Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen liegen zur Tagesmitte hin im Minus. Der
Dow Jones Euro Stoxx 50 verliert aktuell 0,33 Prozent auf 2.442,33 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt daneben 0,61 Prozent ein auf 2.076,88 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verzeichnet einen Abschlag von 0,38 Prozent auf 544,76 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen melden gemischte Vorzeichen.
In Paris brechen Papiere der Großbank BNP Paribas um über 16 Prozent ein. Wie zuvor bekannt wurde, hat das Finanzinstitut in den ersten elf Monaten angesichts der widrigen Rahmenbedingungen an den internationalen Finanzmärkten in der Sparte Corporate and Investment Banking einen hohen Verlust eingefahren. Kursabschläge von jeweils mehr als 4 Prozent verbuchen daneben Société Générale und Crédit Agricole. Dexia fallen um fast 6 Prozent zurück. Nach der jüngsten Umsatz- und Ergebniswarnung des japanischen Autobauers Honda verlieren außerdem Renault 3,2 Prozent und Peugeot 5,2 Prozent.
In London verlieren HSBC mehr als 5 Prozent, HBOS knapp 3 Prozent und Lloyds 1,5 Prozent. Gewinne sind dagegen bei Barclays und RBS auszumachen. Anglo American legen 1,7 Prozent zu. Der Minenkonzern hat heute sein Investitionsbudget für 2009 deutlich nach unten revidiert. Gesucht sind unter anderem auch Antofagasta, BHP Billiton und Rio Tinto.
In Zürich springen Julius Bär um annähernd 6 Prozent. Deutlich fester zeigen sich aber auch Credit Suisse und UBS.
Indexstände (12:42 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.442,33 (-0,33 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 2.076,88 (-0,61 Prozent)
EURONEXT 100: 544,76 (-0,38 Prozent)
FTSE 100 (London): 4.329,01 (+0,46 Prozent)
CAC40 (Paris): 3.230,28 (-0,66 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 19.180,00 (-0,63 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 9.184,80 (+0,19 Prozent)
SMI (Zürich): 5.599,16 (+0,58 Prozent)
ATX (Wien): 1.743,12 (+0,02 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die französische Großbank BNP Paribas S.A. musste angesichts der widrigen Rahmenbedingungen an den internationalen Finanzmärkten in der Sparte Corporate and Investment Banking einen hohen Verlust ausweisen. Wie aus einer am Dienstagabend veröffentlichen Pressemitteilung der französischen Großbank hervorgeht, habe die Konzernsparte in den ersten elf Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Vorsteuerverlust von rund 710 Mio. Euro verbuchen müssen. Dabei musste die Großbank unter anderem einen Vorsteuerverlust in Höhe von 350 Mio. Euro in Zusammenhang mit dem Skandal um den US-Betrüger Madoff ausweisen. Im Anschluss kündigte BNP Paribas verschiedene Maßnahmenpakete an. Unter anderem will man die weltweite Belegschaft der Konzernsparte um rund 5 Prozent kürzen.
Der Minenkonzern Anglo American plc (ISIN GB0004901517/ WKN 922169) hat sein Investitionsbudget für 2009 deutlich nach unten revidiert. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, sind für das kommende Jahr Investitionen im Gesamtwert von rund 4,5 Mrd. Dollar vorgesehen, was mehr als 50 Prozent unter dem ursprünglich für diese Periode veranschlagten Betrag liegt. Dabei will Anglo American vor allem einzelne Großprojekte verschieben, die auf die Erschließung neuer Lagerstätten abzielen.
Der niederländische Chemiekonzern Akzo Nobel N.V. (ISIN NL0000009132/ WKN 914188) gab heute bekannt, dass er seine Beteiligung an dem japanischen Joint Venture Kayaku Akzo Co. Ltd (KAC) erhöht hat. Den Angaben zufolge hat Akzo Nobel seinen Anteil an KAC auf 75 Prozent aufgestockt. Die Beteiligung des Joint Venture-Partners Nippon Kayaku reduziert sich damit auf 25 Prozent. (17.12.2008/ac/n/m)