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14.09.2011 19:42

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Börsen in Europa-Schluss: Deutliche Zugewinne, Banken im Fokus

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Paris (aktiencheck.de AG) - Nach der positiven Entwicklung vom Vortag ging es an den wichtigsten europäischen Börsen am Mittwoch weiter nach oben. Dabei werden die Kurse durch die Hoffnung auf eine baldige Unterstützung der Eurozone von Seiten Chinas gestützt. So hoffen viele Investoren, dass China Europa mit Anleihekäufen helfen könnte. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 2,29 Prozent auf 2.083,38 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbesserte sich um 1,16 Prozent auf 2.106,76 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendierten ebenfalls im Plus.

Die Industrieproduktion in der Eurozone hat sich im Juli 2011 nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat gegenüber dem Vormonat erhöht. Auf Monatssicht kletterte die saisonbereinigte Ausbringung in der Eurozone (EZ17) um 1,0 Prozent, wogegen sie im Juni um 0,8 Prozent gefallen war. Im Vorjahresvergleich zog die arbeitstäglich bereinigte Fertigungsmenge in der Eurozone um 4,2 Prozent an, nach einem Plus von 2,6 Prozent im Vormonat. In der gesamten Europäischen Union (EU27) wuchs die Erzeugung um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat, gegenüber einem Minus von 1,2 Prozent im Juni. Binnen Jahresfrist nahm der Output um 3,6 Prozent zu, während er im Juni um 1,7 Prozent zugelegt hatte.

In Frankreich standen heute vor allem Banktitel im Blick. Die Ratingagentur Moody´s hat die Bonitätsnote von zwei führenden französischen Großbanken heruntergestuft. So wurde die langfristige Bonitätsnote der Crédit Agricole von zuletzt "Aa1" auf "Aa2" herabgestuft. Die langfristige Bonitätsnote der Société Générale wurde ebenfalls um eine Stufe von "Aa2" auf "Aa3" gesenkt, wobei der Ausblick mit "negativ" eingestuft wurde. Moody´s begründete die Herabstufung der Bonitätsnote bei der Crédit Agricole und der Société Générale vor allem mit dem hohen Griechenland-Engagement der beiden Kreditinstitute. Während Crédit Agricole um 1,2 Prozent zulegten, verschlechterten sich Société Générale am Indexende des CAC 40 um 2,9 Prozent. Bei der BNP Paribas verzichtete die Ratingagentur zunächst auf eine Veränderung der Bonitätseinstufung. Nach Einschätzung von Moody´s sei die derzeitige Kapitalausstattung der BNP Paribas ausreichend, um das Exposure bei griechischen, irischen und portugiesischen Staatsanleihen abfedern zu können. Dennoch werde eine Abstufung des langfristigen Kreditratings "Aa2" geprüft. Ferner hat BNP Paribas im Zuge der schwierigen Rahmenbedingungen an den internationalen Finanzmärkten Maßnahmen zur Risikoreduktion angekündigt. So will der Finanzkonzern risikobehaftete Aktiva im Gesamtwert von rund 70 Mrd. Euro veräußern, was einem Abbau von rund 10 Prozent der Risiko-Assets innerhalb des Konzerns entspricht. Daneben solle auch der Bedarf an US-Dollar-Liquidität im Bereich Investmentbanking in 2012 um weitere 60 Mrd. US-Dollar reduziert werden. In der ersten Jahreshälfte konnte der Bedarf an US-Dollar-Liquidität dank der Einschränkung von Aktivitäten im Segment Capital Markets um 22 Mrd. US-Dollar reduziert werden. Der Titel büßte am Indexende 3,9 Prozent an Wert ein. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich in Frankreich die Aktien von STMicro (+11,9 Prozent) und AXA (+6,9 Prozent) wieder.

