03.12.2012 19:52
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Börsen in Europa Schluss: Auch am Ende in der Gewinnzone

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes schlossen am Montag in der Gewinnzone, jedoch wurden die Tagesgewinne bis zum Ende etwas reduziert. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewann 0,28 Prozent auf 2.582,36 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legte um 0,11 Prozent zu auf 2.554,72 Zähler. Die europäischen Länderbörsen wiesen Aufschläge aus.

Die Ratingagentur Moody´s hat die Spitzenbonität der beiden Rettungsschirme ESM und EFSF herabgestuft. Wie aus einer am Freitagabend veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wurde die Bonitätseinstufung von ESM und EFSF von "Aaa" auf "Aa1" gesenkt. Der Ausblick für beide Rettungsschirme wurde mit "negativ" angegeben, was eine weitere Abstufung wahrscheinlich macht.

Cable & Wireless Communications (CWC) (CableWireless Communications) legten in Großbritannien im breiten Markt um 1,2 Prozent zu. Der Telekommunikationskonzern teilte mit, dass er den größten Teil seiner Monaco & Islands Division an die staatliche bahrainische Telekommunikationsgesellschaft Batelco Group verkaufen wird. So erwirbt Batelco für 680 Mio. US-Dollar die gesamten Anteile an den Cable & Wireless-Assets auf den Malediven, den Kanalinseln und der Isle of Man, den Seychellen, im Südatlantik und auf Diego Garcia sowie eine 25 Prozent-Beteiligung an der Compagnie Monagesque de Communications SAM (CMC), die wiederum CWCs 55 Prozent-Anteil an Monaco Telecom hält. Zudem haben beide Seiten Put- und Call-Vereinbarungen bezüglich der Übernahme der restlichen 75 Prozent an CMC getroffen. Damit kann Batelco für weitere 345 Mio. US-Dollar eine Mehrheitsbeteiligung an Monaco Telecom erwerben. Diese Optionen können innerhalb von zwölf Monaten ausgeübt werden. Im Falle einer Ausübung würde sich das Gesamtvolumen für die komplette Monaco & Islands Division auf 1,025 Mrd. US-Dollar belaufen. Im FTSE 100 wurde die Gewinnerliste am Ende von Melrose Industries mit einem Plus von 2,9 Prozent angeführt, während Hargreaves Lansdowon am Indexende 2,7 Prozent einbüßten

Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS bestätigte derweil im Zusammenhang mit jüngsten Presseberichten und Spekulationen, dass Hauptaktionäre mögliche Veränderungen der Aktionärsstruktur und der Corporate Governance diskutieren. Dabei beteiligt sich das Unternehmen aktiv an diesen Gesprächen, wo nötig mit Unterstützung des Board of Directors, um die Interessen aller Stakeholder, einschließlich Aktionären, Kunden und Mitarbeitern, entsprechend zu vertreten. Über das Ergebnis der Verhandlungen besteht jedoch keine Sicherheit. Die Aktie flog um 2,1 Prozent vor. Besser lief es im CAC 40 nur noch für Alcatel-Lucent mit einem Zugewinn von 2,3 Prozent. Der Titel profitierte von einem positiven Analystenkommentar, während die rote Laterne von STMicroelectronics mit einem Wertverlust von 1,6 Prozent getragen wurde.

Bereits am Samstag gab es eine Nachricht aus der Schweiz. Der Nahrungsmittelhersteller Nestlé hat die Übernahme von Pfizer Nutrition, einer Sparte des US-Pharmakonzerns Pfizer , mit der erfolgreichen Beendigung der behördlichen Prüfungsverfahren in den meisten Märkten am 30. November 2012 abgeschlossen. Demnach ist der Prozess zur Integration von Pfizer Nutrition innerhalb von Nestlé Nutrition angelaufen, und rund 4.500 Angestellte von Pfizer Nutrition werden in die Nestlé-Gruppe eintreten. Nestlé verteuerten sich um 0,2 Prozent. Am Indexende lag Actelion mit einem Minus von 0,4 Prozent. Vorne legten derweil SGS um 1,2 Prozent zu.

Rosenbauer International (Rosenbauer) expandiert im Ausland. So wurde ein Vertrag zur Übernahme von 90 Prozent der Anteile an dem slowenischen Feuerwehrfahrzeughersteller Mettis International d.o.o. geschlossen. Das slowenische Unternehmen fertigt in Gornja Radgona (Oberradkersburg) Feuerwehrfahrzeuge für die lokalen Märkte, Aufbauten für Sonderfahrzeuge und Mannschaftskabinen für Löschfahrzeuge. Mit rund 60 Mitarbeitern erzielte Mettis im Jahr 2011 einen Umsatz von 6,4 Mio. Euro. Die Aktien des Feuerwehr-Ausrüsters fielen im breiten Markt um 1,6 Prozent.

Nokia Siemens Networks (NSN), ein Joint Venture der finnischen Nokia und des Industriekonzerns Siemens , hat sich im Rahmen der weiteren Fokussierung auf das Kerngeschäft von einem weiteren Unternehmensbereich getrennt. So verkauft man die Glasfasersparte Optical Networks an den Finanzinvestor Marlin Equity Partners. Die Sparte soll künftig als eigenständiges Unternehmen mit Sitz in München operieren. Die neue Gesellschaft mit Aktivitäten auf der ganzen Welt wird weiterhin vom bestehenden Management-Team geführt werden, wobei Herbert Merz als CEO fungieren wird. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion, die im ersten Quartal 2013 abgeschlossen werden dürfte, wurden nicht genannt. Nokia schlossen 2,0 Prozent schwächer.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.582,36 (+0,28 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.554,72 (+0,11 Prozent) FTSE 100 (London): 5.871,24 (+0,08 Prozent) CAC40 (Paris): 3.566,59 (+0,26 Prozent) MIB (Mailand): 15.876,06 (+0,43 Prozent) SMI (Zürich): 6.838,70 (+0,27 Prozent) ATX (Wien): 2.304,40 (+0,10 Prozent) (03.12.2012/ac/n/m)

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