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08.08.2007 15:02

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Börsen in Europa: Gewinne auf breiter Front, ING und Swisscom gesucht

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen knüpfen heute an die starke Vortagesentwicklung an und verbuchen durchweg deutliche Kursgewinne. Die Wall Street hat am Vorabend fester geschlossen, außerdem wurden aus Asien grüne Vorzeichen gemeldet. Wie erwartet hat die US-amerikanische Notenbank keinen Zinsschritt vorgenommen. Jedoch sehen die Währungshüter trotz der Hypothekenkrise ein moderates Wirtschaftswachstum. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 legt aktuell 1,14 Prozent zu und notiert bei 4.325,50 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verfestigt sich um 1,11 Prozent auf 3.796,47 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gewinnt 1,23 Prozent auf 1.007,53 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen entwickeln sich ebenfalls freundlich.

Im Blick steht unter anderem der britische Versicherungskonzern Royal & Sun Alliance. Das Unternehmen verzeichnete im ersten Halbjahr aufgrund der jüngsten Überschwemmungen einen Ergebnisrückgang. Operativ verdiente der Konzern jedoch mehr als erwartet, in der Folge legt der Titel in London aktuell über 4 Prozent. Um knapp 3 Prozent in Richtung Norden geht es für ITV. Das Rundfunkunternehmen musste im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang ausweisen, konnte die Erwartungen aber dennoch übertreffen. Anteilsscheine von Vodafone stehen 1 Prozent fester im Markt. Der Mobilfunkbetreiber meldete heute, dass er nicht beabsichtigt, Anteile an Verizon Wireless zu verkaufen.

Aktien von ING legen in Amsterdam 3,5 Prozent zu. Der Allfinanzkonzern konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal überraschend deutlich steigern. Der Telekomkonzern Swisscom teilte heute mit, dass er seinen Gewinn im zweiten Quartal um 59 Prozent verbessert hat. Die Schätzungen des Marktes wurden damit übertroffen. Der Wert steigt in Zürich um mehr als 4 Prozent. Anteilsscheine des Mischkonzerns ABB profitieren von einer Aufstufung durch Morgan Stanley und klettern um 3,4 Prozent. Papiere von Nobel Biocare wiederum legen nach guten Zahlen des Mitbewerbers Straumann knapp 5 Prozent zu.

Papiere des dänischen Bierkonzerns Carlsberg, der seine Jahresprognose trotz eines Gewinnrückgangs im zweiten Quartal angehoben hat, ziehen in Kopenhagen um 2,2 Prozent an. Ebenfalls nach der Vorlage von Zahlen gewinnen voestalpine-Titel in Wien 1,2 Prozent.

Indexstände (14:51 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 4.325,50 (+1,14 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.796,47 (+1,11 Prozent)

EURONEXT 100: 1.007,53 (+1,23 Prozent)

FTSE 100 (London): 6.356,50 (+0,76 Prozent)

CAC40 (Paris): 5.685,35 (+1,16 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 40.157,00 (+0,74 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 14.827,80 (+1,19 Prozent)

SMI (Zürich): 8.890,69 (+1,64 Prozent)

ATX (Wien): 4.634,77 (+1,08 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der britische Versicherungskonzern Royal & Sun Alliance Insurance Group plc (RoyalSun Alliance Insurance Group) meldete heute, dass sein Gewinn im ersten Halbjahr um 5,5 Prozent gesunken ist, was mit Verlusten aus den jüngsten Überschwemmungen zusammenhängt. Das operative Ergebnis konnte die Erwartungen indes schlagen.

Das britische Rundfunkunternehmen ITV plc (ISIN GB0033986497/ WKN A0BLQP) gab heute bekannt, dass ihr Gewinn im ersten Halbjahr um 31 Prozent zurückgegangen ist, was u.a. auf geringere Werbeeinnahmen zurückgeführt wird. Analysten waren im Vorfeld von einem deutlicheren Rückgang ausgegangen. Der Umsatz sank im Berichtszeitraum wie erwartet um 6,8 Prozent.

Der britische Mobilfunkbetreiber Vodafone Group plc (ISIN GB00B16GWD56/ WKN A0J3PN) meldete heute, dass er nicht beabsichtigt, Anteile an Verizon Wireless, dem Mobilfunk-Joint Venture mit der US-Telefongesellschaft Verizon Communications Inc. (ISIN US92343V1044/ WKN 868402), zu verkaufen. Vodafone hält 45 Prozent der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen, dem zweitgrößten US-Mobilfunkbetreiber. Der Vodafone-Konzern, der nach Kundenzahlen weltweit zweitgrößte Mobilfunkbetreiber, hatte bis heute die Möglichkeit, im Rahmen einer Put-Option Anteile an Verizon Wireless im Wert von bis zu 10 Mrd. Dollar zu verkaufen.

Der niederländische Allfinanzkonzern ING Groep N.V. (ISIN NL0000303600/ WKN 881111) gab heute bekannt, dass er seinen Gewinn im zweiten Quartal steigern konnte, was auf einen Einmalertrag aus dem Verkauf einer Beteiligung an der ABN AMRO Holding N.V. (ISIN NL0000301109/ WKN 880026) zurückzuführen ist. Der Nettogewinn stieg demnach unerwartet stark um 27 Prozent. Das jüngste Ergebnis beinhaltet dabei einen hohen Einmalertrag.

Der österreichische Baumaschinenhersteller PALFINGER AG (ISIN AT0000758305/ WKN 919964) verbuchte im ersten Halbjahr dank der weiterhin starken Nachfrage aus der Bauindustrie einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Für das Gesamtjahr erwartet PALFINGER einen neuerlichen Umsatz- und Ergebnisrekord, wenngleich die Wachstumsraten der nächsten Monate im Vergleich zu dem bereits sehr starken zweiten Halbjahr 2006 eine flachere Tendenz zeigen werden.

Der österreichische Stahlkonzern voestalpine AG (ISIN AT0000937503/ WKN 897200) verbuchte im ersten Quartal dank der weiterhin starken Nachfrage- und Preisentwicklung bei Stahlprodukten einen kräftigen Ergebnisanstieg und geht für das laufende Fiskaljahr von einem erneuten Rekordergebnis aus. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Berichtszeitraum um 46 Prozent. Der Konzernumsatz verbesserte sich um knapp 15 Prozent.

Der schweizerische Telekomkonzern Swisscom AG (ISIN CH0008742519/ WKN 916234) gab heute bekannt, dass er seinen Gewinn im zweiten Quartal überraschend stark um 59 Prozent gesteigert hat, was u.a. mit der Akquisition der italienischen FastWeb S.p.A. zusammenhängt. Der Umsatz erhöhte sich um rund 13 Prozent.

Der dänische Bierkonzern Carlsberg A/S (ISIN DK0010181759/ WKN 861061), der Hersteller der Biermarke Tuborg, teilte heute mit, dass sein Gewinn im zweiten Quartal um 18 Prozent gesunken ist. Trotzdem wurde die Jahresprognose angehoben, was auf eine starke Nachfrage in den Emerging Marktes zurückzuführen ist. Zudem wurden die Schätzungen der Analysten übertroffen. (08.08.2007/ac/n/m)

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