Die Arbeitsmarktsituation in Großbritannien hat sich im August 2011 nach Angaben von National Statistics verschlechtert. Binnen Monatsfrist kletterte die Zahl der Antragsteller auf Arbeitslosenhilfe um 20.300 auf 1,51 Millionen. Volkswirte hatten hier im Vorfeld sogar eine Zunahme um 35.000 erwartet. Ferner stellte sich die Arbeitslosenquote auf 4,9 Prozent, nachdem sie im Vormonat bei 4,8 Prozent gestanden hatte. Grund zur Freude hatten heute in Großbritannien die Aktionäre von Next . Die zweitgrößte Bekleidungskette in Großbritannien steigerte ihren Gewinn im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres deutlich und profitierte dabei von einem Umsatzwachstum und einer Kostenkontrolle. Für 2012 geht man zudem von einer Verbesserung der Geschäftsbedingungen im Retail-Markt aus. Der Nettogewinn belief sich auf 208,6 Mio. Britische Pfund (GBP), nach 154,9 Mio. GBP im Vorjahr. Der Umsatz aus dem laufenden Geschäft erhöhte sich um 3,6 Prozent auf 1,57 Mrd. GBP. Für das laufende Geschäftsjahr geht man nun von einem Zuwachs beim EPS-Ergebnis von 7,5 bis 16,4 Prozent aus. Der Gewinn vor Steuern (ohne nicht fortgeführten Geschäftsbereich Ventura) wird bei 545 bis 590 Mio. GBP (zuvor: 520 bis 570 Mio. GBP) erwartet. Die Brand Sales sollen im Gesamtjahr um 2,0 bis 4,5 Prozent wachsen. Das Papier rückte an der Spitze des FTSE 100 um 6,3 Prozent vor. Daneben ging es für Rolls-Royce um 1,2 Prozent nach oben, nachdem der Triebwerkshersteller einen Auftrag einer indischen Werft an Land gezogen hat. So wurde man von der Cochin Shipyard mit der Lieferung von 60 Wasserstrahlantrieben (Water Jets) für eine neue Flotte von 20 schnellen Patrouillenbooten (Fast Patrol Vessels) der indischen Küstenwache beauftragt. Dabei umfasst die Order die Bereitstellung von Water Jets vom Typ Rolls-Royce Kamewa 71S3np (drei pro Boot) sowie zugehöriger Ausrüstung. Diageo , der größte Spirituosenhersteller der Welt, gab Personalveränderungen bekannt. Demnach sind die beiden Directors Lord Hollick und Paul Walker von ihren Ämtern zurücktreten. Dabei erfolgen die Rücktritte mit Wirkung der nächsten Hauptversammlung am 19. Oktober 2011. Lord Davies übernimmt dann von Lord Hollick das Amt des Senior Non-Executive Director. Ferner wurde mit der MITIE Group plc ein Outsourcing-Vertrag geschlossen. Damit wird MITIE die Betreuung (Facilities Management) der Diageo-Einrichtungen im Vereinigten Königreich (UK) und in Irland übernehmen. Die Aktie von Diageo gewann 1,8 Prozent. Am Ende des FTSE 100 standen am Abend Imperial Tobacco (-2,0 Prozent).

Eine personelle Veränderung wurde heute von Ahold gemeldet. So hat der Einzelhandelskonzern Jeff Carr mit Wirkung zum 12. November 2011 zum Executive Vice President und CFO bestellt. Wie es heißt, wird Carr, der auch ein Mitglied des Corporate Executive Board sein wird, die Nachfolge von Kimberly Ross antreten, die das Unternehmen im November verlässt und künftig als CFO des US-Kosmetikkonzerns Avon Products tätig sein wird. Carr wird bei Ahold für die Bereiche Finanzen, Immobilien und IT verantwortlich zeichnen und zudem das laufende Kostensenkungsprogramm im Volumen von 350 Mio. Euro überwachen. Carr (49) ist derzeit als Group Finance Director und Board-Mitglied beim britischen Transportunternehmen FirstGroup tätig. Der Titel von Ahold verbesserte sich um 0,1 Prozent.

Der schweizerische Erzeuger- und Importpreisindex hat sich im August 2011 nach Angaben des Bundesamts für Statistik reduziert. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank der Gesamtindex um 1,9 Prozent, während binnen Monatsfrist ein Rückgang um 1,2 Prozent ermittelt wurde. Im Einzelnen lag der Produzentenpreisindex um 1,8 Prozent unter seinem Vorjahresniveau und um 0,8 Prozent unter dem Vormonatswert. Der Index zeigt die Preisentwicklung der im Inland hergestellten Produkte. Gleichzeitig schrumpfte der Importpreisindex um 2,2 bzw. um 2,0 Prozent.

In Finnland verteuerten sich Metso um 0,3 Prozent. Der Maschinenbaukonzern hat einen weiteren Auftrag erhalten. So wurde man mit der Lieferung eines Boilers für ein Biomassekraftwerk in den USA beauftragt.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.083,38 (+2,29 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.106,76 (+1,16 Prozent) FTSE 100 (London): 5.227,02 (+1,02 Prozent) CAC40 (Paris): 2.949,14 (+1,87 Prozent) MIB (Mailand): 14.140,08 (+2,69 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.045,70 (+2,70 Prozent) SMI (Zürich): 5.417,89 (+1,10 Prozent) ATX (Wien): 1.984,61 (+0,34 Prozent) (14.09.2011/ac/n/m)

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