei einem Stand von 10.746,70 Zählern aus dem Handel. Der Topix konnte gleichzeitig um 0,35 Prozent auf 962,57 Punkte zulegen. Die japanische Industrieproduktion ist im Dezember 2010 nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie deutlich angezogen. So erhöhte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vormonat um 3,3 Prozent. Im November hatte der Output der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft um 1,0 Prozent über dem Wert des Vormonats gelegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat kletterte die Industrieproduktion um 4,9 Prozent. Der neunköpfige Geldpolitische Ausschuss der Bank of Japan (BoJ) beriet derweil über seine weitere Geldpolitik und hat einstimmig entschieden, seine Geldpolitik unverändert fortzuführen. Dieser Beschluss bedeutet, dass der Satz für Tagesgeld in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft bei 0,00 bis 0,10 Prozent verharrt. Volkswirte hatten diesen Ausgang der Ratssitzung bereits im Vorfeld erwartet. Yamaha Motor verloren heute 10,6 Prozent an Wert. Der Motorradhersteller baut Presseangaben zufolge sein drittes indonesisches Motorradwerk. So wird das Unternehmen den Angaben zufolge etwa 10 Mrd. Japanische Yen (JPY) für das Motorradwerk in seinem größten Motorradmarkt Indonesien investieren. Das Werk wird im Jahr 2012 in Betrieb genommen und die dortigen Kapazitäten um 10 Prozent steigern.
In China gönnten sich die Investoren heute einmal eine Verschnaufpause. Der Shanghai Composite notierte heute quasi unverändert und ging mit einem minimalen Aufschlag von 0,10 Punkten auf 2.899,24 Zähler aus dem Handel. Aus Hongkong wurden hingegen deutlichere Abschläge gemeldet. So verlor der Hang Seng am Ende um 0,96 Prozent auf 22.899,78 Punkte und tauchte damit wieder unter die Marke von 23.000 Zähler ab. Die chinesischen Verbraucherpreise sind im Januar 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde mit stärkerem Tempo angestiegen. Demnach kletterten die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,9 Prozent. Davor war im Dezember 2010 nur eine Jahresteuerung von 4,6 Prozent ausgewiesen worden. Auf Monatssicht zogen die Verbraucherpreise um 1,0 Prozent an. Indes verzeichneten die chinesischen Erzeugerpreise im Januar 2011 erneut einen kräftigen Zuwachs. So zogen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,6 Prozent an. Davor war das Preisniveau im Dezember lediglich um 5,9 Prozent gestiegen. Binnen Monatsfrist erhöhte sich das Preisniveau um 0,9 Prozent. Auf dem Verkaufszettel der Investoren standen heute auch Rohstoffwerte. So gaben beispielsweise CNOOC um 1,2 Prozent nach, während sich Sinopec sogar um 1,8 Prozent verbilligten. Die Aktie des Mischkonzerns Hutchinson konnte sich mit einem Abschlag von lediglich 0,3 Prozent in einem schwachen Gesamtmarkt noch gut behaupten.
In Indien legt der SENSEX derzeit um 0,39 Prozent auf 18.273,80 Zähler zu. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren steht dabei die Aktie des Mobilfunkanbieters Reliance Communications mit einem Zugewinn von 4,2 Prozent, während am Indexende die Anteilsscheine des Baukonzerns Jaiprakash um 3 Prozent nachgeben.
Nikkei 225 (Japan): 10.746,70 (+0,20 Prozent) TOPIX (Japan): 962,57 (+0,35 Prozent) Hang Seng (China): 22.899,78 (-0,96 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.899,24 (+0,00 Prozent) SET-Index (Thailand): 968,49 (+0,15 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 2.010,52 (-0,20 Prozent) SENSEX (Indien): 18.273,80 (+0,39 Prozent) TAIEX (Taiwan): 8.721,93 (+0,42 Prozent) JSX (Indonesien): 3.416,77 FBM EMAS (Malaysia): 10.429,30 STI (Singapur): 3.080,66 (-0,77 Prozent) PSEi (Philippinen): 3.790,78 (-0,16 Prozent) (15.02.2011/ac/n/m)