Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen tendieren zur Tagesmitte hin kaum verändert. Die Vorgaben aus Übersee waren überaus positiv. Neben schwachen US-Futures belasten allerdings die anhaltende Dollar-Schwäche und der starke Euro. Außerdem stehen in Kürze wichtige Konjunkturdaten in den USA zur Veröffentlichung an. Der
Dow Jones Euro Stoxx 50 verliert aktuell 0,03 Prozent auf 3.747,39 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt 0,05 Prozent auf 3.141,27 Zähler ein. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbucht dagegen ein Plus von 0,36 Prozent auf 867,20 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen melden gemischte Vorzeichen.
Die Aktie von Nokia ist einen Blick wert. Der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefonen hat Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal 2008 deutlich gesteigert. Der Marktanteil hat sich im Vergleich zum Vorquartal leicht verschlechtert. Insgesamt sorgt das Zahlenwerk für Enttäuschung, der Titel sackt in Helsinki um rund 9 Prozent ab.
An der Pariser Börse gewinnen Papiere von Remy Cointreau in Reaktion auf die heute vorgelegten Umsatzzahlen über 6 Prozent. Anteilsscheine von Sodexho springen sogar um mehr als 10 Prozent. Das weltweit zweitgrößte Catering-Unternehmen meldete zuvor, dass es seinen Gewinn im ersten Halbjahr um 10 Prozent steigern konnte. Außerdem wurde ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt.
In Zürich lasten Titel von Roche mit -3,8 Prozent schwer auf dem Gesamtmarkt. Der Umsatz des Pharmakonzerns ist im ersten Quartal um 4 Prozent gesunken und hat die Erwartungen des Marktes verfehlt.
Indexstände (14:13 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.747,39 (-0,03 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.141,27 (-0,05 Prozent)
EURONEXT 100: 867,20 (+0,36 Prozent)
FTSE 100 (London): 6.025,10 (-0,35 Prozent)
CAC40 (Paris): 4.867,65 (+0,26 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 33.178,00 (-0,23 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 13.595,60 (-0,31 Prozent)
SMI (Zürich): 7.195,71 (-0,76 Prozent)
ATX (Wien): 4.011,01 (+0,74 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die finnische Nokia Corp. , der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefonen, teilte heute mit, dass sie Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal 2008 deutlich gesteigert hat. Demnach stieg der Konzernumsatz um 28 Prozent. Der operative Gewinn kletterte um 20 Prozent. Der Nettogewinn legte um 25 Prozent zu. Der Marktanteil von Nokia hat sich im Berichtszeitraum auf 39 Prozent verbessert, nach 36 Prozent im Vorjahr. Im Vorquartal lag der Marktanteil jedoch bei 40 Prozent. Der Weltmarktführer hat im ersten Quartal 2008 insgesamt 115,5 Millionen Mobilfunkgeräte ausgeliefert, was einem Plus von 27 Prozent zum Vorjahr und einer Abnahme um 13 Prozent zum Vorquartal entspricht.
Die Prudential plc (ISIN GB0007099541/ WKN 852069), der zweitgrößte Versicherungskonzern in Großbritannien, meldete heute, dass ihre Einnahmen aus dem Lebensversicherungs- und Pensionsgeschäft im ersten Quartal um 14 Prozent gestiegen sind, was mit einem deutlichen Zuwachs in Asien zusammenhängt. Dabei konnte das Neugeschäft in Asien um 35 Prozent zulegen, wobei hier vor allem Indien, Hongkong und Indonesien als Wachstumstreiber zu nennen sind.
Der französische Spirituosenhersteller Remy Cointreau S.A. (ISIN FR0000130395/ WKN 883206) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr einen Umsatzanstieg vorweisen. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, stieg der Gesamtumsatz um 4,0 Prozent. Das organische Umsatzwachstum hatte im abgelaufenen Fiskaljahr bei 9,7 Prozent gelegen. Wesentlichen Anteil hatten vor allem die anhaltend starke Nachfrage aus Asien sowie die robuste Absatzentwicklung in Europa, teilte der Konzern weiter mit. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern einen deutlichen Anstieg beim operativen Gewinn.
Die französische Sodexho Alliance S.A. (ISIN FR0000121220/ WKN 870935), das weltweit zweitgrößte Catering-Unternehmen, meldete heute, dass sie ihren Gewinn im ersten Halbjahr um 10 Prozent steigern konnte. Zudem wurde ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Der Umsatz erhöhte sich um 3,8 Prozent. Darüber hinaus gab der Konzern bekannt, dass er beabsichtigt, 12,5 Millionen eigene Aktien (7,8 Prozent des Grundkapitals) zu je 42,50 Euro zurückzukaufen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern weiterhin mit einem organischen Umsatzwachstum von mindestens 7 Prozent und einer Steigerung beim operativen Ergebnis von 12 Prozent.
Der schweizerische Pharmakonzern Roche Holding AG (ISIN CH0012032113/ WKN 851311) meldete heute, dass sein Umsatz im ersten Quartal um 4 Prozent gesunken ist, was mit einer geringeren Nachfrage nach dem Medikament Tamiflu und einem schwächeren Dollar zusammenhängt. Für 2008 bestätigte der Konzern sein Umsatzziel. Danach sollen die Erlöse um weniger als 10 Prozent wachsen. (17.04.2008/ac/n/m)