Sao Paulo (aktiencheck.de AG) - Der DAXglobal BRIC Index tendiert am Montag nach schlechten Vorgaben von der Wall Street deutlich schwächer. Der Auswahlindex, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, gibt aktuell um 1,25 Prozent nach auf 440,55 Punkte.
Klar im roten Bereich tendierten am Freitag die Börsen in Brasilien. Am Ende stand für den Leitindex Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) ein Abschlag von 1,20 Prozent auf 63.235,30 Punkte zu Buche. Nach einem positiven Handelsstart entschied man sich dabei im Handelsverlauf schnell für den Rückwärtsgang. Gegen den insgesamt negativen Trend konnte sich Brasil Foods um 0,2 Prozent verbessern, nachdem das Unternehmen seinen Nettogewinn im ersten Quartal vervielfachen konnte. Petrobras (Petroleo Brasileiro) verbilligten sich gleichzeitig um 0,7 Prozent. Der Ölkonzern konnte im ersten Quartal beim Nettogewinn die Erwartungen der Analysten übertreffen. Vale gaben überproportional um 1,8 Prozent nach, während sich Banco do Brasil sogar um 3 Prozent verbilligten.
Einen schlechten Start in die neue Handelswoche erwischten auch die Börsen in China. Dabei lastete die ab Mittwoch gültige Erhöhung der Mindestreserveanforderung auf dem Gemüt der Anleger. Am Ende verlor der Shanghai Composite 0,77 Prozent auf 2.849,07 Punkte. Noch schlechter lief es in Hongkong. Hier gab der Hang Seng um 1,36 Prozent nach und verabschiedete sich bei einem Stand von 22.960,63 Stellen in den Feierabend. Damit konnte die Marke von 23.000 Zählern nicht verteidigt werden. Einheitlich im negativen Bereich notierten dabei heute Banktitel. So verzeichneten Bank of China, CCB, ICBC und HSBC Verluste zwischen 0,7 und 1,6 Prozent. Einen sehr schweren Stand hatten heute zudem Rohstoffwerte. So gaben beispielsweise PetroChina um 2,1 Prozent nach, während sich CNOOC sogar um 2,2 Prozent verbilligten. Die Aktie des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkbetreibers China Mobile verlor leicht überproportional 1,5 Prozent an Wert. Der Anteilsschein des Telekommunikationsunternehmens China Unicon brach sogar um 3,2 Prozent ein.
Auf dem Rückzug befindet sich am Montag auch die Börse in Indien. Aktuell verliert der Leitindex SENSEX 1,08 Prozent auf 18.330,54 Punkte und notiert damit in der Nähe seines Tagestiefs. Gegen den insgesamt klar negativen Trend können als bester Wert momentan die Aktien des Motorradherstellers Hero Honda um 1,7 Prozent vorfahren, während sich die Papiere des Konkurrenten Bajaj Auto um 2,3 Prozent verbilligen. Gut verbunden sind auch die Aktionäre des Mobilfunkbetreibers Bharti Airtel. Ihr Anteilsschein rückt um 0,8 Prozent vor, während gleichzeitig die Aktie des Wettbewerbers Reliance Communications um 1,5 Prozent nachgibt. Ganz oben auf dem Verkaufszettel finden sich die Papiere des Baukonzerns Jaiprakash Associates mit einem Abschlag von 3,1 Prozent wieder. Ferner fahren auch Mahindra & Mahindra mit einem Wertverlust von 2,8 Prozent hinterher. Unter Druck stehen zudem auch Stahlwerte. So geben Tata Steel um 2,7 Prozent nach, während sich Jindal Steel um 2,5 Prozent verbilligen.
Massiv unter Druck stehen zum Start in die neue Handelswoche die Märkte in Russland. So verschlechtert sich der RTS-Index derzeit um 1,50 Prozent auf 1.838,32 Stellen. Dabei geben Gazprom um 1,4 Prozent nach, während sich LukOil um 1,3 Prozent verbilligen. Deutlich besser ergeht es derweil der Aktie der Sberbank, die sich mit einem Wertverlust von lediglich 0,1 Prozent noch relativ gut behaupten kann. (16.05.2011/ac/n/m)