08.11.2012 11:29
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Börsen in BRIC: Einheitlich im Minus, Lenovo im Blick

Sao Paulo (www.aktiencheck.de) - Der DAXglobal BRIC Index notiert im bisherigen Donnerstaghandel tief in der Verlustzone. Derzeit geht es für den Auswahlindex, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, um 1,05 Prozent auf 396,45 Punkte nach unten.

Im Zuge erheblicher Kursverluste an den US-Börsen gewannen am Mittwoch auch an den brasilianischen Aktienmärkten die Verkäufer eindeutig die Überhand. Der Leitindex Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) vergrößerte im Handelsverlauf seinen anfänglichen Verluste noch und verlor am Ende 1,58 Prozent auf 58.517,35 Stellen. Der Anstieg der Verbraucherpreise ist in Brasilien im Oktober nach Angaben der nationalen Statistikbehörde IBGE stärker ausgefallen. Die Jahresteuerungsrate kletterte auf 5,45 Prozent, nach einer Inflationsrate von 5,28 Prozent im September. Binnen Monatsfrist erhöhte sich der IPCA Price Index um 0,59 Prozent, während die Lebenshaltungskosten im September um 0,57 Prozent und im Oktober 2011 um 0,43 Prozent angestiegen waren. Banco do Brasil entwickelten sich schlechter als der Gesamtmarkt und gaben um 2,4 Prozent nach. Daneben verloren Vale lediglich 1,1 Prozent an Wert, während für Petrobras ein Wertverlust von 2,3 Prozent zu Buche stand.

Auf verlorenem Posten standen heute die Märkte in China. Dabei belastete die Sorge, dass es in den USA nicht zu einer rechtzeitigen Einigung über die Reduzierung des US-Haushaltsdefizites kommen könnte. Der Shanghai Composite gab um 1,63 Prozent auf 2.071,51 Zähler nach und verabschiedete sich damit in der Nähe seines Tagestiefs aus dem Handel. In Hongkong baute der Hang Seng seine Abschläge gegen Handelsende noch einmal aus und verschlechterte sich zuletzt um 2,41 Prozent auf 21.566,91 Punkte. Die wichtigsten Banktitel entwickelten sich dabei einheitlich schwächer als der Gesamtmarkt. So verloren CCB, ICBC, HSBC und Bank of China zwischen 2,5 und 3,2 Prozent an Wert. Die Papiere des Börsenbetreibers HKEX rauschten daneben um 3,8 Prozent in die Tiefe. Lenovo (Lenovo Group) verbilligten sich um 2,7 Prozent. Nachbörslich gab der Computerkonzern dann bekannt, dass er seinen Gewinn im zweiten Quartal gesteigert hat, was mit soliden PC-Verkäufen zusammenhängt. Die Gewinnerwartungen der Analysten wurden geschlagen. Der Umsatz konnte indes prozentual zweistellig gesteigert werden. Die Anteilsscheine des Internet-Unternehmens Tencent hielten sich derweil mit einem Minus von 1,8 Prozent besser als der Gesamtmarkt. Dieses Kunststück gelang indes den Papieren des Mischkonzerns Hutchinson mit einem Abschlag von 2,8 Prozent nicht.

An den russischen Aktienmärkten dominiert im aktuellen Handel eindeutig die Farbe rot. Der Leitindex RTS verliert 1,01 Prozent auf 1.412,50 Zähler. Für die Aktien der Sberbank geht es um 1,5 Prozent nach unten, während Gazprom gegen den klar negativen Trend um 0,1 Prozent vorrücken können. LukOil verbessern sich sogar um 0,2 Prozent.

In Indien geht es zur Stunde ebenfalls nach unten. Der Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199/ WKN 969819) gibt um 0,30 Prozent auf 18.846,26 Punkte nach. Hoch im Kurs stehen dabei die Anteilsscheine des Automobilkonzerns Tata Motors, die um 5,5 Prozent vorfahren. Gleichzeitig trennen sich die Anleger bevorzugt von den Titeln von Tata Power, die 2,1 Prozent an Wert verlieren. (08.11.2012/ac/n/m)

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