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05.10.2011 19:39

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Börsen in Europa Schluss: Deutliche Aufschläge, Ratingabstufung Italiens kann gute Stimmung nicht trüben

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die Intraday-Erholung an der Wall Street am Vorabend sorgt bei den europäischen Indizes zur Wochenmitte für kräftige Aufschläge. Stützend wirkten zudem Aussagen von Antonio Borges, dem Europa-Präsidenten des Internationalen Währungsfonds (IWF). Demnach werde der IWF, wenn nötig, italienische und spanische Staatsanleihen kaufen. Die Ratingabstufung Italiens durch Moody's konnte die gute Stimmung nicht trüben. Der Dow Jones EURO STOXX 50 schloss mit einem kräftigen Aufschlag von 4,22 Prozent bei 2.179,42 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbesserte sich um 2,89 Prozent auf 2.150,89 Zähler.

Auch die europäischen Länderbörsen verzeichneten durchweg Kursgewinne. Positiv stach dabei der österreichische ATX heraus, der einen Tagesgewinn von 5,7 Prozent verbuchte. Dagegen hinkte der Schweizer SMI mit einem Plus von 1,1 Prozent hinterher.

Das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel ist nach vorläufigen Angaben des Statistikamtes Eurostat im August 2011 gesunken. Im Vormonatsvergleich fiel der saison- und arbeitstäglich bereinigte Absatz in der Eurozone um 0,3 Prozent und in der EU27 um 0,2 Prozent. Im Juli 2011 war der Einzelhandelsindex in den beiden Gebieten hingegen um 0,2 bzw. 0,1 Prozent gestiegen. Binnen Jahresfrist sank der arbeitstäglich bereinigte Einzelhandelsumsatz in der Eurozone um 1,0 Prozent, nach einem Minus von 0,4 Prozent im Vormonat. In der gesamten Union (EU27) wurde 0,8 Prozent weniger verkauft als im August 2010, während der Absatz im Juli 2011 um 0,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen hatte.

Die Ratingagentur Moody´s hat gestern die Kreditwürdigkeit Italiens deutlich gesenkt. So wurde die Bonitätsnote des hoch verschuldeten Euro-Landes um drei Stufen von "Aa2" auf "A2" abgesenkt. Außerdem wurde die Bonitätsnote mit einem negativen Ausblick versehen. Bereits im September hatte die Ratingagentur Standard & Poor´s (S&P) die Bonitätsnote Italiens von "A+" auf "A" mit negativem Ausblick herabgestuft.

Im SMI setzten sich die Aktien von Holcim mit einem Zugewinn von 4,8 Prozent an der Indexspitze. Im roten Bereich schloss mit Nestlé (-0,5 Prozent) und Roche Holding (-0,8 Prozent) lediglich zwei SMI-Werte.

Im französischen Leitindex CAC 40 gingen ausnahmslos alle Werte mit Zugewinnen aus dem Handel. Die Spitzenposition nahm dabei die Aktie von Cap Gemini ein, die sich um 14,2 Prozent verbesserte. Papiere von Crédit Agricole gewannen 9,9 Prozent.

Das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im zweiten Quartal 2011 angewachsen. Jedoch hat National Statistics heute die vorläufigen Zahlen nach unten revidiert. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs die Wirtschaftsleistung um revidiert 0,1 (vorläufig: 0,2) Prozent, gegenüber einem Plus von revidiert 0,4 Prozent im ersten Quartal 2011.

Tesco verbesserten sich leicht um 0,4 Prozent. Der Einzelhandelskonzern konnte im ersten Halbjahr mit einem Umsatzplus aufwarten und beim Gewinn zulegen. So lag der Umsatz mit 35,53 Mrd. Britische Pfund (GBP) über dem Vorjahreswert von 32,66 Mrd. GBP. Ohne die Berücksichtigung der Umsatzsteuer lag der Umsatz um 7,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Nettogewinn stieg auf 1,38 Mrd. GBP, nach 1,18 Mrd. GBP im Vorjahreszeitraum. Für das laufende Fiskaljahr erwartet Tesco vor allem in den Industrieländern wie Großbritannien und Irland ein weiterhin schwieriges Marktumfeld, was jedoch weitestgehend durch die wachstumsstarken Emerging Markets kompensiert werden sollte. Insgesamt zeigte sich der Konzern zuversichtlich, die Konsensschätzungen der Analysten für das laufende Fiskaljahr erfüllen zu können.

J. Sainsbury (J Sainsbury) erzielte derweil im zweiten Quartal ein Umsatzwachstum. Wie die drittgrößte britische Supermarktkette im Rahmen eines Trading Statements zum ersten Halbjahr verkündete, verzeichnete man bei den Umsatzerlösen im zweiten Quartal einen Anstieg um 7,8 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Treibstoffverkäufen lag das Umsatzplus bei 4,4 Prozent. Die vergleichbaren Umsatzerlöse stiegen um 5,4 Prozent, während man ohne die Berücksichtigung von Treibstoffverkäufen ein Plus von 1,9 Prozent verzeichnete. Für das laufende Fiskaljahr rechnet man weiterhin mit einem schwierigen Marktumfeld, geht jedoch davon aus, den Wachstumskurs weiter beibehalten zu können. Der Titel rückte um 3,6 Prozent vor.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.179,42 (+4,22 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.150,89 (+2,89 Prozent) FTSE 100 (London): 5.102,17 (+3,19 Prozent) CAC40 (Paris): 2.973,90 (+4,33 Prozent) MIB (Mailand): 14.805,48 (+3,94 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.477,30 (+3,06 Prozent) SMI (Zürich): 5.504,99 (+1,11 Prozent) ATX (Wien): 1.934,12 (+5,71 Prozent) (05.10.2011/ac/n/m)

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