Tokio (aktiencheck.de AG) - Die asiatischen Börsen hatten auch am Dienstag vor dem Hintergrund der anhaltenden Griechenland-Problematik einen schweren Stand. Der DAXglobal Asia, (ISIN DE000A0LLPW4 / WKN A0LLPW) der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, verschlechtert sich aktuell um 2,00 Prozent auf 269,90 Punkte.
In Hongkong drückte heute die Angst vor einer möglichen Staatspleite Griechenlands den Hang Seng um 3,40 Prozent auf 16.250,27 Zähler nach unten. Deutlich im negativen Terrain tendierten dabei Banktitel. So gaben ICBC, CCB, HSBC und Bank of China zwischen 2,8 und 3,5 Prozent nach. Für die Aktie des Börsenbetreibers HKEX ging es sogar um 6,9 Prozent nach unten. Rohstoffwerte wiesen ebenfalls rote Vorzeichen aus. Während sich allerdings SinoPec mit einem Wertverlust von 1,4 Prozent noch deutlich besser als der Gesamtmarkt halten konnten, brachen beispielsweise CNOOC um 6,7 Prozent ein. Einen guten Tag erwischten schließlich die Papiere des Versicherungskonzerns Ping An, die sich gegen den insgesamt klar negativen Trend um 0,9 Prozent verteuerten. Die Börse in Shanghai blieb auch heute feiertagsbedingt geschlossen.
In Japan ging es heute ebenfalls nach unten, wenngleich die Abschläge deutlich kleiner ausfielen. So verschlechterte sich der Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) heute in Tokio um 1,05 Prozent und schloss bei 8.456,12 Stellen. Etwas größer fiel der Verlust mit 1,46 Prozent auf 736,18 Punkte beim breiter gefassten Topix aus. Unter den Einzelwerten standen unter anderem Ono Pharmaceutical mit einem Aufschlag von 0,2 Prozent im Blick. Merck und Ono Pharmaceutical haben zwei separate Kooperationsvereinbarungen geschlossen, um die Therapiegebiete Multiple Sklerose und Krebs zu stärken. So werden Merck im ersten Abkommen die weltweiten exklusiven Lizenzrechte für die Entwicklung und Vermarktung von ONO-4641 außerhalb von Japan, Korea und Taiwan eingeräumt. ONO-4641 ist ein neuartiger, oral zu verabreichender Wirkstoff, der sich momentan in Phase II der klinischen Entwicklung befindet. Er war bislang von Ono für die mögliche Behandlung der Multiplen Sklerose entdeckt und entwickelt worden. Das zweite Lizenzabkommen räumt Ono die Rechte für die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung von Stimuvax in Japan ein. Die sich in Entwicklung befindliche therapeutische Krebs-Immuntherapie Stimuvax soll das körpereigene Immunsystem dahingehend stimulieren, dass es zielgerichtet auf Krebszellen wirkt, die auf das Tumor-Antigen MUC-1 exprimieren.
Daneben verschlechterten sich Mizuho Financial Group um 0,9 Prozent. Mizuho Securities Co., eine Tochter der japanischen Bankgesellschaft, wird einem Pressebericht zufolge 700 Arbeitsplätze streichen. Den Angaben zufolge, verlautbarte das Unternehmen am Vortag, dass man fast 10 Prozent seiner Belegschaft in Japan entlassen wird, um die Kosten im vierten Quartal um 15 Prozent zu senken. Zudem sollen die Zahlungen für die leitenden Angestellten gekürzt werden. Hiermit reagiert der Konzern auf die verschlechterten Marktkonditionen im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise. Die Stellenstreichungen werden sich dabei auf Japan beschränken. Schließlich fuhren Toyota (Toyota Motor) mit einem Abschlag von 2,5 Prozent hinterher. Der Automobilkonzern plant einem Pressebericht zufolge, etwa bis 2020 selbst produzierten Biosprit zu kommerzialisieren. Wie es heißt, wird das zellulosische Ethanol aus ungenießbarem Elefantengras gewonnen. In den kommenden fünf Jahren will der Konzern kostengünstige Produktionstechniken für das Ethanol entwickeln. Durch die Reduktion der Produktionskosten strebt der Konzern an, die Preise für den Biosprit auf das Niveau von Benzin zu senken.
Die südkoreanischen Verbraucherpreise sind nach Angaben der nationalen Statistikbehörde im September 2011 mit abgebremstem Tempo angezogen. Auf Jahressicht kletterten die Lebenshaltungskosten um 4,3 Prozent. Im Vormonat war sogar eine Preissteigerung von 5,3 Prozent gemeldet worden. Im Vormonatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. In der Kernrate, d.h. bereinigt um die volatilen Nahrungsmittel- und Ölpreise, legten die Verbraucherpreise um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu, nach 4,0 Prozent im August.
Unter Druck stehen heute schließlich auch die Märkte in Indien. Der Leitindex SENSEX verschlechtert sich um 1,77 Prozent auf 15.864,86 Punkte. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich dabei die Aktien des Automobilkonzerns Maruti Suzuki mit einem Aufschlag von 2,7 Prozent wieder, während der letzte Platz von Coal India mit einem Abschlag von 5 Prozent eingenommen wird.
Nikkei 225 (Japan): 8.456,12 (-1,05 Prozent) TOPIX (Japan): 736,18 (-1,46 Prozent) Hang Seng (China): 16.250,27 (-3,40 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.359,22 SENSEX (Indien): 15.864,86 (-1,77 Prozent) JSX (Indonesien): 3.269,45 (-2,37 Prozent) STI (Singapur): 2.531,02 (-3,45 Prozent) (04.10.2011/ac/n/m)