Tokio (aktiencheck.de AG) - Die größten Börsen in Asien haben am Dienstag unterschiedliche Richtungen eingeschlagen. Ungeachtet der schwachen Vorgaben aus New York konnten die Märkte in China, Seoul und Bangkok zulegen. Sorgen vor einer schweren globalen Rezession haben dagegen dem japanischen Aktienmarkt zugesetzt. Der Nikkei-Index verlor in Tokio 1,12 Prozent auf 8.568,02 Punkte. Der TOPIX büßte 2,16 Prozent ein auf 828,62 Zähler.
Im Automobilsektor gaben Toyota 0,7 Prozent ab. Einem Pressebericht zufolge hat der Konzern die Baupläne für ein neues Werk in den USA auf Eis gelegt. Laut einem weiteren Artikel wurden zudem Pläne, gemeinsam mit dem Nutzfahrzeughersteller Isuzu (-2,5 Prozent) Dieselmotoren zu entwickeln und zu produzieren, verschoben. Noch härter traf es die Branchenkollegen Honda (-5,4 Prozent), Mazda (-3,8 Prozent) und Nissan (-4,8 Prozent).
Im Technologiesektor sackten Sony um 5,9 Prozent ab. Bei Nintendo war ein Minus von 2,9 Prozent auszumachen. Panasonic büßten 1,6 Prozent ein. Gegen den Trend konnten Elpida Memory 4,3 Prozent und Advantest 5,2 Prozent zulegen.
Im Stahlsektor stachen Nippon Steel mit -4,4 Prozent und JFE mit -5,9 Prozent ins Auge. Papiere des Ölkonzerns INPEX schlossen mit 4 Prozent im Minus.
Nikkei 225: 8.568,02 (-1,12 Prozent)
TOPIX: 828,62 (-2,16 Prozent)
China:
Hang Seng: 15.130,21 (+0,55 Prozent)
Shanghai Composite: 1.975,01 (+0,54 Prozent)
Thailand:
SET-Index: 445,31 (+1,89 Prozent)
Südkorea:
Seoul Composite KOSPI: 1.161,56 (+0,29 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der japanische Automobilkonzern Toyota Motor Corp. und der japanische Nutzfahrzeughersteller Isuzu Motors Ltd. (ISIN JP3137200006/ WKN 858329) haben ihre Pläne, gemeinsam Dieselmotoren zu entwickeln und zu produzieren, Presseangaben zufolge verschoben. Wie der "Nikkei" heute berichtet, wird Isuzu aufgrund einer geringen Nachfrage zudem Investitionen in Karosserie-Werke in Übersee einfrieren und darüber hinaus keine weiteren Mittel zur Steigerung der Motorenproduktion in Japan aufwenden. Toyota und Isuzu hatten im Jahr 2006 angekündigt, gemeinsam einen kleinen Dieselmotor für Pkw zu bauen.
Die japanische Toyota Motor Corp. hat aktuellen Presseberichten zufolge die Baupläne für ein neues Werk in den USA auf Eis gelegt. Wie das "Wall Street Journal" am Montag in seiner Online-Ausgabe berichtet, soll der begonnene Fabrikneubau im US-Bundesstaat Mississippi zurückgestellt werden. Zwar würde das Bauwerk an sich noch fertiggestellt werden, aber keine Produktionsmaschinen installiert. Hintergrund sind die drastischen Rückgänge im weltweiten Automobilmarkt.
Die japanische Mitsubishi UFJ Financial Group Inc. (MUFG) (ISIN JP3902900004/ WKN 657892) übernimmt einem Pressebericht zufolge die japanische Treuhandbank des angeschlagenen US-Finanzkonzerns Citigroup Inc. (ISIN US1729671016/ WKN 871904). Wie der "Nikkei" heute berichtet, hat die Citigroup entschieden, die NikkoCiti Trust & Banking Corp. an die MUFG-Tochter Mitsubishi UFJ Trust and Banking Corp. zu verkaufen. Die Transaktionssumme wurde auf rund 24 Mrd. Japanische Yen (JPY) beziffert. (16.12.2008/ac/n/m)