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25.02.2009 13:17

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Börsen in Europa: Im Plus, Finanzwerte gesucht


Paris (aktiencheck.de AG) - Mit positiven Vorgaben aus Übersee im Rücken liegen die europäischen Börsen zur Tagesmitte hin allesamt im Plus. Die Tageshöchststände haben allerdings keinen Bestand. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 gewinnt aktuell 0,93 Prozent und steht bei 1.995,82 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt 0,22 Prozent zu auf 1.780,27 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verfestigt sich um 0,47 Prozent auf 472,52 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Gewinne. Die Wall Street konnte am Vorabend kräftig zulegen. US-Notenbankchef Ben Bernanke zufolge stehen die Chancen gut, dass die Rezession in der zweiten Jahreshälfte beendet werden kann.

Der britische Süßwarenkonzern Cadbury gab für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Gewinnrückgang um 10 Prozent bekannt. Das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft erhöhte sich indes deutlich, blieb aber hinter den Erwartungen zurück. Der Titel zieht in London dennoch um 2,5 Prozent an. Noch stärkere Gewinne sind im Finanzsektor auszumachen. Unter anderem legen RBS gut 7 Prozent, Barclays knapp 7 Prozent und Lloyds über 9 Prozent zu. Ferner zählen Rohstofftitel zu den Favoriten. So rücken mitunter Xstrata um 6,4 Prozent, Antofagasta um 5,4 Prozent und Eurasian um 5,3 Prozent vor.

Papiere des französischen Hotelkonzerns Accor, der im abgelaufenen Fiskaljahr unter den schwachen konjunkturellen Rahmenbedingungen sowie deutlich geringeren Erträgen aus Veräußerungen zu leiden hatte, verlieren an der Pariser Börse mehr als 4 Prozent. Zum Spitzenreiter im FTSE 100 avancieren unterdessen BNP Paribas mit einem Aufschlag von 7,3 Prozent. Daneben klettern Société Générale um 5,8 Prozent und Crédit Agricole um 3,6 Prozent.

Novartis verlieren in Zürich 2,6 Prozent. Die Aktionäre des Pharmakonzerns sind im Rahmen der Generalversammlung sämtlichen Empfehlungen des Verwaltungsrats gefolgt. Dazu zählte eine Erhöhung der Dividendenausschüttung für 2008 um 25 Prozent. Wie weiter bekannt wurde, dürfte das Wachstum des operativen Ergebnisses und des Reingewinns im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im ersten Quartal 2009 durch negative Währungseffekte und den stärkeren US-Dollar um 8 bis 10 Prozentpunkte beeinträchtigt werden. Roche fallen daneben um 2,5 Prozent zurück. Dagegen preschen Swiss Re um 9,4 Prozent, UBS um 8,6 Prozent und Credit Suisse um 5,2 Prozent vor.

In Wien verfestigen sich OMV derweil um knapp 5 Prozent. Der Öl- und Erdgaskonzern meldete zuvor, dass er in 2008 ein starkes Gesamtergebnis erzielt hat, wobei EBIT und Periodenüberschuss vor Sondereffekten das Vorjahrsniveau deutlich übertrafen. Der Stahlkonzern voestalpine glänzte heute ebenfalls mit seinen Zahlen. Der Wert gewinnt knapp 8 Prozent. Um mehr als 4 Prozent nach oben geht es für Titel von Telekom Austria. Der Telekommunikationskonzern musste das Geschäftsjahr 2008 mit einem Verlust abschließen, während Umsatz und bereinigtes EBITDA verbessert werden konnten.

Indexstände (12:58 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 1.995,82 (+0,93 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 1.780,27 (+0,22 Prozent)

EURONEXT 100: 472,52 (+0,47 Prozent)

FTSE 100 (London): 3.852,91 (+0,96 Prozent)

CAC40 (Paris): 2.724,13 (+0,59 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 15.526,00 (+0,58 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 7.568,00 (+1,13 Prozent)

SMI (Zürich): 4.748,38 (+0,54 Prozent)

ATX (Wien): 1.482,73 (+3,79 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der britische Süßwarenkonzern Cadbury plc gab heute bekannt, dass sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 10 Prozent gesunken ist, was mit der letztjährigen Abspaltung des US-Softdrink-Geschäfts zusammenhängt. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft erhöhte sich indes deutlich, blieb aber hinter den Erwartungen zurück. Der Umsatz nahm um 15 Prozent zu, wobei man währungsbereinigt ein Plus von 6 Prozent zu verzeichnen hatte. Für 2009 rechnet der Konzern mit einem Umsatzwachstum am unteren Ende der Planspanne von 4 bis 6 Prozent.

