Paris (aktiencheck.de AG) - Nach einem mäßigen Start zeigen die europäischen Börsen inzwischen deutlich nach oben. Gestützt auf positive US-Futures gewinnt der
Dow Jones Euro Stoxx 50 aktuell 1,24 Prozent auf 2.585,13 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt 2,04 Prozent zu auf 2.227,84 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 klettert um 0,96 Prozent auf 576,71 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Gewinne.
Der Schweizer Hardware-Hersteller Logitech meldete gestern Abend, dass er seine Wachstumsprognosen für Umsatz und operatives Ergebnis für das Geschäftsjahr 2009 zurückgezogen hat, was mit der sich vertiefenden globalen Rezession zusammenhängt. Wie der Konzern weiter mitteilte, will er seine fest angestellte Belegschaft weltweit um rund 15 Prozent reduzieren. Die Aktie ist dann auch mit einem Minus von rund 13 Prozent in den Tag gestartet. Am Vormittag lag der Wart dann mit über 5 Prozent im Plus. Inzwischen geht es aber wieder um mehr als 4 Prozent nach unten. Die beiden Pharmaschwergewichte Roche und Novartis ziehen um 3,5 bzw. um 2,9 Prozent an. Papiere der Großbank Credit Suisse legen 2,6 Prozent zu.
Mit +4,6 Prozent finden sich Titel von Marks & Spencer im oberen Indexdrittel des britischen Leitindex FTSE 100. Der Kaufhauskonzern beabsichtigt Presseangaben zufolge, mehr als 1.000 Arbeitsplätze abzubauen. Entsprechende Pläne sollen bereits morgen vorgestellt werden. Daneben greifen die Anleger verstärkt bei Rohstoffwerten zu. Unter anderem gewinnen Xstrata knapp 9 Prozent, Rio Tinto gut 6 Prozent und Vedanta fast 5 Prozent.
Die Spitze des französischen CAC40 führen Vallourec mit einem Plus von mehr als 10 Prozent an. ArcelorMittal rücken dahinter um mehr als 6 Prozent vor.
Indexstände (13:03 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.585,13 (+1,24 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 2.227,84 (+2,04 Prozent)
EURONEXT 100: 576,71 (+0,96 Prozent)
FTSE 100 (London): 4.634,80 (+1,20 Prozent)
CAC40 (Paris): 3.400,66 (+1,21 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 20.709,00 (+2,21 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 9.726,20 (+0,85 Prozent)
SMI (Zürich): 5.862,50 (+1,85 Prozent)
ATX (Wien): 1.829,44
Unternehmensmeldungen:
Der britische Kaufhauskonzern Marks & Spencer Group plc (MarksSpencer) beabsichtigt Presseangaben zufolge, mehr als 1.000 Arbeitsplätze abzubauen. Wie die britische Zeitung "Times" heute berichtet, will der Konzern demnach fast 1.000 Stellen in den Filialen und mehrere hundert weitere Arbeitsplätze am Hauptsitz bzw. in Support-Bereichen streichen. Entsprechende Pläne sollen am Mittwoch vorgestellt werden.
Der irische Billigflieger Ryanair Holdings plc (ISIN IE00B1GKF381/ WKN A0MJ5T) hat seine Übernahmeofferte für den Rivalen Aer Lingus Group plc (ISIN IE00B1CMPN86/ WKN A0KFMP) verlängert. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hält Ryanair nach Ablauf der ersten Annahmefrist zum 5. Januar 2009 des Übernahmeangebots rund 29,83 Prozent der ausstehenden Aktien. Im Anschluss wurde die Offerte bis zum 13. Februar verlängert. Ryanair bietet 1,40 Euro je Anteilsschein von Aer Lingus, was einem Volumen von rund 750 Mio. Euro entspricht. Bereits zuvor war eine Übernahme von Aer Lingus durch Ryanair am Widerstand der Europäischen Wettbewerbshüter sowie der Aktionäre von Aer Lingus gescheitert.
Der irische Baumaterialhersteller CRH plc (ISIN IE0001827041/ WKN 864684) veröffentlichte heute ein Trading Update für das Geschäftsjahr 2008. Den Angaben zufolge rechnet der Konzern für 2008 aus heutiger Sicht mit einem Gewinn vor Steuern in Höhe von über 1,6 Mrd. Euro, im Vergleich zu einem erzielten Vorsteuergewinn von gut 1,9 Mrd. Euro in 2007. Die jüngste Prognose liegt dabei im Rahmen der Planung. Wie der Baumaterialhersteller weiter mitteilte, geht er für 2009 vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzmarktkrise von einem Jahr voller Herausforderungen aus.
Der schweizerische Hardware-Hersteller Logitech International S.A. (ISIN CH0025751329/ WKN A0J3YT) meldete am späten Montag, dass er seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2009 zurückgezogen hat. Zudem wurde eine Restrukturierung angekündigt. Den Angaben zufolge hat der Konzern seine Wachstumsprognosen für Umsatz und operatives Ergebnis zurückgezogen, was mit der sich vertiefenden globalen Rezession zusammenhängt. Wie der Konzern weiter mitteilte, will er seine fest angestellte Belegschaft weltweit um rund 15 Prozent reduzieren. (06.01.2009/ac/n/m)