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06.04.2011 19:50

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Börsen in Europa-Schluss: Freundlicher Handel, Marks & Spencer gesucht

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen konnten am Mittwoch nach positiven Konjunkturdaten aus Deutschland deutliche Zugewinne ausweisen. Die Anleger zeigten sich zudem im Vorfeld der Morgen anstehenden Zinsentscheidung der EZB optimistisch. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 0,70 Prozent auf 2.971,48 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legte um 0,34 Prozent zu auf 2.638,73 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbesserte sich um 0,09 Prozent auf 722,60 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendierten ebenfalls fester.

Die Industrieproduktion in Großbritannien ist im Februar 2011 nach Angaben von National Statistics mit vermindertem Tempo angestiegen. So erhöhte sich der Produktionsausstoß der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe und Versorger) binnen Jahresfrist um 2,4 Prozent. Für Januar war eine Steigerung um 4,2 Prozent verbucht worden. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete eine Produktionssteigerung um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einem Plus von 6,6 Prozent im Januar. Der britische Immobilienmarkt hat sich im März 2011 indes abgekühlt. So lag der Halifax-Hauspreisindex um 2,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, während die Preise im Februar um 2,8 Prozent gefallen waren. Hierbei handelt es sich um den fünften Rückgang in Folge und das stärkste Minus seit Oktober 2009. Binnen Monatsfrist zogen die Häuserpreise leicht um 0,1 Prozent an, gegenüber einem Preisrückgang von 0,9 Prozent im Februar. Derweil verbessert sich der Anteilsschein von Marks & Spencer (MarksSpencer) als Spitzenreiter im FTSE 100 um 6,0 Prozent. Das Umsatzwachstum des Bekleidungshändlers hat sich im vierten Quartal weiter verlangsamt. So wuchsen die vergleichbaren UK-Umsätze in den 13 Wochen zum 2. April 2011 um 0,1 Prozent. Analysten waren hier zuvor allerdings von einem Rückgang um 2 bis 4 Prozent ausgegangen. Dabei stiegen die Umsätze im Food-Bereich um 3,4 Prozent, während sie im Bereich General Merchandise um 3,9 Prozent fielen. Im vorangegangenen Quartal lag das Wachstum noch bei 2,8 Prozent. Die gesamten Konzernumsätze erhöhten sich im Berichtszeitraum um 2,3 Prozent. Rio Tinto hat sich über ihre vollständige Tochter Rio Tinto Jersey Holdings 2010 Ltd. (RTJ) bis zuletzt 49,49 Prozent der Anteile an dem australischen Kohleproduzenten Riversdale Mining gesichert. Die Aktie von Rio Tinto verteuerte sich um 0,4 Prozent.

Indes haben Daimler und Rolls-Royce (Rolls-Royce Group) über ihr Joint Venture (Engine Holding GmbH) das freiwillige Übernahmeangebot für den Motorenhersteller Tognum veröffentlicht. Die Annahmefrist läuft bis zum 18. Mai 2011 um 24.00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) bzw. 18.00 Uhr (Ortszeit New York). Im Rahmen des Angebots erhalten die Aktionäre von Tognum für jede eingereichte Aktie 24 Euro. Voraussetzung für den Vollzug des Angebots ist unter anderem das Erreichen der Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus einer Aktie am Grundkapital bis zum Ende der Annahmefrist. Rolls-Royce legten daraufhin um 0,1 Prozent zu. Am Indexende verbilligten sich Cairn Energy um 2,8 Prozent. easyJet legten schließlich im breiten Markt um 3,4 Prozent zu. Die Billigfluglinie konnte im März einen deutlichen Passagieranstieg ausweisen.

In Paris waren heute vor allem Finanztitel gefragt. An der Spitze des CAC 40 notierten Société Générale mit Zugewinnen von 2,8 Prozent. Tagesverlierer war der Versorger EDF mit einem Minus von 3,2 Prozent.

Die schweizerischen Verbraucherpreise haben sich im März 2011 nach Angaben des Schweizer Bundesamt für Statistik BfS mit beschleunigtem Tempo erhöht. So kletterten die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,0 Prozent, während sie im Februar 2011 um 0,5 Prozent und im März 2010 um 1,4 Prozent zugelegt hatten. Binnen Monatsfrist zogen die Konsumentenpreise um 0,6 Prozent an. Im SMI verteuerten sich als bester Wert Swiss Re um 3,0 Prozent, während am Ende Actelion um 2,4 Prozent nachgaben.

Die spanische Industrieproduktion ist im Februar 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE mit vermindertem Tempo angewachsen. Binnen Jahresfrist hat sich der Output um 3,3 Prozent erhöht. Davor war für Januar eine Produktionssteigerung von 5,1 Prozent ermittelt worden.

Aus Italien meldet sich Intesa Sanpaolo zu Wort. Die Bankgesellschaft will im Rahmen ihres "2011-2013/2015 Business Plan" eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrechten im Volumen von 5 Mrd. Euro durchführen. Der Anteilsschein verteuerte sich um 5,4 Prozent.

Zahlen wurden derweil aus Österreich gemeldet. Polytec konnte im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten. So lag der Umsatz des Automobilzulieferers im Gesamtjahr mit 770,1 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 607,0 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Gewinn von 25,6 Mio. Euro verzeichnet, nach einem Nettoverlust von 51,4 Mio. Euro im Vorjahr. Der Titel rückte um 5,8 Prozent vor. Im ATX standen Erste Group mit Zugewinnen von 2,3 Prozent an der Spitze. Größter Verlierer war Schoeller-Bleckmann (-2,3 Prozent).

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.971,48 (+0,70 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.635,62 (+0,34 Prozent) EURONEXT 100: 722,60 (+0,09 Prozent) FTSE 100 (London): 6.041,13 (+0,57 Prozent) CAC40 (Paris): 4.048,16 (+0,16 Prozent) MIB (Mailand): 22.326,52 (+1,21 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.845,10 (+1,56 Prozent) SMI (Zürich): 6.443,06 (+0,20 Prozent) ATX (Wien): 2.918,70 (+0,88 Prozent) (06.04.2011/ac/n/m)

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