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21.11.2008 14:02

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Börsen in Europa: Leichte Verluste, Finanz- und Minenwerte in London gesucht


Paris (aktiencheck.de AG) - Nach einem freundlichen Auftakt liegen die europäischen Börsen zur Tagesmitte hin im Minus. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 verliert zur Stunde 0,19 Prozent auf 2.221,71 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt 0,30 Prozent ein auf 1.950,18 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt 0,27 Prozent ab auf notiert bei 507,40 Indexpunkten. Die europäischen Länderbörsen tendieren uneinheitlich.

Bankenwerte können in London deutlich zulegen. Positiv gewertet wird ein Pressebericht, demzufolge die amerikanische Citigroup in Betracht zieht, Konzernteile zum Verkauf zu stellen oder das gesamte Unternehmen zu veräußern. So gewinnen unter anderem Barclays 5,8 Prozent, RBS 4,1 Prozent und Lloyds 2,4 Prozent. Minenwerte sind ebenfalls gesucht. Zweistellige Kursgewinne fahren Vedanta und Antofagasta ein. BHP Billiton, Anglo American und Xstrata steigen um jeweils rund 8 Prozent.

Die beiden Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse ziehen in Zürich um 3,4 bzw. um 6,4 Prozent an. Bei Zurich Financial ist ein Plus von 1,5 Prozent auszumachen. Der Versicherungskonzern gab heute bekannt, dass er die Übernahme des restlichen 34-prozentigen Minderheitsanteils an der Zurich Retail Insurance abgeschlossen hat. Swiss Life liegen dagegen mit 3 Prozent im Minus. Der Konzern teilte zuvor mit, den Kauf der Beteiligung von 24,3 Prozent an MLP abgewickelt zu haben. Die beiden Pharmaschwergewichte Roche und Novartis fallen um jeweils mehr als 5 Prozent zurück.

In Paris geht es für Crédit Agricole um 3,5 Prozent nach oben. BNP Paribas um Société Générale geben dagegen leicht ab.

Indexstände (13:54 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.221,71 (-0,19 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 1.950,18 (-0,30 Prozent)

EURONEXT 100: 507,40 (-0,27 Prozent)

FTSE 100 (London): 3.896,13 (+0,55 Prozent)

CAC40 (Paris): 2.961,21 (-0,64 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 19.032,00 (-0,48 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 8.132,40 (+1,80 Prozent)

SMI (Zürich): 5.196,40 (-2,07 Prozent)

ATX (Wien): 1.569,62 (+0,46 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die Swiss Life Holding AG meldete heute, dass sie nach Vorliegen aller Bewilligungen den Kauf der Beteiligung von 24,32 Prozent an der MLP AG (ISIN DE0006569908/ WKN 656990) am 20. November abgewickelt hat. Der Kaufpreis wurde auf 307 Mio. Euro zuzüglich Kosten und Gebühren beziffert. Gleichzeitig kündigte MLP heute an, mit sofortiger Wirkung die aktive Vermittlung von Vorsorgeprodukten der Swiss Life-Gruppe auszusetzen.

Der schweizerische Versicherungskonzern Zurich Financial Services (ISIN CH0011075394/ WKN 579919) gab heute bekannt, dass er die Übernahme des restlichen 34-prozentigen Minderheitsanteils an der OOO NASTA Insurance Company (NASTA) abgeschlossen hat, die Ende 2007 in Zurich Retail Insurance Ltd. umbenannt wurde. Der Kaufpreis liege bei rund 205 Mio. Dollar. Die Zurich Retail Insurance Ltd. ist damit der größte ausländische Schadensversicherer, der im russischen Markt unter seinem internationalen Markennamen operiert, hieß es.

Die österreichische Rosenbauer International AG (ISIN AT0000922554/ WKN 892502), ein Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen und Feuerwehrausrüstung, meldete heute, dass sie Umsatz und Ergebnis in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres deutlich gesteigert hat. So stieg der Konzernumsatz gegenüber den ersten drei Quartalen 2007 um 16 Prozent. Auf Basis der guten Ergebnisse der ersten sechs Monate konnte das operative Ergebnis (EBIT) im Berichtszeitraum um 43 Prozent zulegen. Das Management bestätigt die Erwartungen des Jahres 2008 und rechnet demnach weiterhin mit einem Anstieg von Konzernumsatz und EBIT um rund 15 Prozent. Damit wird erstmals ein Konzernumsatz von rund 500 Mio. Euro erwartet.

Der österreichische Kunststoffhersteller Semperit AG Holding (ISIN AT0000785555/ WKN 870378) meldete heute, dass die im dritten Quartal bereits spürbare Abschwächung der Weltwirtschaft und die weiteren signifikanten Teuerungen im Rohstoffsektor die Rahmenbedingungen für die Gruppe deutlich verschärft haben. Trotzdem habe man den Umsatz erneut steigern können. Die Ertragslage sei im dritten Quartal vor allem von den hohen Rohstoffkosten belastet gewesen. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 1,4 Prozent, wobei im dritten Quartal aufgrund der rapiden Teuerungen bei Rohmaterialien allerdings ein EBIT-Rückgang gegenüber dem Vorjahr zu verbuchen war.

Der niederländische Technologiekonzern Philips Electronics N.V. (ISIN NL0000009538/ WKN 940602) meldete heute, dass er die indische Meditronics, einen Hersteller von medizinischen Röntgensystemen, übernehmen wird. Finanzielle Einzelheiten der Übernahme wurden nicht genannt. Die Transaktion wird voraussichtlich im vierten Quartal 2008 abgeschlossen sein, hieß es. Den Angaben zufolge beschäftigt das Unternehmen mit Sitz in Mumbai rund 150 Mitarbeiter.

Der niederländische Allfinanzkonzern ING Groep N.V. (ISIN NL0000303600/ WKN 881111) hat sich im Streit um überhöhte Gebühren mit den betroffenen Kunden geeinigt. Unternehmensangaben von heute zufolge erhalten niederländische Kunden, denen überhöhte Versicherungsprämien berechnet wurden, einen Ausgleich. Dies kostet den Konzern 365 Mio. Euro, jedoch erwartet er hieraus keine Auswirkungen auf das Ergebnis im Schlussquartal 2008. (21.11.2008/ac/n/m)

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