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05.03.2008 14:17

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Börsen in Europa: Deutlich erholt, Crédit Agricole nach Zahlen im Aufwind

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Paris (aktiencheck.de AG) - Gestützt auf die späte Erholung der US-amerikanischen Märkte entwickeln sich die europäischen Börsen am Mittwoch freundlich. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 gewinnt aktuell 1,41 Prozent auf 3.661,12 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt 0,99 Prozent zu auf 3.126,15 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 zieht um 1,04 Prozent an und steht bei 840,83 Indexpunkten. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Gewinne. Im weiteren Handelsverlauf stehen allerdings noch zahlreiche US-Konjunkturdaten auf dem Programm.

In Paris springen Titel von Crédit Agricole um knapp 5 Prozent. Die Bankgesellschaft ist im vierten Quartal im Zusammenhang mit US-Subprime-Hypotheken tief in die Verlustzone gerutscht. Ohne die Auswirkungen der Kreditmarktkrise wäre allerdings ein Gewinn erzielt worden. BNP Paribas und Société Générale gewinnen daneben 1,6 bzw. 1,8 Prozent.

Die Aktie von ITV rückt in London um knapp 2 Prozent vor. Auf bereinigter Basis hat das Rundfunkunternehmen im Geschäftsjahr 2007 mehr als von Analysten erwartet verdient. Anteilsscheine von Ryanair befinden sich ebenfalls im Aufwind und legen mehr als 6 Prozent zu. Wie zuvor bekannt wurde, verbuchte die irische Billig-Fluglinie im Februar einen kräftigen Passagierzuwachs. Dagegen brechen Titel des Online-Glücksspielbetreibers PartyGaming nach der Vorlage von Ergebnissen um 10 Prozent ein.

Anteilsscheine von Swisscom bröckeln in der Schweiz um 3 Prozent ab. Der Telekomkonzern konnte im abgelaufenen Fiskaljahr dank einer höheren Kundenzahl einen Umsatzanstieg ausweisen und hat beim Ergebnis aufgrund negativer Einmaleffekte im Vorjahr ein deutliches Plus erzielt. Insgesamt barg das Zahlenwerk keine größeren Überraschungen.

Indexstände (14:03 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.661,12 (+1,41 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.126,15 (+0,99 Prozent)

EURONEXT 100: 840,83 (+1,04 Prozent)

FTSE 100 (London): 5.807,20 (+0,68 Prozent)

CAC40 (Paris): 4.737,28 (+1,31 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 33.256,00 (+1,86 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 12.911,60 (+2,23 Prozent)

SMI (Zürich): 7.372,74 (+1,33 Prozent)

ATX (Wien): 3.729,12 (+1,18 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Das britische Rundfunkunternehmen ITV plc gab heute bekannt, dass sein Gewinn im Geschäftsjahr 2007 deutlich gesunken ist, was das Ergebnis geringerer Werbeumsätze und erhöhter Online-Investitionen ist. Der Umsatz ging um 4,5 Prozent zurück. Das bereinigte Ergebnis lag aber dennoch über den Erwartungen der Analysten.

Die irische Billig-Fluglinie Ryanair Holdings plc (ISIN IE00B1GKF381/ WKN A0MJ5T) legte heute die Passagierzahlen für den Monat Februar vor. Demnach wurden im Berichtszeitraum insgesamt 3,84 Millionen Fluggäste transportiert, was im Vergleich zum Vorjahreswert von 3,21 Millionen Fluggästen einem Plus von 20 Prozent entspricht. Der Sitzladefaktor verringerte sich von 77 Prozent in der Vorjahresperiode auf 75 Prozent.

Der britische Engineering- und Baukonzern Balfour Beatty plc (ISIN GB0000961622/ WKN 855539) gab heute bekannt, dass er seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr unerwartet deutlich um 66 Prozent gesteigert hat, was auf US-Akquisitionen und eine gestiegene Baunachfrage in Großbritannien und Europa zurückzuführen ist. Der Umsatz kletterte um 44 Prozent. Der Auftragsbestand hat sich den Angaben zufolge um 25 Prozent zum Jahresende 2007 erhöht.

Der britische Online-Glücksspielbetreiber PartyGaming plc (ISIN GI000A0ERMF2/ WKN A0ERMF) meldete heute, dass er im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinneinbruch von 68 Prozent verzeichnen musste, was mit dem US-Verbot von Glücksspiel-Websites zusammenhängt. Zudem wurde der Rücktritt des CEO angekündigt. Der Gesamtumsatz ging ebenfalls drastisch zurück, während der Umsatz aus dem laufenden Geschäft zulegen konnte.

Die Crédit Agricole S.A. (ISIN FR0000045072/ WKN 982285), die zweitgrößte Bankgesellschaft in Frankreich, meldete heute, dass sie im vierten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat, was auf hohe Abschreibungen im Zusammenhang mit US-Subprime-Hypotheken zurückzuführen ist. Der Konzern verbuchte dabei Sonderbelastungen in Höhe von 3,3 Mrd. Euro in seiner Investment Banking-Sparte Calyon. Ohne die Auswirkungen der Kreditmarktkrise wäre ein Gewinn erzielt worden, hieß es. Im Gesamtjahr wurde ein Gewinnrückgang um 16,8 Prozent verzeichnet. Der operative Gewinn brach um 58,8 Prozent ein.

Der schweizerische Telekomkonzern Swisscom AG (ISIN CH0008742519/ WKN 916234) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr dank einer höheren Kundenzahl einen Umsatzanstieg ausweisen und hat beim Ergebnis aufgrund negativer Einmaleffekte im Vorjahr ein deutliches Plus erzielt. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, stieg der Reingewinn nach Abzug der Minderheiten als Folge des Rückkaufs des 25-prozentigen Anteils von Vodafone an Swisscom Mobile im Dezember 2006 um knapp 30 Prozent. Der Gesamtumsatz verbesserte sich aufgrund der Übernahme von Fastweb sowie weiterer Sondereffekte der um 14,9 Prozent. Auf vergleichbarer Basis wurde beim Nettoumsatz gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 0,3 Prozent ausgewiesen.

Der niederländische Logistikkonzern TNT N.V. (ISIN NL0000009066/ WKN A0EQU5), Europas zweitgrößter Express-Lieferservice, und der niederländische Allfinanzkonzern ING Groep N.V. (ISIN NL0000303600/ WKN 881111) bestätigten heute, dass sie ihr Post/Banking-Joint Venture Postkantoren B.V. auflösen werden. Den Angaben zufolge werden durch die Auflösung des Gemeinschaftsunternehmens, an dem beide Parteien 50 Prozent der Anteile halten, über die nächsten fünf Jahre 1.850 Arbeitsplätze wegfallen. Zudem werden in diesem Zusammenhang bei TNT Sonderbelastungen in Höhe von 70 Mio. Euro vor Steuern in 2008 entstehen. (05.03.2008/ac/n/m)

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