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14.04.2011 19:53

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Börsen in Europa-Schluss: Deutliche Abschläge, Reckitt Benckiser brechen ein

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Paris (aktiencheck.de AG) - An den wichtigsten europäischen Börsen herrschten am Donnerstag klar rote Vorzeichen vor. Dabei drückten auch Sorgen um die Inflationsentwicklung in China auf die Stimmung der Investoren. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 1,09 Prozent auf 2.917,72 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gab um 0,50 Prozent nach auf 2.602,66 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verschlechterte sich um 0,85 Prozent auf 708,96 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendierten ebenfalls im Minus.

In Frankreich verteuerten sich die Titel von Danone (Groupe Danone) um 2 Prozent. Der Lebensmittelhersteller legte die Umsatzzahlen für das erste Quartal vor. So lag der konsolidierte Konzernumsatz in den ersten drei Monaten des laufenden Fiskaljahres mit knapp 4,76 Mrd. Euro um 19,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Ohne die Berücksichtigung von Wechselkursveränderungen und Veränderungen im Konsolidierungskreis wurde im ersten Quartal auf vergleichbarer Basis ein Umsatzplus von 8,5 Prozent ausgewiesen. Für das laufende Fiskaljahr geht Danone nach wie vor von einem vergleichbaren Umsatzplus von 6 bis 8 Prozent aus. Spitzenreiter im CAC 40 war jedoch Alcatel-Lucent mit Zugewinnen von 2,5 Prozent. Am Indexende verbilligten sich derweil Natixis um 2,7 Prozent.

Das britische Verbrauchervertrauen hat sich im März 2011 nach Angaben der Nationwide Building Society verbessert. So erhöhte sich der Index des Verbrauchervertrauens auf 44 Punkte, während Volkswirte lediglich einen Anstieg auf 40 Punkte prognostiziert hatten. Im Vormonat war ein Indexstand von revidiert 39 (vorläufig: 38) Punkten ausgewiesen worden. BP gaben um 0,9 Prozent nach. Der Ölkonzern und sein russischer Konkurrent Rosneft (Rosneft Oil Company) setzen weiter auf eine enge Kooperation und haben deshalb die Frist für den geplanten Aktientausch verlängert. So läuft die Frist nun bis zum 16. Mai, nachdem sie eigentlich am heutigen Donnerstag ablaufen wäre. Deutlich unter Druck standen im FTSE 100 die Titel des Reinigungsmittelherstellers Reckitt Benckiser (Reckitt Benckiser Group), nachdem man einen überraschenden Wechsel an der Führungsspitze des Konzerns bekannt gegeben hat. So wird Bart Becht von seinen Ämtern als President und CEO zurücktreten und in den Ruhestand gehen. Zum Nachfolger von Becht an der Führungsspitze des Konzerns wurde Rakesh Kapoor bestellt, der das Amt des CEO am 1. September dieses Jahres übernehmen wird. Becht werde bis September 2012 als Berater zur Verfügung stehen, um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten. Der Anteilsschein brach als schwächster Wert im FTSE 100 um 7,5 Prozent ein. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich gleichzeitig die Papiere von Rolls-Royce und Resolution mit einem Zugewinn von 1,5 Prozent wieder.

Die Konjunkturerwartungen für die Schweiz haben sich im April 2011 klar verbessert. Dies geht aus dem Finanzmarkttest hervor, den das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Zusammenarbeit mit Credit Suisse erhebt. Der ZEW-CS-Indikator wuchs um 22,3 Punkte auf jetzt 8,8 Punkte. Gleichzeitig schätzen die befragten Finanzmarktexperten die aktuelle wirtschaftliche Lage in der Schweiz schlechter ein als noch im Vormonat. Der entsprechende Index geht um 5,8 Punkte zurück auf 61,8 Punkte, liegt damit aber nach wie vor auf hohem Niveau. Roche gaben im SMI um 0,2 Prozent nach. Der Pharmakonzern musste im ersten Quartal 2011 einen Umsatzrückgang verbuchen. So wurden 11,12 Mrd. Schweizer Franken (CHF) umgesetzt, nach 12,42 Mrd. CHF im Vorjahresquartal. Bereinigt um die Einbußen beim Grippemittel Tamiflu schrumpfte der Umsatz in CHF um 7 Prozent, kletterte hingegen in Lokalwährungen um 2 Prozent. Zudem hat der Konzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr bekräftigt. Derweil hat Julius Bär (Julius Baer Gruppe) ein drohendes Verfahren mit den deutschen Steuerbehörden abgewendet. Dabei hat die Bank sich mit den deutschen Behörden auf eine einmalige Zahlung von 50 Mio. Euro geeinigt. Der Titel verbilligte sich um 0,8 Prozent. Als schwächster Titel im SMI verloren Lonza 2,1 Prozent, während an der Indexspitze Nestlé um 1,3 Prozent zulegten.

Der österreichische Industriekonzern Semperit kündigte heute einen Wechsel an der Führungsspitze an. Demnach scheidet der langjährige Vorstandsvorsitzende Rainer Zellner mit dem heutigen Tag aus dem Vorstand aus. Dipl.-BW Thomas Fahnemann wurde zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt. Zugleich wurde Dr. Johannes Schmidt-Schultes per 15.4.2011 zum Vorstand für Finanzen der bestellt. Die Aktie von Semperit gewann als Spitzenreiter im ATX 1,6 Prozent. Schlusslicht war Zumtobel mit einem Minus von 2,7 Prozent.

In Irland meldete sich die Bank of Ireland mit Zahlen zum abgelaufenen Fiskaljahr zu Wort. So lag der Nettoverlust im Fiskaljahr 2010 mit 609 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 1,76 Mrd. Euro. Bereinigt um Einmaleffekte wurde 2010 ein Nettoverlust von 3,46 Mrd. Euro ausgewiesen, nach 3,29 Mrd. Euro im Vorjahr. Die Wertberichtigungen bei faulen Krediten konnten im Vorjahresvergleich um 34 Prozent auf 1,89 Mrd. Euro zurückgeführt werden.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.917,72 (-1,09 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.602,66 (-0,50 Prozent) EURONEXT 100: 708,96 (-0,85 Prozent) FTSE 100 (London): 5.963,80 (-0,78 Prozent) CAC40 (Paris): 3.970,39 (-0,89 Prozent) MIB (Mailand): 21.833,72 (-1,19 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.622,70 (-1,51 Prozent) SMI (Zürich): 6.357,03 (-0,11 Prozent) ATX (Wien): 2.843,68 (-1,10 Prozent) (14.04.2011/ac/n/m)

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