Sao Paulo (aktiencheck.de AG) - Nach erneut schwachen Vorgaben von der Wall Street notiert auch der DAXglobal BRIC Index heute mit moderaten Abschlägen. Der Auswahlindex, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, verschlechtert sich aktuell um 0,11 Prozent auf 361,14 Zähler.
Nachdem der brasilianische Leitindex Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) am Freitag im frühen Handel sogar einen kurzen Ausflug in die Gewinnzone wagte, ging es am Ende im Zuge einer nachgebenden Wall Street dann aber doch deutlich nach unten. Der Index verabschiedete sich schließlich mit einem Abschlag von 1,29 Prozent auf 52.447,63 Stellen ins Wochenende. Banco do Brasil konnten sich mit einem Wertverlust von 0,5 Prozent insgesamt noch deutlich besser als der Gesamtmarkt behaupten, während es für Vale überproportional um 2,6 Prozent nach unten ging. Für Petrobras stand schließlich ein Wertverlust von 3 Prozent zu Buche.
Keine eindeutige Tendenz zeigten zum Start in die neue Handelswoche die Märkte in China. Während es beim Shanghai Composite schließlich um 0,73 Prozent auf 2.515,86 Punkte nach unten ging, konnte in Hongkong der Hang Seng nach einem starken Schlussspurt um 0,45 Prozent auf 19.485,87 Zähler zulegen. Im Blick standen heute in China diverse Quartalsausweise. CCB (China Construction Bank) verbilligten sich um 1,3 Prozent. Die zweitgrößte Geschäftsbank Chinas konnte im ersten Halbjahr mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Wie bereits am Sonntag mitgeteilt wurde, lag der Vorsteuergewinn des Kreditinstituts in den ersten sechs Monaten des laufenden Fiskaljahres mit 120,8 Mrd. Chinesischen Yuan (CNY) über dem Vorjahreswert von 92,19 Mrd. CNY. Unter dem Strich verbesserte sich der Nettogewinn auf 92,95 Mrd. CNY, nach 70,78 Mrd. CNY im Vorjahreszeitraum. Daneben gaben ICBC um 1,2 Prozent nach, während es für HSBC und Bank of China um 2 bzw. 0,7 Prozent nach oben ging.
Wie des Weiteren bereits am Freitag bekannt gegeben wurde, konnte der Computerkonzern Lenovo Group seinen Umsatz und Gewinn im ersten Fiskalquartal 2011/12 deutlich steigern. So kletterte der Umsatz um 15 Prozent auf 5,92 Mrd. US-Dollar. Der Betriebsgewinn stieg von zuvor 81 Mio. US-Dollar auf nun 123 Mio. US-Dollar. Der den Aktionären zuzurechnende Gewinn konnte mit 108 Mio. US-Dollar bzw. 1,08 US-Dollar je verwässerter Aktie nach 55 Mio. US-Dollar bzw. 0,57 US-Dollar je verwässerter Aktie nahezu verdoppelt werden. Der Titel rückte heute um 3,9 Prozent vor. Der Solartechnikkonzern Yingli Green Energy Holding veröffentlichte ebenfalls am Freitag seine Ergebnisse zum zweiten Quartal 2011. Dabei konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 62,9 Prozent auf 680,6 Mio. US-Dollar gesteigert werden. Der operative Gewinn wurde auf 81,4 Mio. US-Dollar beziffert, was einer operativen Marge von 12,0 Prozent entspricht. Der Nettogewinn belief sich auf 58,1 Mio. US-Dollar bzw. 36 Cents je Aktie, nach 32,1 Mio. US-Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor mit einem Umsatz von 616,0 Mio. US-Dollar und einem EPS von 28 Cents gerechnet. Für das laufende dritte Quartal erwarten sie ein EPS von 24 Cents bei Erlösen von 652,0 Mio. US-Dollar.
Moderate Abschläge sind aktuell in Russland zu verzeichnen, wo sich der Leitindex RTS um 0,38 Prozent auf 1.569,40 Stellen verschlechtert. Die Anteilsscheine von LukOil notieren dabei mit 0,4 Prozent im Minus, während Gazprom um 0,6 Prozent nachgeben. Für die Titel der Sberbank geht es unterdessen um 0,2 Prozent nach oben.
Deutlich verbessert zeigen sich schließlich momentan die Märkte in Indien. Für den Leitindex SENSEX geht es zur Zeit um 1,31 Prozent auf 16.352,37 Punkte nach oben. Dabei tendierte der Index zunächst lange um seinen Vortagesschlusskurs, bevor man sich dann doch für den Vorwärtsgang entschied. Die Gewinnerliste wird aktuell von den Anteilsscheinen des Baukonzerns Jaiprakash Associates mit einem Aufschlag von 4,5 Prozent angeführt. Auf Platz zwei folgen die Titel des Energieversorgers Tata Power mit einem Zugewinn von 4,3 Prozent. Ebenfalls hoch im Kurs stehen die Aktien des Erdgas- und Mineralölunternehmens ONGC mit einem Plus von 4,2 Prozent. Am Indexende fahren unterdessen Mahindra & Mahindra mit einem Wertverlust von 2,3 Prozent hinterher. Unter Druck stehen ferner die Titel des Immobilienkonzerns DLF, die sich um 2,1 Prozent verbilligen. (22.08.2011/ac/n/m)