Sao Paulo (aktiencheck.de AG) - Der DAXglobal BRIC Index hat einen negativen Start in die neue Handelswoche erwischt. Der Auswahlindex, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, verschlechtert sich um 0,33 Prozent auf 434,87 Punkte.
Quasi unverändert ging am Freitag der brasilianische Leitindex Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) aus dem Handel. Nachdem der Index im Handelsverlauf teilweise deutlich in der Gewinnzone notierte, nahmen Anleger in der zweiten Handelshälfte die Gewinne wieder mit. Am Ende rettete der Index einen minimalen Aufschlag von 0,01 Prozent auf 60.270,47 Stellen in den Feierabend. Für die Aktie von Vale ging es um 0,3 Prozent nach oben, während sich Petrobras um 0,1 Prozent verbilligten. Mit einem Aufschlag von 0,9 Prozent ging es schließlich für die Aktie der Banco do Brasil deutlich nach oben.
Einen schlechten Start in die neue Handelswoche erlebten heute die Märkte in China. Dabei belastete neben dem anhaltenden Schuldenstreit in den USA auch ein Zugunglück am Wochenende. Viele Anleger befürchten nun, dass die Regierung die Investitionen in die Schienenverkehrsinfrastruktur reduzieren könnte. Vor diesem Hintergrund brachen beispielsweise die Anteilsscheine von China Railway Construction um 6,7 Prozent ein. Für den Shanghai Composite ging es schließlich um 2,96 Prozent auf 2.688,75 Punkte nach unten. Deutlich moderater fielen allerdings die Abschläge in Hongkong aus. Hier verschlechterte sich der Hang Seng um 0,68 Prozent und schloss bei 22.293,29 Zählern. Die Aktien des Mischkonzerns Hutchinson konnten sich gegen den insgesamt negativen Trend um 2 Prozent verteuern. Für die Titel des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile ging es gleichzeitig um 1,1 Prozent nach unten, während die Papiere des Zugherstellers CSR um 14 Prozent einbrachen. Rohstoffwerte zeigten keine eindeutige Tendenz. Während es beispielsweise für China Coal um 2 Prozent nach oben ging, verschlechterten sich PetroChina um 2,9 Prozent. CNOOC tendierten mit einem Wertverlust von 1,2 Prozent heute ebenfalls im negativen Terrain. Bank of China verloren 1,7 Prozent an Wert. Das nach Marktwert drittgrößte Kreditinstitut in China ist Presseangaben zufolge derzeit einer der aussichtsreichsten Kandidaten für eine Übernahme der Flugzeugleasing-Sparte der Royal Bank of Scotland (Royal Bank of Scotland (RBS)). Wie es heißt, hat die britische Großbank ihre Sparte RBS Aviation Capital erneut zum Verkauf gestellt, ein Jahr nachdem ein vorangegangener Verkaufsversuch zurückgestellt worden war.
Moderate Abschläge sind derzeit beim russischen Leitindex RTS auszumachen. So gibt er um 0,27 Prozent auf 1.971,52 Stellen nach. Unter Druck steht dabei die Aktie von Gazprom, die sich deutlich überproportional um 0,9 Prozent verbilligt. Für LukOil steht indes ein Minus von 0,8 Prozent zu Buche. Die Papiere der Sberbank notieren schließlich annähernd auf Vortagesniveau.
Zu Beginn der neuen Handelswoche kann der indische Leitindex SENSEX an seine starke Entwicklung vom Freitag anknüpfen und verbessert sich derzeit um 1,01 Prozent auf 18.911,12 Punkte. Besonders gut verbunden sind heute die Aktionäre von Mobilfunkbetreibern. Während Reliance Communications als bester Wert um 13,2 Prozent nach oben schießen, geht es für Bharti Airtel auf Platz zwei um 6,2 Prozent aufwärts. Auf dem dritten Platz fahren Mahindra & Mahindra um 3,6 Prozent vor. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren finden sich derweil die Papiere des Pharmazieunternehmens Cipla mit einem Wertverlust von 0,9 Prozent wieder. (25.07.2011/ac/n/m)