Sao Paulo (aktiencheck.de AG) - Der DAXglobal BRIC Index befindet sich nach erneut starken Vorgaben von der Wall Street auch im bisherigen Freitaghandel auf dem Vormarsch. Der Auswahlindex, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, verbessert sich aktuell um 0,99 Prozent auf 350,98 Punkte.
Einen sehr guten Tag erwischten gestern die Märkte in Brasilien. So verbesserte sich der Leitindex Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) am Ende um 2,50 Prozent und schloss bei 52.290,37 Stellen. Banco do Brasil entwickelten sich allerdings mit einem Zugewinn von 0,4 Prozent deutlich unterproportional. Für Petrobras ging es unterdessen stärker als der Gesamtmarkt um 3,5 Prozent nach oben. Bei Vale stand am Ende ein Plus von 1,6 Prozent zu Buche.
Der russische Leitindex notiert heute erneut deutlich im Plus und steigt momentan um 1,92 Prozent auf 1.296,11 Punkte. Sberbank rücken um 2,6 Prozent vor, während es für LukOil um 1,1 Prozent nach oben geht. Wie bereits gestern bekannt gegeben wurde, will der Energieversorger RWE seine Verhandlungen mit dem Erdgasproduzenten Gazprom (Gazprom (Spons ADRs)) über ein Joint Venture fortsetzen. So haben sich RWE und Gazprom am 3. Oktober 2011 anlässlich eines Treffens von Gazprom-CEO Alexey Miller und RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann in Den Haag geeinigt, die Verhandlungen zu einem möglichen Joint Venture intensiv fortzusetzen. Die Verhandlungen werden bis Ende des Jahres 2011 exklusiv weitergeführt und betreffen eine mögliche Zusammenarbeit bei neuen bzw. bestehenden Gas- und Steinkohlekraftwerken in Deutschland, Großbritannien und den Benelux-Staaten. Die Aktien von Gazprom verbessern sich momentan um 0,6 Prozent.
Während in Shanghai auch heute feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde, konnte in Hongkong der Hang Seng seine rasante Aufwärtsdynamik vom Vortag auch am Freitag fortsetzen und rückte um 3,11 Prozent auf 17.707,01 Zähler vor. Sehr schlecht verbunden waren allerdings heute die Aktionäre des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile. So verbilligte sich ihr Titel gegen den insgesamt sehr positiven Trend um 3,4 Prozent. Gleichzeitig legten die Aktien des Börsenbetreibers HKEX, die gestern kaum von der Rallye am Markt profitieren konnten, heute überproportional um 8,3 Prozent zu. Die Anteilsscheine des Mischkonzerns Hutchinson rauschten sogar um 10,5 Prozent nach oben. Rohstoffwerte entwickelten sich sehr unterschiedlich. Während sich PetroChina lediglich um 0,1 Prozent verbesserten, kletterten beispielsweise China Shenhua um 6,4 Prozent nach oben. Die Aktionäre des Versicherungskonzerns Ping An konnten sich schließlich über einen Zugewinn von 8,1 Prozent freuen.
Nachdem gestern in Indien nicht gehandelt wurde, legt der Leitindex SENSEX derzeit um 2,37 Prozent zu und notiert bei 16.167,42 Punkten. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich dabei die Aktien des Kupferunternehmens Sterlite Industries mit einem Aufschlag von 8,2 Prozent wieder. Der zweite Platz wird von Jindal Steel mit einem Zuwachs von 6,8 Prozent eingenommen, während es für Tata Steel um 3,8 Prozent nach oben geht. Tata Motors fahren um 6,3 Prozent vor. Der Automobilkonzern hat anlässlich der Johannesburg International Motor Show die Limousine Manza und eine Reihe von Trucks vorgestellt. Besonders schlecht läuft es unterdessen momentan für die Aktionäre des Mobilfunkanbieters Bharti Airtel. So gibt ihr Titel als schwächster Wert im SENSEX um 4,2 Prozent nach. (07.10.2011/ac/n/m)