Tokio (www.aktiencheck.de) - An den wichtigsten asiatischen Aktienmärkten war am Dienstag keine einheitliche Tendenz auszumachen. Während auf der einen Seite schlechte Nachrichten im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise das Sentiment belasteten, wurde die Stimmung der Anleger auf der anderen Seite durch verbesserte Einkaufsmanagerdaten aus China gehoben. Der DAXglobal Asia , der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, verbessert sich zur Stunde um 0,06 Prozent auf 326,12 Punkte.
In Südkorea verteuerten sich POSCO (POSCO (Spons ADRS)) um 0,8 Prozent. Der Stahlhersteller verlautbarte, dass sich sein Gewinn im zweiten Quartal deutlich verringert hat, was auf gestiegene Rohstoffkosten und eine schwache Nachfrage zurückzuführen ist. Der Umsatz war ebenfalls rückläufig.
Der japanische Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) konnte seine zwischenzeitlich deutlichen Verluste im Handelsverlauf teilweise wettmachen und schloss am Ende mit einem Abschlag von 0,24 Prozent bei 8.488,09 Zählern. Etwas schlechter entwickelte sich der breiter gefasste Topix, der schließlich um 0,41 Prozent auf 717,67 Stellen nachgab. Bei den Einzelwerten standen die Papiere von Sharp mit einem Minus von 1,7 Prozent unter Druck. Der Technologiekonzern dürfte einem Pressebericht zufolge im abgelaufenen Quartal einen hohen Nettoverlust erwirtschaftet haben. Daneben brachen Toshiba sogar um 5,4 Prozent ein. Der zweitgrößte Elektronikkonzern und Chip-Hersteller in Japan hat die Produktion von NAND-Speicherchips in seiner Fabrik in Yokkaichi um 30 Prozent gekürzt. Für Canon ging es schließlich um 1,5 Prozent nach unten.
Die Aktienmärkte in China entwickelten sich daneben heute uneinheitlich. Die wegen der Schuldenkrise in Europa schlechte Stimmung der Anleger wurde aber durch verbesserte Einkaufsmanagerdaten gehoben. Die chinesischen Frühindikatoren sind derweil im Juni weiter angestiegen. Dies gab das Conference Board bekannt. Demnach zogen die Frühindikatoren um 0,1 Prozent an. Für Mai war noch ein Plus von 1,1 Prozent ausgewiesen worden. Der Shanghai Composite rückte um 0,24 Prozent auf 2.146,59 Punkte vor, während in Hongkong der Hang Seng um 0,79 Prozent auf 18.903,20 Zähler nachgab. CNOOC brachen heute um 4 Prozent ein, nachdem der größte Offshore-Ölkonzern in China gestern meldete, dass er den kanadischen Öl- und Erdgaskonzern Nexen für 15,1 Mrd. US-Dollar übernehmen wird. Daneben ging es für Sinopec und China Shenhua um 0,6 bzw. 1,4 Prozent nach unten. Verluste hatten zudem auch die wichtigsten Versicherungstitel auszuweisen. Während sich Ping An um 1,2 Prozent verbilligten, fiel der Abschlag bei China Life mit 1 Prozent etwas moderater aus. Die Anteilsscheine des Mischkonzerns Hutchinson verloren daneben 1,2 Prozent an Wert, während die Papiere des Internetunternehmens Tencent lediglich einen Abschlag von 0,3 Prozent auszuweisen hatten.
Zugewinne werden schließlich bislang im indischen Aktienhandel gemeldet. Aktuell verbessert sich der Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199/ WKN 969819) um 0,26 Prozent und notiert bei 16.921,06 Zählern. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren finden sich dabei die Papiere von Wipro mit einem Abschlag von 2,9 Prozent wieder. Der Software-Konzern hat im ersten Quartal dank steigender Umsätze einen deutlichen Gewinnanstieg erzielt. Dabei lagen Umsatz und Ergebnis im Rahmen der Analystenerwartungen. Auf Platz eins der Gewinnerliste verteuern sich gleichzeitig Hindustan Unilever um 7,5 Prozent.
Nikkei 225 (Japan): 8.488,09 (-0,24 Prozent) TOPIX (Japan): 717,67 (-0,41 Prozent) Hang Seng (China): 18.903,20 (-0,79 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.146,59 (+0,24 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.793,93 (+0,25 Prozent) SENSEX (Indien): 16.921,06 (+0,26 Prozent) JSX (Indonesien): 3.992,11 (-0,44 Prozent) STI (Singapur): 2.998,44 (+0,53 Prozent) (24.07.2012/ac/n/m)