Der französische Hotelkonzern Accor S.A. (ISIN FR0000120404/ WKN 860206) hatte im abgelaufenen Fiskaljahr unter den schwachen konjunkturellen Rahmenbedingungen sowie deutlich geringeren Erträgen aus Veräußerungen zu leiden. Wie der Konzern heute erklärte, sank der Umsatz um 4,7 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Wechselkurseffekten sowie Veränderungen der Konzernstruktur konnte man auf vergleichbarer Basis ein Umsatzplus von 2,8 Prozent verbuchen. Der Nettogewinn verringerte sich um 34,9 Prozent. Angesichts der weiterhin schwierigen konjunkturellen Gesamtsituation kündigte Accor weitere Einsparungen und Kostensenkungsmaßnahmen an. Ein konkreter Ausblick für das Fiskaljahr 2009 wurde nicht gegeben.

Der schweizerische Pharmakonzern Novartis AG (ISIN CH0012005267/ WKN 904278) meldete am Dienstag, dass seine Aktionäre im Rahmen ihrer ordentlichen Generalversammlung sämtlichen Empfehlungen des Verwaltungsrats gefolgt sind. Dazu zählte eine Erhöhung der Dividendenausschüttung für 2008 um 25 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dürfte das Wachstum des operativen Ergebnisses und des Reingewinns im ersten Quartal 2009 - basierend auf den gegenwärtigen Marktbedingungen - durch negative Währungseffekte und den stärkeren US-Dollar (Novartis Berichtswährung) 8 bis 10 Prozentpunkte beeinträchtigt werden. Zu den anderen Faktoren, die das Gewinnwachstum im ersten Quartal 2009 voraussichtlich belasten werden, zählen fehlende außerordentliche Gewinne, welche die Ergebnisse im ersten Quartal 2008 stützten, sowie höhere Investitionen in die Bereiche Entwicklung, Marketing und Verkauf in der Division Pharmaceuticals.

Der österreichische Öl- und Erdgaskonzern OMV AG (ISIN AT0000743059/ WKN 874341) meldete heute, dass er in 2008 ein starkes Gesamtergebnis erzielt hat, wobei EBIT und Periodenüberschuss vor Sondereffekten das Vorjahrsniveau deutlich übertrafen. Der Umsatz wuchs um 27 Prozent. Für 2009 geht OMV davon aus, dass die wichtigsten Marktparameter (Ölpreis, Raffineriemargen und Euro-US-Dollar-Kurs) weiterhin eine sehr hohe Volatilität aufweisen.

Die Telekom Austria AG (ISIN AT0000720008/ WKN 588811) musste das Geschäftsjahr 2008 mit einem Verlust abschließen. Wie der österreichische Telekommunikationskonzern heute erklärte, wuchs der Umsatz dank einer guten Performance des Segments Mobilkommunikation um 5,1 Prozent. Eine starke operative Performance treibt das bereinigte EBITDA um 3,9 Prozent.

Die PALFINGER AG (ISIN AT0000758305/ WKN 919964) hatte im abgelaufenen Fiskaljahr unter der deutlichen Eintrübung der Konjunktur zu leiden und verzeichnete einen deutlichen Ergebnisrückgang. Wie der Kranhersteller heute erklärte, konnte man beim Umsatz gegenüber dem Vorjahreswert ein Plus von 14,3 Prozent vorweisen. Das Konzernergebnis verringerte sich um 40,7 Prozent. Für das laufende Fiskaljahr 2009 geht das Management davon aus, dass umsatzseitig Rückgänge im Kranbereich teilweise durch die getätigten Akquisitionen kompensiert werden. Ertragsseitig werde man jedoch das Niveau des Berichtsjahres 2008 deutlich verfehlen.

Die voestalpine AG (ISIN AT0000937503/ WKN 897200) konnte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres bei Umsatz und EBITDA zulegen. Wie der österreichische Stahlkonzern heute mitteilte, wuchsen die Umsatzerlöse dabei um 24,6 Prozent. Ferner kletterte das EBITDA um 10,9 Prozent. Dagegen verringerte sich das Ergebnis nach Steuern um 0,9 Prozent.

Die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG (Verbund) (ISIN AT0000746409/ WKN 877738) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr einen Ergebnisanstieg vorweisen. Der Umsatz verbesserte sich ebenfalls. Wesentlichen Anteil an der deutlichen Ergebnisverbesserung hatten vor allem höhere Absatzpreise in den europäischen Absatzmärkten. (25.02.2009/ac/n/m)

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