Sao Paulo (aktiencheck.de AG) - Der DAXglobal BRIC Index notiert nach den Zugewinnen vom Vortag heute wieder in der Verlustzone. Der Auswahlindex, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, verschlechtert sich aktuell um 1,01 Prozent auf 363,22 Zähler.
Im Zuge massiver Zugewinne an der Wall Street herrschten am Dienstag auch auf den brasilianischen Märkten grüne Vorzeichen vor. Nachdem der Leitindex Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) kurz nach Handelsstart sogar in die Verlustzone abtauchte, entschied man sich dann im weiteren Handelsverlauf doch für den Vorwärtsgang. Am Ende ging der Index mit einem Aufschlag von 2,57 Prozent auf dem Tageshoch von 53.786,63 Stellen aus dem Handel. Banco do Brasil konnten sich leicht überproportional um 2,7 Prozent verbessern, während es für Petrobras um 2,6 Prozent nach oben ging. Bei Vale stand am Ende ein Plus von 2,9 Prozent zu Buche.
Ungleich schlechter entwickelten sich indes heute die Börsen in China. Dabei nahmen die Investoren nach den gestrigen Kursanstiegen heute erstmal Gewinne mit. Der Shanghai Composite verschlechterte sich schließlich um 0,51 Prozent auf 2.541,09 Punkte. In Hongkong verlor der Hang Seng sogar 2,06 Prozent und verabschiedete sich bei einem Stand von 19.466,79 Stellen in den Feierabend. Dabei baute der Index im späten Handel seine Verluste noch deutlich aus. Unter den Einzelwerten standen insbesondere China Life Insurance im Blick. Der Lebensversicherer hat im ersten Halbjahr 2011 einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Zwar sind die Gesamteinnahmen im Jahresvergleich um 5,6 Prozent auf 227,5 Mrd. Chinesischen Yuan (CNY) gestiegen. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn verringerte sich gleichzeitig aber um 28,1 Prozent auf 13 Mrd. CNY oder 0,46 CNY je Aktie. Hintergrund dieses Gewinnrückgangs sind geringere Investmenteinnahmen und Wertminderungen im Zusammenhang mit den Schwankungen an den Kapitalmärkten. Das Papier brach um 11,6 Prozent ein. Daneben ging es für Ping An um 3,7 Prozent nach unten. In sehr guter Form präsentierten sich indes heute für Papiere von China Telecom, die um 4,1 Prozent vorrücken konnten. Gleichzeitig verloren die Anteilsscheine des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile 1,2 Prozent an Wert. Die Papiere des Mischkonzerns Hutchinson konnten sich mit einem Wertverlust von 0,6 Prozent ebenfalls noch relativ gut behaupten.
Ganz knapp im Plus notiert derzeit der russische Leitindex RTS. So verbessert sich der Index um 0,08 Prozent und steht bei 1.580,20 Punkten. Gazprom notieren annähernd auf Vortagesniveau, während es für LukOil um 0,1 Prozent nach unten geht. Sberbank verschlechtern sich schließlich um 1 Prozent.
In Indien sind nach den Aufschlägen von gestern heute wieder vornehmlich rote Vorzeichen vorzufinden. Der Leitindex SENSEX verschlechtert sich aktuell um 0,82 Prozent auf 16.363,99 Stellen. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren finden sich dabei die Titel des Energieversorgers Tata Power mit einem Abschlag von 4,7 Prozent. Nur unwesentlich besser läuft es für Coal India mit einem Verlust von 3,7 Prozent. Unter Druck stehen ferner auch Automobiltitel. So fahren Maruti Suzuki mit einem Abschlag von 3,7 Prozent hinterher, während sich gleichzeitig Tata Motors und Mahindra & Mahindra um 2,6 bzw. 1,3 Prozent verbilligen. Die aktuell sieben Werte umfassende Gewinnerliste wird derweil von den Aktien des Rohstoffunternehmens Hindalco Industries mit einem Aufschlag von 1 Prozent angeführt. (24.08.2011/ac/n/m)