Sao Paulo (aktiencheck.de AG) - Der DAXglobal BRIC Index präsentiert sich im bisherigen Donnerstaghandel in rot. Der Auswahlindex, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, verschlechtert aktuell um 1,31 Prozent auf 376,20 Zähler.
Nach den Abschlägen vom Vortag konnten die Börsen in Brasilien am Mittwoch wieder zulegen. Dabei verbesserte sich der Leitindex Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) um 1,38 Prozent und ging mit bei einem Stand von 55.073,02 Stellen in den Feierabend. Damit konnte die Marke von 55.000 Punkten wieder zurückerobert werden. Sehr gut lief es dabei heute bei der Aktie der Banco do Brasil, die um 3,5 Prozent vorrücken konnte. Daneben verbesserten sich Vale um 1,4 Prozent, während sich Petrobras lediglich um 0,5 Prozent verteuerten.
Unter Druck standen hingegen heute die Märkte in China, wobei hier vor allem Inflationssorgen auf die Stimmung der Investoren drückten. Zudem fürchten sich die Investoren hier weiterhin vor einer möglichen konjunkturellen Abkühlung. In diesem Umfeld ging es für den Shanghai Composite schließlich um 1,61 Prozent auf 2.559,47 Zähler nach unten. Nur unwesentlich besser hielt sich in Hongkong der Hang Seng , der gegen Handelsende seine Verluste noch deutlich auf 1,34 Prozent ausweitete und bei 20.016,27 Punkten schloss. Im Blick der Investoren standen dabei vor allem auch diverse Quartalsausweise. China Mobile (China Mobile (Hong Kong)) verschlechterten sich um 0,6 Prozent. Der nach Kundenzahlen weltgrößte Mobilfunkanbieter, legte am Donnerstag die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vor. So lag der Umsatz mit 250,1 Mrd. Chinesischen Yuan (CNY) um 8,8 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Zum Ende des ersten Halbjahres verfügte das Unternehmen über mehr als 610 Mio. Nutzer. Damit konnte die Kundenbasis netto um 32,77 Mio. Nutzer erhöht werden. Der durchschnittliche Mobilfunkumsatz je Kunde lag bei 70 CNY. Der den Anteilseigner zuzurechnende Gewinn verbesserte sich um 6,3 Prozent auf 61,3 Mrd. CNY. Daneben ging es für Ping An Insurance um 3 Prozent nach unten. Der Versicherer konnten im ersten Halbjahr Gewinn und Prämienvolumen erhöhen. Lenovo Group sackten indes deutlich um 6,5 Prozent ab. Der Computerkonzern konnte seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal verdoppeln und die Erwartungen der Analysten schlagen.
Deutlich rote Vorzeichen herrschen heute auch in Indien vor. So verschlechtert sich der Leitindex SENSEX aktuell um 1,73 Prozent und notiert bei 16.548,97 Zählern. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich nach den deutlichen Verlusten vom Vortag heute die Aktien des Immobilienkonzerns DLF mit einem Zugewinn von 4,1 Prozent wieder. Auf dem zweiten Platz rücken die Papiere des Baukonzerns Jaiprakash Associates um 1,2 Prozent vor. Daneben notieren mit Hero Motocorp., Hindustan Unilever, Mahindra & Mahindra sowie ONGC lediglich vier weitere Titel im positiven Terrain. Die Verliererliste wird indes von den Anteilsscheinen des IT-Dienstleisters Tata Consultancy Services mit einem Wertverlust von 3,8 Prozent angeführt. Daneben haben heute auch Banktitel einen schweren Stand. So finden sich ICICI Bank und State Bank of India mit Abschlägen von 3,8 bzw. 3,7 Prozent auf den Plätzen zwei und drei der Verliererliste wieder.
Am schlechtesten läuft es heute an der Börse in Russland, wo der RTS-Index momentan um 2,87 Prozent auf 1.616,03 Stellen einbricht. Sberbank geben dabei leicht überproportional um 3 Prozent nach, während sich Gazprom um 2,1 Prozent verbilligen. Für LukOil geht es schließlich ebenfalls um 2,1 Prozent nach unten. (18.08.2011/ac/n/m)