Paris (aktiencheck.de AG) - Schwache Vorgaben aus Übersee und Sorgen vor einer schweren Rezession in den osteuropäischen Volkswirtschaften drücken die europäischen Börsen zur Wochenmitte ins Minus. Der
Dow Jones Euro Stoxx 50 verliert zur Stunde 0,32 Prozent auf 2.113,28 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassenden Dow Jones STOXX 50 büßt 0,44 Prozent ein auf 1.884,68 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt 0,47 Prozent ab auf 495,86 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen melden mit Ausnahme von Zürich ebenfalls Abschläge.
Die französische Bankgesellschaft Société Générale meldete heute, dass sie im vierten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet hat. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei knapp verfehlt. Die Aktie gewinnt in Paris aber dennoch fast 4 Prozent. BNP Paribas und Crédit Agricole geben indes jeweils rund 1 Prozent ab.
In Amsterdam bricht die Aktie des Allfinanzkonzerns ING Groep um annähernd 6 Prozent ein. In Zusammenhang mit hohen Abschreibungen hat das Unternehmen im vierten Quartal einen milliardenschweren Verlust erwirtschaftet. Papiere des Chemiekonzerns DSM, dessen Gewinn im Schlussquartal um 62 Prozent gesunken ist, liegen mit einem halben Prozent vorne. Um mehr als 3 Prozent nach oben geht es für Anteilsscheine von Heineken. Der Bierkonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich weniger verdient. Dabei wurde das jüngste Ergebnis allerdings von Abschreibungen belastet. Der Umsatz konnte dabei kräftig gesteigert werden.
Daneben stehen auch die Zahlen des dänischen Brauereikonzerns Carlsberg im Blick. Wie der Bierbrauer heute bekannt gab, hat sich sein Gewinn im vierten Quartal mehr als verdreifacht, was mit der Übernahme von Assets von Scottish & Newcastle zusammenhängt. Der Wert klettert um fast 6 Prozent.
An der Züricher Börse gewinnen Anteilsscheine von Synthes fast 2 Prozent. Wie der Medizintechnikkonzern zuvor bekannt gab, konnte er Umsatz und Reingewinn im vergangenen Jahr jeweils deutlich steigern. Und auch der Ausblick konnte überzeugen. So strebt man ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen im unteren zweistelligen Bereich an.
Indexstände (13:12 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.113,28 (-0,32 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 1.884,68 (-0,44 Prozent)
EURONEXT 100: 495,86 (-0,47 Prozent)
FTSE 100 (London): 4.008,18 (-0,64 Prozent)
CAC40 (Paris): 2.868,85 (-0,22 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 16.642,00 (-0,50 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 7.832,60 (-0,14 Prozent)
SMI (Zürich): 4.961,44 (+0,41 Prozent)
ATX (Wien): 1.450,33 (-2,01 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die Société Générale S.A. , eine der größten Bankgesellschaften in Frankreich, meldete heute, dass sie im vierten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet hat. Dabei konnte das heimische Consumer Lending-Geschäft die Verluste in den internationalen Retail Banking- und Asset Management-Sparten überkompensieren. Die Einnahmen (Net Banking Income) stiegen um 41,6 Prozent.
Der niederländische Allfinanzkonzern ING Groep N.V. (ISIN NL0000303600/ WKN 881111) gab heute bekannt, dass er im vierten Quartal einen milliardenschweren Verlust erwirtschaftet hat, was mit hohen Abschreibungen zusammenhängt. Der den Aktionären zuzurechnende Nettoverlust belief sich demnach auf 3,71 Mrd. Euro, gegenüber einem Gewinn im Vorjahr. Der Konzern war im Vorfeld von einem Verlust von 3,9 Mrd. Euro ausgegangen.
Der niederländische Chemiekonzern DSM N.V. (ISIN NL0000009827/ WKN A0JLZ7) meldete heute, dass sein Gewinn im vierten Quartal um 62 Prozent gesunken ist, was mit einem starken Nachfragerückgang in den meisten Materials Sciences-Bereichen zusammenhängt. Im Gesamtjahr konnte jedoch bei einem Umsatzwachstum eine Gewinnsteigerung verzeichnet werden.
Der niederländische Bierkonzern Heineken N.V. (ISIN NL0000009165/ WKN A0CA0G) gab heute bekannt, dass sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 74 Prozent gesunken ist, was mit Asset-Abschreibungen zusammenhängt. Dabei wurde das jüngste Ergebnis von Abschreibungen belastet. Der Umsatz erhöhte sich um 27 Prozent. Wie der Konzern weiter mitteilte, hat er in 2008 insgesamt 16 Prozent mehr Bier verkauft. In 2009 sollen die Investitionen 700 Mio. Euro betragen, nach 1,1 Mrd. Euro in 2008. Zudem will der Konzern weitere Stellenstreichungen vornehmen.
Der dänische Brauereikonzern Carlsberg A/S (ISIN DK0010181759/ WKN 861061) gab heute bekannt, dass sich sein Gewinn im vierten Quartal mehr als verdreifacht hat, was mit der Übernahme von Assets der Scottish & Newcastle plc zusammenhängt. Der Umsatz nahm um 34 Prozent zu.
Der norwegische Aluminiumkonzern Norsk Hydro ASA (ISIN NO0005052605/ WKN 851908) musste im vierten Quartal aufgrund hoher Abschreibungen sowie der allgemeinen Nachfrageschwäche bei Aluminiumprodukten einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Umsatz im Berichtszeitraum leicht unter dem Vorjahresniveau. Besonderes deutlich fiel der Ergebnisrückgang im Aluminium-Segment aus, während der Energiebereich ein operatives Plus von 73 Prozent zu verzeichnen hatte. Für das laufende Fiskaljahr 2009 erwartet Norsk Hydro angesichts der weiterhin schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen Aluminiumabsatzpreise auf niedrigem Niveau sowie eine weiterhin rückläufige Nachfrage in diesem Segment. Des Weiteren will man sich auf Effizienzsteigerungen und Restrukturierungen konzentrieren, um die Kostenbasis weiter zu entlasten. (18.02.2009/ac/n/m)