Paris (aktiencheck.de AG) - Nach positiven Vorgaben aus Übersee liegen die europäischen Börsen zur Tagesmitte hin überwiegend im Plus. Der
Dow Jones Euro Stoxx 50 gewinnt aktuell 1,06 Prozent auf 2.444,44 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt 0,54 Prozent zu auf 2.091,42 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 klettert um 0,77 Prozent auf 544,84 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen tendieren zumeist fester.
Electrolux fallen in Stockholm um 5 Prozent zurück. Die Anleger reagieren damit auf eine Gewinnwarnung des weltweit zweitgrößten Herstellers von Haushaltsgeräten. Zudem wurde der Abbau von mehr als 3.000 Stellen angekündigt. H&M geben daneben knapp 2 Prozent ab, nachdem die Bekleidungskette für November einen Rückgang bei den vergleichbaren Umsätzen ausgewiesen hat.
An der Londoner Börse gewinnen Titel von Premier Foods rund 1 Prozent. Zuvor wurde bekannt, dass der Nahrungsmittelkonzern in Verhandlungen mit potenziellen Investoren steht. In Amsterdam steht die Aktie von DSM im Blick. Der Chemiekonzern hat heute seine Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten revidiert. Im Anschluss kündigte der Konzern weitere Restrukturierungsmaßnahmen an. Der Wert gewinnt aktuell mehr als 3 Prozent.
Indexstände (12:44 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.444,44 (+1,06 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 2.091,42 (+0,54 Prozent)
EURONEXT 100: 544,84 (+0,77 Prozent)
FTSE 100 (London): 4.312,31 (+0,75 Prozent)
CAC40 (Paris): 3.237,23 (+0,74 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 19.213,00 (+0,20 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 9.073,60 (+1,09 Prozent)
SMI (Zürich): 5.606,32 (-0,53 Prozent)
ATX (Wien): 1.731,91 (+1,83 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der britische Nahrungsmittelkonzern Premier Foods plc steht in Verhandlungen mit potenziellen Investoren. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, ziehe der Konzern derzeit in Zusammenhang mit der geplanten Verringerung der Konzernverschuldung mehrere Optionen in Erwägung. Dabei habe man zuletzt mit verschiedenen potenziellen Investoren Gespräche über eine mögliche Kapitalbeteiligung an dem Konzern geführt.
Die schwedische Electrolux AB (ISIN SE0000103814/ WKN 853138), der weltweit zweitgrößte Hersteller von Haushaltsgeräten, meldete heute, dass sie ihre Ergebnisprognose 2008 verfehlen wird. Zudem wurde der Abbau von mehr als 3.000 Stellen angekündigt. In diesem Zusammenhang werde mit einer Sonderbelastung in Höhe von rund 1,2 Mrd. Schwedischen Kronen (SEK) gerechnet. Ab 2010 sollen dadurch Kosten in Höhe von 1,1 Mrd. SEK pro Jahr eingespart werden, hieß es.
Die schwedische Bekleidungskette Hennes & Mauritz AB (H&M) (ISIN SE0000106270/ WKN 872318) musste im November bei den vergleichbaren Umsätzen einen klaren Rückgang hinnehmen. Wie der Konzern heute erklärte, gingen die Umsätze bei Filialen, die seit mindestens einem Jahr geöffnet waren, im Berichtszeitraum um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Analysten waren im Vorfeld von einer Abnahme um 1,8 Prozent ausgegangen. Der Gesamtumsatz kletterte im November um 7 Prozent.
Der niederländische Chemiekonzern DSM N.V. (ISIN NL0000009827/ WKN A0JLZ7) hat angesichts der sich weiter verschärfenden konjunkturellen Rahmenbedingungen seine Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten revidiert. Im Anschluss kündigte der Konzern außerdem weitere Restrukturierungsmaßnahmen an. So kündigte der Konzern den Abbau von rund 1.000 Arbeitsplätzen an, um die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns zu verstärken.
Der luxemburgische Stahlkonzern ArcelorMittal (ISIN LU0323134006/ WKN A0M6U2) hat seine Beteiligung an dem deutschen Stahlproduzenten Dillinger Hütte reduziert. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat ArcelorMittal seinen bisherigen Anteil an dem saarländischen Stahlhersteller von 51,25 Prozent auf aktuell 33,4 Prozent reduziert. Durch die Veräußerung der Anteile an die Struktur-Holding-Stahl GmbH & Co. KGaA sowie die Dillinger Hütte Saarstahl AG fließen dem weltweit führenden Stahlhersteller inklusive der für 2008 geplanten Dividende insgesamt 777 Mio. Euro zu. (15.12.2008/ac/n/m)