27.04.2012 12:28
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Börsen in Asien: Verluste nach zahlreichen Quartalsausweisen

Tokio (www.aktiencheck.de) - An den wichtigsten asiatischen Aktienmärkten herrschte im Freitaghandel mehrheitlich die Farbe rot vor. Während auf der einen Seite geldpolitische Lockerungsmaßnahmen der japanischen Notenbank stützten, wurde die Stimmung am Markt gleichzeitig durch die Abstufung der Bonität Spaniens belastet. Der DAXglobal Asia , der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, verbessert sich zur Stunde um 0,11 Prozent auf 328,75 Zähler.

Der japanische Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) ging heute mit einem Abschlag von 0,43 Prozent auf 9.520,89 Punkte ins Wochenende. Noch deutlicher fielen die Verluste beim breiter gefassten Topix aus, der um 0,72 Prozent auf 804,27 Stellen nachgab. Der neunköpfige Geldpolitische Ausschuss der Bank of Japan (BoJ) beriet über seine weitere Geldpolitik und hat entschieden, seine Leitzinsen unverändert zu lassen. Jedoch wurden weitere Wirtschaftsanreize beschlossen. So wurde das Ankaufsprogramm für Anleihen von ursprünglich 65 Bio. auf nun 70 Bio. Japanischen Yen bis Ende 2013 ausgeweitet. Unterdessen hat sich in Japan die Arbeitsmarktlage im März nach Regierungsangaben stabilisiert. So verharrte die saisonbereinigte Arbeitslosenrate bei 4,5 Prozent, nach schon 4,5 Prozent im Februar. Auch Volkswirte waren im Vorfeld von einem Stand von 4,5 Prozent ausgegangen. Die japanischen Verbraucherpreise haben sich indes auch im März erhöht. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Verbraucherpreise in der Kernrate (bereinigt um frische Nahrungsmittel) um 0,2 Prozent. Davor waren sie im Vormonat um 0,1 Prozent gestiegen. Des Weiteren ist die japanische Industrieproduktion ist im März angewachsen. Dies gab das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) bekannt. So erhöhte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent. Im Februar hatte der Output der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft hingegen um 1,6 Prozent abgenommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat kletterte die Industrieproduktion um 13,9 Prozent, nach einem Plus von 1,5 Prozent im Februar.

Im Blickfeld der Investoren standen zudem diverse Quartalsausweise. Nomura Holdings gaben um 1,8 Prozent nach. Das größte Brokerage-Unternehmen in Japan konnte im vierten Quartal einen deutlich höheren Gewinn ausweisen, was u.a. auf eine starke Entwicklung im Trading-Geschäft zurückzuführen war. Honda Motor tendierten unverändert. Der Automobilhersteller teilte mit, dass er im vierten Quartal trotz eines starken Yen einen deutlichen Gewinnanstieg ausweisen konnte. Dabei profitierte die Ergebnisentwicklung von soliden Verkaufszahlen in Japan und Nordamerika sowie von Kostensenkungen. Im Gesamtjahr musste man allerdings einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnen. Dabei belasteten u.a. Produktionsausfälle als Folge der Tsunami-Katastrophe in Japan. Unterdessen konnte Nippon Steel im vierten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust ausweisen. Im Gesamtjahr wurde indes auch hier ein Ergebnisrückgang verbucht. Für das laufende Fiskaljahr wurden noch keine Prognosen abgegeben, da der Konzern mit seinen Lieferanten noch nicht in Preisverhandlungen über Rohstoffe eingetreten ist. Der Titel tendierte ebenfalls unverändert. Schließlich rückten Sharp um 1,2 Prozent vor. Der Technologiekonzern verlautbarte, dass er in abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund von Sonderbelastungen und rückläufigen Umsätzen einen rekordhohen Verlust erwirtschaftet hat. Für das laufende Fiskaljahr wird ein weiterer Verlust in Aussicht gestellt.

Mehrheitlich rote Vorzeichen waren am Freitag auch in China auszumachen. Der Shanghai Composite verschlechterte sich um 0,35 Prozent auf 2.396,32 Punkte. In Hongkong verzeichnete der Hang Seng ein Minus von 0,33 Prozent auf 20.741,45 Zähler. Die Gewinne chinesischer Industrieunternehmen konnten im März 2012 gesteigert werden. Wie die Statistikbehörde mitteilte, stiegen die Unternehmensgewinne gegenüber den Vorjahresmonat um 4,5 Prozent. Staatseigene Betriebe verbuchten dabei jedoch einen Ergebnisrückgang um 0,7 Prozent. In den ersten drei Monaten des Jahres gingen die Gewinne der Industrieunternehmen indes um 1,3, Prozent zurück. Bei den Staatsunternehmen belief sich das Minus gegenüber dem Vorjahresquartal sogar auf 12,4 Prozent. Im Blickfeld der Investoren standen heute insbesondere die Titel von China Telecom (ISIN CN0007867483/ WKN 786748), die sich um 0,5 Prozent verteuerten. Die größte Festnetz-Telefongesellschaft in China hat im ersten Quartal einen leichten Gewinnrückgang verbucht. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Dabei haben gestiegene Kosten zur Neukundengewinnung im Mobilfunksegment das Ergebnis belastet. Schlecht verbunden waren unterdessen die Anteilseigner des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile. So gab ihr Titel um 1 Prozent nach. Die wichtigsten Bankwerte notierten schließlich einheitlich im Minus. ICBC (IndustrialCommercial Bank of China) gaben um 0,8 Prozent nach. Die Bank konnte zwar ihr Ergebnis im ersten Quartal steigern, was auf ein stärkeres Kreditgeschäft und höhere Zinseinnahmen zurückzuführen ist. Allerdings wurden die Erwartungen der Analysten verfehlt. Daneben verloren HSBC, CCB und Bank of China zwischen 0,5 und 1,5 Prozent an Wert.

Zahlen gab es auch heute aus Südkorea. Der Elektronikkonzern Samsung Electronics teilte mit, dass sein Gewinn im ersten Quartal trotz eines schwachen Chip-Geschäfts deutlich gestiegen ist. Dabei konnte man von höheren Verkaufszahlen bei Galaxy-Smartphones sowie einem Turnaround im Display-Geschäft profitieren. Die Markterwartungen wurden damit übertroffen. Das Papier rückte um 2,5 Prozent vor.

Leichte Abschläge werden zur Stunde auch aus Indien gemeldet. Der Leitindex SENSEX fällt um 0,02 Prozent auf 17.126,91 Stellen. Die Gewinnerliste im SENSEX wird dabei von den Aktien der ICICI Bank mit einem Aufschlag von 2,3 Prozent angeführt. Gleichzeitig trennen sich die Investoren bevorzugt von den Anteilsscheinen von Coal India, die am Indexende um 2,2 Prozent nachgeben.

Nikkei 225 (Japan): 9.520,89 (-0,43 Prozent) TOPIX (Japan): 804,27 (-0,72 Prozent) Hang Seng (China): 20.741,45 (-0,33 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.396,32 (-0,35 Prozent) SENSEX (Indien): 17.126,91 (-0,02 Prozent) JSX (Indonesien): 4.163,98 (-0,39 Prozent) STI (Singapur): 2.981,58 (+0,00 Prozent) (27.04.2012/ac/n/m)

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07.10.2009Samsung Electronics reduceJyske Bank Group
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