Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen mussten am Donnerstag mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel gehen. Neben den gestrigen schlechten Wirtschaftsdaten aus den USA belastete auch die Abstufung Griechenlands durch die Rating-Agentur Moody's. In der Schweiz und in Österreich wurde feiertagsbedingt nicht gehandelt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 1,59 Prozent auf 2.782,57 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gab um 1,54 Prozent nach auf 2.563,25 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verschlechterte sich um 1,66 Prozent auf 695,52 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendierten mehrheitlich im Minus.
Die amerikanische Rating-Agentur Moody's hat gestern die Bonität griechischer Staatsanleihen erneut heruntergestuft und eine weitere Herabstufung angedroht. Den Angaben zufolge hat die Rating-Agentur demnach ihre Einschätzung für Griechenland von "B1" auf "Caa1" gesenkt. Moody's verwies in diesem Zusammenhang auf das erhöhte Risiko, dass Athen seine Finanzkrise nicht ohne eine Umschuldung bewältigen könne. Laut der Rating-Agentur steigt darüber hinaus die Wahrscheinlichkeit, dass EU-Kommission, EZB und IWF die Freigabe ihrer Finanzhilfen an die Bedingung knüpfen könnten, dass private Kreditgeber sich an der Umschuldung beteiligen.
In Großbritannien standen die Aktien von Kingfisher mit einem Abschlag von 1 Prozent unter Druck. Die größte Baumarktkette in Europa veröffentlichte ihr Trading Update für das erste Quartal. Dabei konnten zwar Umsatz und Ergebnis gesteigert werden, allerdings erwartet man insgesamt ein schwieriges Jahr 2011. So stieg der Konzernumsatz in den 13 Wochen zum 30. April 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozent auf 2,73 Mrd. Britische Pfund (GBP). Der Gewinn (Retail Profit) erhöhte sich um 19,1 Prozent auf 174 Mio. GBP. Allerdings bleibt das Management bei seiner Einschätzung, dass 2011 aller Voraussicht nach ein hartes Jahr für alle Einzelhändler werden wird, vor allem in Großbritannien. Indes verschlechterten sich Johnson Matthey um 3,3 Prozent, nachdem der Katalysatoren-Hersteller verlautbarte, dass man den Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr steigern konnte. Dabei profitierte man von einem deutlichen Umsatzwachstum. Zudem wurde die Dividende um 18 Prozent erhöht. Auch beim Ausblick auf das laufende Jahr gab man sich zuversichtlich. Der Nettogewinn belief sich auf 182,3 Mio. GBP, nach 164,2 Mio. GBP im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 27 Prozent auf 9,98 Mrd. GBP zu. Auf Platz eins der Gewinnerliste konnten sich Serco Group mit einem Aufschlag von 4,4 Prozent setzen, während die rote Laterne von ARM Holdings mit einem Verlust von 3,4 Prozent gehalten wurde.
In Frankreich gaben im CAC 40 alle Titel nach. Größter Verlierer war Alcatel-Lucent. Das Papier verbilligte sich als schwächster Wert um 3,9 Prozent.
Nokia (Nokia) hat gestern Marktspekulationen zurückgewiesen, wonach der amerikanische Software-Konzern Microsoft an einer Übernahme der Finnen interessiert sein könnte. Die Aktie des Mobiltelefonherstellers verschlechterte sich um 3,4 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.782,57 (-1,59 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.563,25 (-1,54 Prozent) EURONEXT 100: 695,52 (-1,66 Prozent) FTSE 100 (London): 5.847,92 (-1,36 Prozent) CAC40 (Paris): 3.889,87 (-1,89 Prozent) MIB (Mailand): 20.700,93 (-0,79 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.261,00 (-0,76 Prozent) SMI (Zürich): 6.496,47 ATX (Wien): 2.776,75 (02.06.2011/ac/n/m)