Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen präsentieren sich am Montag freundlicher. Wie bereits in den vergangenen Handelstagen lasten jedoch weiterhin die Sorgen um die anhaltenden Schuldenverhandlungen Griechenlands auf der Stimmung der Anleger. Der Dow Jones EURO STOXX 50 legte um 0,60 Prozent zu auf 2.441,44 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gewann 0,25 Prozent auf 2.454,15 Zähler. Die europäischen Länderbörsen notierten ebenfalls mehrheitlich im positiven Bereich.
In London waren vor allem Rohstoffwerte gesucht. An der Spitze des FTSE 100 gewannen Essar Energy 10,7 Prozent. Dahinter legten u.a. Fresnillo (+3,4 Prozent), Glencore (+3,0 Prozent) und Royal Dutch Shell (+3,0 Prozent) ebenfalls deutlich zu. Größter Verlierer war erneut Weir Group mit einem Abschlag von 3,6 Prozent.
Das Geschäftsklima im französischen Verarbeitenden Gewerbe hat sich im Januar 2012 verschlechtert. Dies gab die nationale Statistikbehörde INSEE heute bekannt. So verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Stimmungsindex auf 91 Punkte, während Volkswirte mit einem Wert von 94 Punkten gerechnet hatten. Hierbei handelt es sich um den niedrigsten Wert der letzten 21 Monate. Im Vormonat war noch ein Indexstand von 94 Punkten ermittelt worden. Im CAC 40 waren vor allem Bankwerte gesucht. An der Indexspitze gewannen Société Générale 8,6 Prozent, gefolgt von Crédit Agricole (+5,1 Prozent) und Accor (+5,1 Prozent). Am Indexende verloren GDF SUEZ 3,6 Prozent.
Aktien von Ahold fielen im niederländischen AEX um 0,3 Prozent zurück. Der Einzelhandelskonzern hat in der Zeit vom 16. bis einschließlich 20. Januar 2012 insgesamt 2.256.797 Aktien zurückgekauft. Unternehmensangaben zufolge wurden die Anteilsscheine im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms zum Preis von durchschnittlich 10,1833 Euro pro Aktie erworben. Insgesamt entspreche dies einem Kaufpreis von 22,98 Mio. Euro, hieß es. Der Konzern hat das Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,0 Mrd. Euro am 3. März 2011 angekündigt. Bisher wurden im Rahmen dieses Programms 87.508.794 Anteilsscheine für insgesamt rund 799,30 Mio. Euro zurückgekauft.
Papiere von Outokumpu legten in Helsinki um 18,4 Prozent zu. Der finnische Stahlkonzern hat Medienberichte über einen möglichen Zusammenschluss mit der zum deutschen Stahlkocher ThyssenKrupp gehörenden Edelstahlsparte Inoxum bestätigt. Unternehmensangaben zufolge befindet man sich derzeit in Gesprächen mit ThyssenKrupp, um mögliche strategische Optionen auszuloten. In diesem Zusammenhang werde auch ein möglicher Zusammenschluss von Outokumpu und Inoxum erwogen. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es jedoch keinerlei Gewissheit darüber, ob es tatsächlich zu einer Transaktion kommen werde, hieß es. Papiere von Nokia gewannen 1,2 Prozent. Nokia Siemens Networks (NSN), ein Joint Venture von Nokia und Siemens , hat sich einem Medienbericht zufolge eine milliardenschwere Kreditfazilität von einem Bankenkonsortium gesichert.
Im Schweizer SMI waren Finanztitel gesucht. Anteile der UBS setzen sich mit einem Plus von 1,9 Prozent an die Spitze. Swiss Re, Zurich Financial Services und Credit Suisse legten zwischen 1,5 und 1,9 Prozent zu. An letzter Stelle im SMI gaben Novartis 0,9 Prozent nach. Daneben konnten Anteilscheine von Barry Callebaut um 0,1 Prozent nach oben klettern. Der Schokoladenhersteller gab heute bekannt, dass er mit dem Konsumgüterkonzern Unilever (+0,1 Prozent) eine neue langfristige globale Partnerschaftsvereinbarung geschlossen hat. Im Zuge der Vereinbarung wird Barry Callebaut rund 22 Mio. Schweizer Franken in den Ausbau seines weltweiten Fabrikationsnetzes investieren, um die Kapazität bereitzustellen, die für diese langfristige Partnerschaft erforderlich ist. Die Produktion der zusätzlichen Volumen wird umgehend aufgenommen und über die nächsten zwölf Monate schrittweise erhöht.
Die Aktie der Erste Group Bank schossen in Wien um 11,1 Prozent in die Höhe. Wie aus einer Pressemitteilung des Kreditinstituts hervorgeht, wurde am heutigen Montag die dritte Bankanleihe, die im Jahr 2009 mit einer Garantie der Republik Österreich begeben worden ist, getilgt.
Die spanische Wirtschaft ist im vierten Quartal 2011 mit abgebremstem Tempo gewachsen. So kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,3 Prozent, nachdem es im dritten Quartal 2011 noch um 0,8 Prozent gestiegen war. Im Vergleich zum Vorquartal ist die Wirtschaftsleistung Spaniens um 0,3 Prozent geschrumpft, nach einem unveränderten Niveau im dritten Quartal 2011. Hierbei handelt es sich um den ersten Rückgang seit zwei Jahren. Im Gesamtjahr 2011 ist das BIP damit um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr geklettert.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.441,44 (+0,60 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.454,15 (+0,25 Prozent) FTSE 100 (London): 5.782,56 (+0,94 Prozent) CAC40 (Paris): 3.338,42 (+0,51 Prozent) MIB (Mailand): 15.907,52 (+1,76 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.619,60 (+0,67 Prozent) SMI (Zürich): 6.127,67 (+0,08 Prozent) ATX (Wien): 2.090,29 (+3,49 Prozent) (23.01.2012/ac/n/m)