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02.04.2009 13:14

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Börsen in Europa: Im Höhenflug, Rohstoff- und Finanzwerte treiben an


Paris (aktiencheck.de AG) - Nach hervorragenden Vorgaben aus Übersee befinden sich die europäischen Börsen am Donnerstag im Höhenflug. Zudem deuten die US-Futures auf eine starke Eröffnung der Wall Street hin. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 legt aktuell 4,23 Prozent zu und notiert bei 2.186,39 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verfestigt sich daneben um 3,99 Prozent auf 1.909,36 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 springt um 3,38 Prozent auf 500,12 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls deutliche Zuwächse. In Kürze steht die Zinsentscheidung der EZB auf der Agenda. In den USA werden unter anderem Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe erwartet.

In Zusammenhang mit steigenden Kupfernotierungen zählen in London Rohstoffwerte zu den Favoriten. Zweistellige Kursgewinne von bis zu gut 12 Prozent fahren zur Stunde Vedanta, Xstrata und Kazakhmys ein. Anglo American legen knapp 10 Prozent zu. BHP Billiton und Rio Tinto rücken um jeweils rund 7 Prozent vor. Daneben stehen Finanzwerte hoch im Kurs. Unter anderem verteuern sich Old Mutual um annähernd 10 Prozent, HSBC um gut 9 Prozent und Barclays sowie RBS um jeweils mehr als 7 Prozent.

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re wird sein globales Geschäftsstellennetz straffen. Um Größenvorteile noch effizienter zu nutzen, würden geschäftsunterstützende Funktionen auf weniger Standorte konzentriert. So soll der aktuelle Personalbestand in den kommenden zwölf Monaten weltweit um rund 10 Prozent reduziert werden. Zudem wurde Agostino Galvagni zum COO ernannt. Die Aktie gewinnt in Zürich fast 9 Prozent. Für Julius Bär geht es um über 12 Prozent nach oben. UBS und Credit Suisse ziehen um 8 bzw. um 4 Prozent an. ABB können fast 2 Prozent zulegen. Der Mischkonzern hat einen weiteren Großauftrag im Gesamtwert von 490 Mio. Dollar an Land gezogen. Das Gesamtumfeld bleibe im ersten Quartal trotz der zuletzt akquirierten Neuaufträge allerdings weiterhin schwierig.

Besser als erwartete US-Absatzzahlen treiben den gesamten europäischen Automobilsektor an. In Paris preschen Michelin um fast 14 Prozent vor. Renault gewinnen 10,8 Prozent und Peugeot 8,9 Prozent. Papiere des Versicherers AXA liegen mit gut 11 Prozent im Plus. BNP Paribas gewinnen fast 9 Prozent, Société Générale über 7 Prozent und Crédit Agricole 7 Prozent. Der Stahlkonzern ArcelorMittal hat sich eine weitere Kreditlinie im Volumen von 1,2 Mrd. Dollar gesichert. Aktuell ist hier ein Zuwachs von über 9 Prozent auszumachen.

Indexstände (13:04 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.186,39 (+4,23 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 1.909,36 (+3,99 Prozent)

EURONEXT 100: 500,12 (+3,38 Prozent)

FTSE 100 (London): 4.074,60 (+3,01 Prozent)

CAC40 (Paris): 2.948,82 (+3,85 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 16.489,00 (+2,75 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 8.175,90 (+2,70 Prozent)

SMI (Zürich): 5.142,70 (+2,55 Prozent)

ATX (Wien): 1.782,17 (+4,13 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der britische Zucker- und Süßstoffproduzent Tate & Lyle plc (TateLyle) geht für das laufende Fiskaljahr von einem Ergebnis leicht unterhalb der zuletzt genannten Prognose aus. Wie der Konzern heute im Rahmen seines Trading-Updates für das am 31. März beendete Fiskaljahr erklärte, werde der Vorsteuergewinn aufgrund der schwächer als erwarteten Entwicklung in den letzten Monaten des Geschäftsjahres leicht unter dem Vorjahresergebnis liegen. Zuletzt hatte der Konzern für das Fiskaljahr ein Vorsteuerergebnis im Bereich des Vorjahres in Aussicht gestellt. Angesichts einer zu erwartenden geringeren Steuerbelastung werde das Jahresergebnis jedoch im Rahmen der durchschnittlichen Markterwartungen ausfallen, teilte der Konzern weiter mit.

Der Stahlkonzern ArcelorMittal (ISIN LU0323134006/ WKN A0M6U2) hat sich eine weitere Kreditlinie gesichert. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat die neue Kreditlinie ein Volumen von 1,2 Mrd. Dollar. Die durch ein Bankenkonsortium gewährte neue Fazilität läuft bis zum Jahr 2012.

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) meldete heute, dass sein Hubschrauberhersteller Eurocopter von der japanischen Itochu Corp. (ISIN JP3143600009/ WKN 855471) 80 Prozent des Aktienkapitals an der japanischen Euroheli Corp. übernommen hat. Den Angaben zufolge hat Eurocopter damit seinen Anteil von zuvor 10 Prozent auf insgesamt 90 Prozent am Aktienkapital des Unternehmens erhöht. Itochu behalte einen Anteil von 10 Prozent an Euroheli und bleibe nach wie vor ein wichtiger Partner für Eurocopter in Japan.

Presseangaben zufolge hat das US-Justizministerium rund 100 strafrechtliche Untersuchungen bei vermögenden US-Kunden der schweizerischen Großbank UBS AG (ISIN CH0024899483/ WKN UB0BL6) eingeleitet. Wie die "New York Times" berichtet, haben mehrere auf dem Prüfstand stehende Konten mehr als 100 Mio. Dollar an Assets, wobei das größte dieser Konten ein Volumen von über 150 Mio. Dollar aufweist. Im Februar hat UBS eingestanden, dabei geholfen zu haben, Vermögenswerte von US-Kunden vor der US-Regierung zu verbergen. Im Rahmen der erzielten Einigungen hat UBS sich bereit erklärt, einen Betrag von insgesamt 780 Mio. Dollar an die USA zahlen und zudem einige Kunden zu identifizieren.

Der schweizerische Mischkonzern ABB Ltd. (ISIN CH0012221716/ WKN 919730) hat einen weiteren Großauftrag an Land gezogen. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat man im Rahmen des El-Merk Öl- und Gasprojekts von dem Gemeinschaftsunternehmen Groupement Berkhine einen Auftrag im Gesamtwert von 490 Mio. Dollar erhalten. Wie ABB weiter mitteilte, bleibe das Gesamtumfeld im ersten Quartal trotz der zuletzt akquirierten Neuaufträge weiterhin schwierig.

Die Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG (Swiss Re) (ISIN CH0012332372/ WKN 852246) meldete heute, dass sie Agostino Galvagni zum COO und Mitglied der Geschäftsleitung per 1. Mai 2009 ernannt hat. Zudem intensiviert das Unternehmen den Fokus auf profitables Kerngeschäft und die Stärkung der Kapitalausstattung. Wie der Konzern mitteilte, wird er sein globales Geschäftsstellennetz straffen. Die Geschäftsstellen würden sich künftig ausschließlich auf die Erbringung von Kundendienstleistungen konzentrieren. Geschäftsunterstützende Funktionen würden auf weniger Standorte konzentriert, um Größenvorteile noch effizienter zu nutzen. Dabei soll der aktuelle Personalbestand von 11.560 Mitarbeitern in den kommenden zwölf Monaten weltweit um rund 10 Prozent reduziert werden, hieß es. (02.04.2009/ac/n/m)

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