Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen haben den schwachen Vorgaben aus Fernost nichts entgegenzusetzen. Da auch die US-Futures auf einen deutlich negativen Auftakt der Wall Street hindeuten, sackt der
Dow Jones Euro Stoxx 50 zur Stunde um 2,79 Prozent ab auf 2.132,33 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassenden Dow Jones STOXX 50 büßt 1,95 Prozent ein auf 1.901,63 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verliert 2,03 Prozent auf 501,52 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls deutliche Abschläge.
An der Amsterdamer Börse knicken AEGON um über 7 Prozent ein. Wie zuvor bekannt wurde, hat der Versicherer im vierten Quartal nach vorläufigen Zahlen einen unerwartet hohen Verlust erwirtschaftet.
In Zürich brechen Givaudan um gut 10 Prozent ein. Der Aromenhersteller hat im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient, die Erwartungen des Marktes aber verfehlt. Clariant liegen daneben mit über 4 Prozent im Minus. Wie zuvor bekannt wurde, hat der Spezialchemiekonzern 2008 bei gesunkenen Erlösen rote Zahlen geschrieben. Für die beiden Großbanken UBS und Credit Suisse geht es um 5,7 bzw. um 4,4 Prozent nach unten.
Der französische Kosmetikkonzern L'Oréal konnte seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr steigern, während der operative Gewinn rückläufig war. Die Ergebnisse lagen dabei unter den Erwartungen. Der Wert verliert in Paris 0,6 Prozent.
Papiere des Energieversorgers Iberdrola, der im abgelaufenen Fiskaljahr dank der starken operativen Entwicklung im internationalen Geschäft sowie bei Erneuerbaren Energien einen deutlichen Ergebnisanstieg verbuchen konnte, rücken in Madrid um fast 2 Prozent vor.
Indexstände (13:12 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.132,33 (-2,79 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 1.901,63 (-1,95 Prozent)
EURONEXT 100: 501,52 (-2,03 Prozent)
FTSE 100 (London): 4.031,22 (-2,50 Prozent)
CAC40 (Paris): 2.889,23 (-2,46 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 16.942,00 (-2,69 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 7.922,50 (-1,89 Prozent)
SMI (Zürich): 4.959,95 (-2,32 Prozent)
ATX (Wien): 1.541,62 (-4,82 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die britische Hotelkette InterContinental Hotels Group plc (Intercontinental Hotels Group) erklärte heute, dass ihr Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 um 43 Prozent gesunken ist, was mit Sonderbelastungen im Berichtszeitraum sowie Einmalerträgen im Vorjahr zusammenhängt. Der Umsatz erhöhte sich um 4,7 Prozent.
Der französische Kosmetikkonzern L'Oréal S.A (ISIN FR0000120321/ WKN 853888) hat am Montagabend die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 bekannt gegeben. Dabei konnte der Umsatz gesteigert werden, während der operative Gewinn rückläufig war. Die Ergebnisse lagen dabei unter den Erwartungen.
Die schweizerische Duft- und Aromenhersteller Givaudan AG (ISIN CH0010645932/ WKN 938427) verbuchte im abgelaufenen Fiskaljahr einen Ergebnisanstieg. Für das laufende Fiskaljahr erwartet Givaudan trotz der schwierigen Rahmenbedingungen weiterhin ein überdurchschnittliches Wachstum. Darüber hinaus zeigte sich der Konzern zuversichtlich, bis zum Jahr 2010 das geplante Einsparungsziel von 200 Mio. Franken zu erreichen sowie eine EBITDA-Marge von 22,7 Prozent erzielen zu können.
Der schweizerische Spezialchemiekonzern Clariant AG (ISIN CH0012142631/ WKN 895929) hatte im vierten Quartal unter der schwachen konjunkturellen Gesamtsituation zu leiden und musste einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust verbucht. Derzeit erwartet Clariant keine rasche Erholung der Nachfragesituation, weshalb man sich weiter auf Restrukturierungen und Kostensenkungsmaßnahmen fokussieren will. In diesem Zusammenhang werde man den Abbau von 1.000 Stellen zusätzlich zu den im Jahr 2006 angekündigten 2.200 Stellen zügig umsetzen.
Der niederländische Versicherer AEGON N.V. (ISIN NL0000303709/ WKN A0JL2Y) meldete heute, dass er im vierten Quartal nach vorläufigen Zahlen einen Verlust erwirtschaftet hat, was mit Investment-Verlusten und Abschreibungen zusammenhängt. Wie der Konzern weiter mitteilte, befindet er sich auf gutem Weg, in 2009 Kosteneinsparungen in Höhe von 150 Mio. Euro zu erzielen.
Der spanische Energieversorger Iberdrola S.A. (ISIN ES0144580Y14/ WKN A0M46B) verbuchte im abgelaufenen Fiskaljahr dank der starken operativen Entwicklung im internationalen Geschäft sowie bei Erneuerbaren Energien einen deutlichen Ergebnisanstieg. Besonders deutliche Zuwachsraten hatte der Konzern dank der Integration von Scottish Power sowie des US-Energieversorgers Energy East im internationalen Geschäft vorzuweisen. (17.02.2009/ac/n/m)