Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen konnten am Donnerstag mit deutlichen Zugewinnen aus dem Handel gehen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann am Ende 0,75 Prozent auf 2.606,89 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 konnte um 0,69 Prozent vorrücken auf 2.433,68 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 stieg um 0,88 Prozent auf 631,01 Stellen. Die europäischen Länderbörsen meldeten ebenfalls Zuwächse.
Crédit Agricole (Crédit Agricole) gewannen im CAC40 in Paris 2,7 Prozent. Die Bankgesellschaft hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 379 Mio. Euro, gegenüber einem Gewinn von 201 Mio. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 318 Mio. Euro ausgegangen. Die Erträge (Net Banking Income) stiegen um 20 Prozent auf 5,47 Mrd. Euro. Titel des Hotelkonzerns Accor preschten um 3,9 Prozent vor. Accor konnte seine Erlöse in der ersten Jahreshälfte auf Proforma-Basis um 6,1 Prozent auf 2,85 Mrd. Euro steigern. Ferner zog das EBIT um 120 Prozent auf 154 Mio. Euro an. Der Nettoverlust sank von 236 Mio. auf 64 Mio. Euro. Bereinigt um Demerger- und Steueraufwendungen wurde ein Gewinn von 12 Mio. Euro erzielt. Wie der Kosmetikkonzern L'Oréal (LOréal) am Vorabend bekannt gab, hat er im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Erlöse stiegen um 10 Prozent auf 9,67 Mrd. Euro. Unter dem Strich verdiente L'Oréal mit 1,31 Mrd. Euro 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Wert legte fast 4 Prozent zu.
Wie Diageo , der größte Spirituosenhersteller der Welt, bekannt gab, ist sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr geringfügig gestiegen. Die Erwartungen wurden jedoch knapp verfehlt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich demnach auf 1,63 Mrd. Britische Pfund (GBP), gegenüber 1,61 Mrd. GBP im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,65 Mrd. GBP ausgegangen. Der Nettoumsatz legte um 5 Prozent (organisch: 2 Prozent) auf 9,78 Mrd. GBP zu. Diageo gaben im FTSE 100 rund 1,5 Prozent ab. Kazakhmys legten indes mehr als 5 Prozent zu. Der Kupferminenbetreiber meldete zuvor, dass sein Gewinn im ersten Halbjahr um gut 11 Prozent gestiegen ist, was auf eine solide Produktion und eine Kostenkontrolle zurückzuführen ist. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich demnach auf 574 Mio. Dollar. Der Umsatz (laufendes Geschäft) erhöhte sich von 1,12 Mrd. Dollar auf 1,52 Mrd. Dollar. Daneben gewannen auch andere Rohstoffwerte zum Teil deutlich hinzu.
Der niederländische Einzelhandelskonzern Ahold teilte mit, dass sein Gewinn im zweiten Quartal leicht gestiegen ist. Dabei profitierten die Umsätze der Albert Heijn-Supermärkte vom Erfolg der niederländischen Mannschaft bei der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft. Die Erwartungen wurden jedoch verfehlt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 202 Mio. Euro, im Vergleich zu 196 Mio. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 216 Mio. Euro ausgegangen. Der Umsatz nahm um 10,8 Prozent auf 7,13 Mrd. Euro zu. Ahold tendierten im AEX 0,6 Prozent schwächer.
Der schweizerische Versicherungskonzern Bâloise (Bâloise-Holding) gab heute seine Zahlen zum ersten Halbjahr bekannt. Den Angaben zufolge lag das Konzernergebnis von 213,5 Mio. Schweizer Franken (CHF) unter dem Gewinn des Vorjahressemesters von 234,6 Mio. CHF. Dabei war im Vorjahreswert ein einmaliger positiver Steuereffekt enthalten. Das Geschäftsvolumen belief sich auf 6,10 Mrd. CHF (Vorjahr: 4,99 Mrd. CHF), ein Zuwachs in Lokalwährungen von 24,5 Prozent. Bâloise gewannen in Zürich 2,2 Prozent.
Wie der Flughafen Wien erklärte, hat er im ersten Halbjahr mehr verdient. Der Konzernumsatz lag mit 253,2 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 244,6 Mio. Euro. Beim EBIT wurde ein Anstieg auf 52,6 Mio. Euro verzeichnet, nach 46,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Für 2010 wurde die Verkehrsprognose angehoben. Man rechnet nun mit einem Zuwachs von 6 Prozent bei den Passagieren. Flughafen Wien gaben im ATX um 0,2 Prozent nach. UNIQA (UNIQA Versicherungen) legten dagegen leicht zu. Dabei konnte der Versicherer im ersten Halbjahr einen Ergebnisanstieg ausweisen. Die verrechneten Prämieneinnahmen steigen um 9,2 Prozent auf 3,27 Mrd. Euro. Beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde im Vorjahresvergleich ein Anstieg um 100,3 Prozent auf 71 Mio. Euro verzeichnet.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.606,89 (+0,75 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.433,68 (+0,69 Prozent) EURONEXT 100: 631,01 (+0,88 Prozent) FTSE 100 (London): 5.155,84 (+0,91 Prozent) CAC40 (Paris): 3.475,03 (+0,72 Prozent) MIB (Mailand): 19.735,47 (+1,39 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.004,40 (+1,12 Prozent) SMI (Zürich): 6.131,76 (+0,54 Prozent) ATX (Wien): 2.399,06 (+0,46 Prozent) (26.08.2010/ac/n/m)