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03.02.2011 20:51

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Börsen in Europa-Schluss: Ägypten belastet weiter, GlaxoSmithKline gesucht

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen mussten am Donnerstag mit Verlusten aus Handel gehen. Positive Konjunkturdaten aus den USA konnten die negativen Auswirkungen der unklaren Lage in Ägypten nicht ausgleichen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor heute 0,57 Prozent auf 2.995,49 Punkte. Der Dow Jones STOXX 50 schloss bei 2.711,09 Punkten kaum verändert. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 fiel um 0,54 Prozent zurück auf 723,07 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendierten mehrheitlich im Minus.

Der Geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank beschloss auf seiner heutigen turnusmäßigen Sitzung, das Zinsniveau unverändert zu lassen. Der zentrale 2-Wochen-Refi-Mindestbietungssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken refinanzieren, bleibt damit bei 1,00 Prozent. Marktbeobachter hatten diese Entscheidung bereits im Vorfeld erwartet, da EZB-Chef Jean-Claude Trichet bei der vergangenen Sitzung das Zinsniveau noch als angemessen bezeichnet hatte.

Die spanischen Außenhandelspreise sind im Dezember 2010 mit beschleunigtem Tempo angestiegen. Dies teilte die nationale Statistikbehörde INE in Madrid mit. Demnach kletterten die Exportpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,6 Prozent, nach einem Plus von 5,7 Prozent im November. Gleichzeitig zogen die Importpreise um 10,4 Prozent an, während sie im November um 9,2 Prozent geklettert waren. Nach Ansicht des ifo Instituts ist der beschlossene Euro-Rettungsschirm für Irland, Portugal und Spanien nicht zu klein, wie häufig behauptet wird. Eine Aufstockung des Euro-Rettungsschirms sei vor diesem Hintergrund nicht nötig. Die Aktie von Banco Santander (Banco Santander Central Hispano) fiel im IBEX 35 um 1,7 Prozent zurück. Die größte Bankgesellschaft in Spanien meldete heute, dass ihr Gewinn im vierten Quartal leicht gesunken ist, was auf gestiegene Rückstellungen für Kreditausfälle und einen Gewinnrückgang im Heimatmarkt zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. Am Ende des IBEX 35 brachen Anteile von ACS um fast 10 Prozent ein. Der Baukonzern hat nach dem Ablauf der Frist für das freiwillige Übernahmeangebot die 30-Prozent-Schwelle an HOCHTIEF überschritten. In Paris waren Aktien von Renault gefragt und konnten mit +2,5 Prozent den CAC 40 anführen. Am Ende des Index standen Société Générale mit einem Minus von fast 3 Prozent.

Im FTSE 100 konnten Aggreko mit +4,9 Prozent die größten Zugewinne verzeichnen. Dahinter folgten GlaxoSmithKline mit einem Plus von rund 3,6 Prozent. Der Pharmakonzern musste im vierten Quartal angesichts negativer Einmaleffekte einen Verlust ausweisen. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis nach Anteilen Dritter ein Verlust von 690 Mio. GBP verzeichnet, nach einem Nettogewinn von 1,67 Mrd. GBP im Vorjahreszeitraum. Um Einmaleffekte bereinigt wurde im Berichtsquartal ein Gewinn von 28,2 Pence je Aktie erzielt. An dritter Stelle gewannen Aktien der BT Group 3,6 Prozent an Wert. Die größte Telefongesellschaft in Großbritannien konnte im dritten Quartal nahezu eine Gewinnverdopplung verbuchen, was mit deutlich mehr Breitband-Kunden zusammenhängt. Der Umsatz sank allerdings um 3 Prozent. Am Ende des FTSE 100 standen Papiere von Royal Dutch Shell (Royal Dutch Shell Grou a), die um 3,3 Prozent zurückfielen. Der Ölkonzern hat im vierten Quartal zwar einen deutlichen Gewinnzuwachs erzielt, was mit höheren Ölpreisen zusammenhängt, die Erwartungen wurden jedoch verfehlt. Der Mobilfunkbetreiber Vodafone gab heute bekannt, dass er seinen Umsatz im dritten Quartal um 3 Prozent steigern konnte. Für das Geschäftsjahr 2011 rechnet der Konzern weiterhin mit einem bereinigten operativen Gewinn von 11,8 bis 12,2 Mrd. GBP, wobei nun ein Gewinn am oberen Ende der Planspanne erwartet wird. Anteile von Vodafone gaben 0,1 Prozent ab. Papiere von Unilever verlor unterdessen 1,1 Prozent an Wert. Der Konzern konnte seinen Gewinn im vierten Quartal um 15 Prozent steigern, was mit einer stärkeren Nachfrage nach seinen Produkten zusammenhängt. Ferner belief sich der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen auf 1,04 Mrd. Euro, während Analysten im Vorfeld lediglich von einem Gewinn von 883 Mio. Euro ausgegangen waren.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.995,49 (-0,57 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.711,09 (+0,00 Prozent) EURONEXT 100: 723,07 (-0,54 Prozent) FTSE 100 (London): 5.983,34 (-0,28 Prozent) CAC40 (Paris): 4.036,59 (-0,74 Prozent) MIB (Mailand): 22.443,86 (-0,93 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.860,70 (-1,36 Prozent) SMI (Zürich): 6.544,91 (-0,13 Prozent) ATX (Wien): 2.931,25 (-0,25 Prozent) (03.02.2011/ac/n/m)

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