Sao Paulo (aktiencheck.de AG) - Der DAXglobal BRIC Index tendiert am letzten Handelstag der Woche wieder fester. Der Auswahlindex, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, verbessert sich aktuell um 0,45 Prozent auf 368,80 Punkte.
Parallel zur sehr positiven Entwicklung an der Wall Street konnten am Donnerstag auch die Märkte in Brasilien hohe Zugewinne verzeichnen. Am Ende ging es für den Leitindex Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) um 3,79 Prozent auf 53.343,11 Stellen nach oben. Die brasilianischen Einzelhandelsumsätze haben sich im Juni 2011 erhöht, wie das nationale Statistikamt IBGE gestern mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat setzten die Einzelhändler 7,1 Prozent mehr um, nach einem Umsatzwachstum von 6,3 Prozent im Mai. Ferner zogen die Einzelhandelsumsätze gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 0,2 Prozent an, gegenüber einem Zuwachs von 0,7 Prozent im Mai. Banco do Brasil konnten sich um 2 Prozent verbessern, während sich Vale sogar überproportional um 4,3 Prozent verteuerten. Petrobras legten schließlich um 2,4 Prozent zu.
Gestützt durch die positiven Vorgaben von der Wall Street notierten auch die chinesischen Börsen heute im Plus, wenngleich die Aufschläge relativ dünn ausfielen. Der Shanghai Composite ging mit einem Zugewinn von 0,45 Prozent auf 2.593,17 Stellen aus dem Handel. Kleiner fiel das Plus in Hongkong aus, wo es für den Hang Seng am Ende lediglich um 0,13 Prozent auf 19.620,01 Zähler nach oben ging. Unter den Einzelwerten standen die Papiere des Handelsunternehmens Li & Fung (LiFung) mit einem Zugewinn von 7 Prozent im Blick. Der Konzern musste im abgelaufenen ersten Halbjahr 2011 auf operativer Ebene einen Gewinnrückgang verzeichnen. Der Umsatz hat sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 33 Prozent auf 8,8 Mrd. US-Dollar erhöht. Wachstumsimpulse kamen dabei den Angaben zufolge von allen drei Geschäftseinheiten Handel, Logistik und Vertrieb. Das operative Ergebnis verringerte sich allerdings um 16 Prozent auf 282 Mio. US-Dollar. Ursächlich hierfür waren höhere operative Ausgaben im Zusammenhang mit Akquisitionen und Investitionen auf Basis des neuen Drei-Jahres-Plans des Konzerns. Der den Anteilseignern zuzurechnende Gewinn sank schließlich um 15 Prozent auf 236 Mio. US-Dollar. In guter Form zeigten sich heute ferner China Life, die um 3,5 Prozent vorrücken konnten. Für die Aktie von Ping An ging es unterdessen um 1 Prozent nach unten.
Aus Moskau werden am letzten Handelstag der Woche wieder grüne Vorzeichen gemeldet. Dabei verbessert sich der Leitindex RTS momentan um 0,55 Prozent und notiert bei 1.553,27 Stellen. Norlisk Nickel zeigen sich mit einem Aufschlag von 2,3 Prozent sehr fest, während es für Gazprom um 0,9 Prozent nach oben geht. Sberbank können um 0,6 Prozent vorrücken.
Abschläge sind indes in Indien zu verzeichnen. So verschlechtert sich der Leitindex SENSEX aktuell um 1,24 Prozent und notiert bei 16.847,24 Punkten. Wie das Handelsministerium gestern mitteilte, hat sich das indische Handelsbilanzdefizit im Juli 2011 deutlich vergrößert. Demnach erhöhte sich der Passivsaldo auf rund 11,1 Mrd. US-Dollar, nach 7,66 Mrd. US-Dollar im Vormonat. Hierbei wuchsen die Exporte gegenüber dem Vorjahresmonat um 82,0 Prozent auf 29,3 Mrd. US-Dollar, während die Importe ein Plus von 51,5 Prozent auf 40,4 Mrd. US-Dollar verbuchten. Unter den Einzelwerten stehen heute vor allem auch Tata Motors im Blick. Wie der Automobilkonzern gestern verlautbarte, konnte er seinen Gewinn im ersten Quartal nur geringfügig verbessern, was neben rückläufigen Absatzzahlen in Indien auf ungünstige Währungseffekte zurückzuführen ist, die wiederum das Ergebnis in seiner britischen Sparte (Jaguar und Land Rover) belasteten. Der Nettogewinn belief sich auf 20,0 Mrd. Rupien (INR), nach 19,9 Mrd. INR im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einen Gewinn von 20,2 Mrd. INR ausgegangen. Der Umsatz konnte um 24 Prozent auf 333,9 Mrd. INR zulegen. Der Titel fährt als schwächster Wert im SENSEX mit einem Abschlag von 5,6 Prozent hinterher. Deutlich besser läuft es hingegen beim Wettbewerber Mahindra & Mahindra. Die Aktie kann um 1,8 Prozent zulegen. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich allerdings die Papiere von Jindal Steel mit einem Zugewinn von 2,1 Prozent wieder. Daneben notieren lediglich noch Heromotocorp, ONGC sowie Larsen & Tourbo in der Gewinnzone. (12.08.2011/ac/n/m)