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30.08.2007 14:20

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Börsen in Europa: Leicht positiv, Ahold und Crédit Agricole nach Zahlen im Blick

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Paris (aktiencheck.de AG) - Gestärkt von positiven Vorgaben der Leitbörsen in New York und Tokio sind die europäischen Märkte freundlich in den Handel gestartet. Aufgrund der schwachen US-Futures hat sich die Stimmung der Anleger zur Tagesmitte hin jedoch etwas eingetrübt. Außerdem stehen im weiteren Handelsverlauf in den USA neben den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe auch die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal auf der Agenda. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 steigt aktuell um 0,27 Prozent und notiert bei 4.204,84 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt 0,02 Prozent auf 3.676,98 Zähler zu. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gewinnt daneben 0,44 Prozent auf 983,85 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen präsentieren sich überwiegend positiv.

In London ziehen Papiere von Diageo ein knappes Prozent an. Der weltgrößte Spirituosenhersteller musste im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen, traf dabei die Erwartungen der Analysten aber exakt. Ferner überzeugte der gegebene Ausblick. Die beiden Ölwerte BP und Royal Dutch Shell profitieren vom jüngsten Ölpreisanstieg und gewinnen jeweils mehr als 1 Prozent.

An der Pariser Börse schieben sich außerdem TOTAL um 1,8 Prozent vor. Aktien von Crédit Agricole gewinnen aktuell 1,6 Prozent. Die zweitgrößte Bankgesellschaft in Frankreich verbuchte im zweiten Quartal einen Gewinnanstieg und hat die Erwartungen übertroffen. Leicht grüne Vorzeichen sind außerdem bei SUEZ und Carrefour auszumachen. Beide Konzerne legten heute überzeugende Zahlen auf den Tisch.

Ahold-Titel springen in Amsterdam um über 3 Prozent. Der Einzelhandelskonzern verbuchte im zweiten Quartal dank positiver Einmaleffekte aus dem nicht weitergeführten Geschäft einen deutlichen Ergebnisanstieg und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm an. Anteilsscheine des belgischen Brauereikonzerns InBev, der im zweiten Quartal dank eines deutlich gestiegenen Bierabsatzvolumens einen Ergebnisanstieg verbuchte, steigen in Brüssel um mehr als 3 Prozent.

Indexstände (14:05 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 4.204,84 (+0,27 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.676,98 (+0,02 Prozent)

EURONEXT 100: 983,85 (+0,44 Prozent)

FTSE 100 (London): 6.149,20 (+0,28 Prozent)

CAC40 (Paris): 5.543,07 (+0,42 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 39.502,00 (+0,03 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 14.205,10 (+0,15 Prozent)

SMI (Zürich): 8.716,27 (-0,13 Prozent)

ATX (Wien): 4.494,29 (+0,25 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die britische Diageo plc , der größte Spirituosenhersteller der Welt, meldete am Donnerstag, dass ihr Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 22 Prozent gesunken ist, was auf einen Einmalertrag im Vorjahr aus dem Verkauf der General Mills-Beteiligung sowie auf eine höhere Steuerrate zurückzuführen ist. Damit wurden die Erwartungen der Analysten exakt getroffen. Der operative Gewinn stieg um 5,6 Prozent. Der Nettoumsatz legte um 3 Prozent zu.

Der französische Einzelhandelskonzern Carrefour S.A. (ISIN FR0000120172/ WKN 852362) verbuchte im ersten Halbjahr dank der starken operativen Entwicklung in Asien und Lateinamerika einen Ergebnisanstieg. Wie der weltweit drittgrößte Einzelhandelskonzern heute erklärte, stieg der Gesamtumsatz im ersten Halbjahr um 5,5 Prozent. Der operative Gewinn verbesserte sich leicht. Der Nettogewinn stieg um 3 Prozent. Außerdem kündigte Carrefour einen Börsengang der Immobiliensparte unter der Bezeichnung Carrefour Property für das Jahr 2008 an.

Die Crédit Agricole S.A. (ISIN FR0000045072/ WKN 982285), die zweitgrößte Bankgesellschaft in Frankreich, verbuchte im zweiten Quartal einen Gewinnanstieg. Wie das Kreditinstitut heute erklärte, stieg der operative Gewinn im Berichtszeitraum um 3,5 Prozent. Inklusive der Berücksichtigung von Risikorückstellungen für faule Kredite verbesserte sich der operative Gewinn moderat. Unter dem Strich verbesserte sich der Nettogewinn nach Anteilen Dritter ebenfalls moderat.

Der französische Energieversorger SUEZ S.A. (ISIN FR0000120529/ WKN 852491) verbuchte im ersten Halbjahr einen Umsatz- und Ergebnisanstieg und bekräftigte im Anschluss die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Konzernumsatz im Berichtszeitraum um rund 6 Prozent. Der Nettogewinn verringerte sich im Vorjahresvergleich um 13 Prozent, wobei man im Berichtszeitraum weniger positive Einmaleffekte aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften als noch im Vorjahreszeitraum verbuchen konnte. Für das laufende Fiskaljahr erwartet SUEZ nach wie vor einen Anstieg beim operativen Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft von mehr als 15 Prozent.

Die niederländische Ahold N.V. (ISIN NL0000331817/ WKN 851287) verbuchte im zweiten Quartal dank positiver Einmaleffekte aus dem nicht weitergeführten Geschäft einen deutlichen Ergebnisanstieg. Wie der weltweit viertgrößte Einzelhandelskonzern heute erklärte, stieg der Konzernumsatz im Berichtszeitraum leicht. Beim operativen Gewinn wurde ein leichter Rückgang ausgewiesen, während das Vorsteuerergebnis dank eines verbesserten Finanzergebnisses etwas zulegen konnte. Der Nettogewinn lag dank eines Einmaleffektes deutlich über dem Vorjahresergebnis.

Die belgische InBev S.A. (ISIN BE0003793107/ WKN 590932), der größte Brauereikonzern der Welt, verbuchte im zweiten Quartal dank eines deutlich gestiegenen Bierabsatzvolumens einen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärt, stieg der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum um 10 Prozent. Der Nettogewinn verbesserte sich dabei um 20 Prozent. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern eine weiterhin positive Ergebnisnetwicklung. Im Anschluss kündigte der Konzern außerdem ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 300 Mio. Euro bis Ende 2008 an.

Der spanische Tabakkonzern Altadis S.A. (ISIN ES0177040013/ WKN 869199) verbuchte im ersten Halbjahr dank der gestiegenen Profitabilität in den einzelnen Kerngeschäftsfeldern einen deutlichen Ergebnisanstieg. Beim Nettoergebnis verzeichnete Altadis einen Anstieg um 27 Prozent. Beim Konzernumsatz verbuchte Altadis hingegen einen leichten Rückgang. Derzeit bemüht sich der britische Konkurrent Imperial Tobacco Group plc (ISIN GB0004544929/ WKN 903000) um die Übernahme des spanischen Tabakkonzerns. (30.08.2007/ac/n/m)

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