Sao Paulo (aktiencheck.de AG) - Der DAXglobal BRIC Index gibt nach negativen Vorgaben von der Wall Street im Freitaghandel nach. Der Auswahlindex, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, verschlechtert sich aktuell um 0,88 Prozent auf 363,74 Zähler.
Im Einklang mit der schwachen Entwicklung an der Wall Street präsentierten sich am Donnerstag auch die Märkte in Brasilien in schwacher Form. Nachdem der Leitindex Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) kurz nach Handelsstart sogar einmal den Sprung in die Gewinnzone wagte, entschied man sich dann doch aber schnell wieder für den Rückwärtsgang. Am Ende stand schließlich ein Abschlag von 1,57 Prozent auf 52.953,30 Stellen zu Buche. Damit konnte die Marke von 53.000 Punkten am Ende nicht verteidigt werden. Die Aktie der Banco do Brasil konnte sich mit einem Wertverlust von 0,5 Prozent noch deutlich besser als der Gesamtmarkt halten. Petrobras gelang dieses Kunststück allerdings mit einem Minus von 1,8 Prozent nicht. Vale schlossen am Ende um 1 Prozent tiefer.
Nach den Vortagesgewinnen sorgten am Freitag in China Gewinnmitnahmen dafür, dass die wichtigsten Indizes mit negativen Vorzeichen aus dem Handel gingen. Der Shanghai Compostie verschlechterte sich um 0,12 Prozent auf 2.612,19 Stellen und konnte dabei sein Minus gegen Handelsende noch deutlich verkleinern. Genau anders herum lief es in Hongkong beim Hang Seng , der gegen Handelsende noch einmal deutlich nachgab um sich mit einem Abschlag von 0,86 Prozent auf 19.582,88 Punkte aus dem Handel verabschiedete. Im Blick stand dabei heute insbesondere auch die Aktie von PetroChina . Der Ölgigant meldete schon gestern, dass er seinen Gewinn im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres leicht steigern konnte. Die Analystenerwartungen wurden allerdings verfehlt. Der Nettogewinn belief sich auf 66,01 Mrd. Chinesischen Yuan (CNY) oder 0,36 CNY je Aktie. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von 1 Prozent. Die Ölproduktion konnte im ersten Halbjahr 2011 um 5 Prozent auf 446 Mio. Barrel erhöht werden. Gleichzeitig stieg die Produktion von marktfähigem Erdgas um 5,3 Prozent auf 1.185,9 Mrd. Kubikfuß. Die gesamte Öl- und Gasproduktion nahm im ersten Halbjahr 2011 um 5,1 Prozent auf 644 Mio. Barrel Öl-Äquivalent zu. Der Titel verschlechterte sich heute um 3,6 Prozent. Ansonsten tendierten Rohstoffwerte uneinheitlich. Während es beispielsweise für CNOOC um 1,6 Prozent nach unten ging, legten China Shenhua um 1,5 Prozent zu. Die Aktie des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile schloss am Ende mit einem Abschlag von 1,1 Prozent.
Kaum verändert zeigt sich aktuell der russische Leitindex RTS. Zur Zeit steht ein ganz kleines Minus von 0,08 Prozent auf 1.582,68 Zähler zu Buche. Deutlich unter Druck befinden sich dabei die Anteilsschein der Sberbank, die sich um 1,2 Prozent verschlechtern. Für LukOil geht es daneben um 0,7 Prozent nach oben, während Gazprom um 0,3 Prozent nachgeben.
Deutliche Verluste sind derzeit in Indien zu verzeichnen. So verschlechtert sich der Leitindex SENSEX momentan um 1,54 Prozent und notiert bei 15.898,37 Stellen. Damit kann die Marke von 16.000 Punkten aktuell nicht verteidigt werden. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich dabei die Papiere von Heromotocorp mit einem Aufschlag von 2 Prozent wieder. Daneben fahren Mahindra & Mahindra um 1,7 Prozent vor. Des Weiteren notieren lediglich noch die Anteilsscheine des IT-Unternehmens InfoSys und des Mobilfunkanbieters Bharti Airtel in der Gewinnzone. Die Verliererliste wird derweil von den Titeln des Baukonzerns Jaiprakash Associates mit einem Abschlag von 6,6 Prozent angeführt. Einen schweren Stand haben zudem Stahlwerte. Während Tata Steel um 4,7 Prozent nachgeben, verbilligen sich Jindal Steel um 2,2 Prozent. (26.08.2011/ac/n/m)