Paris (www.aktiencheck.de) - An den wichtigsten europäischen Aktienmärkten standen am Freitag die Zeichen auf Erholung, nachdem sich die Indizes an der Wall Street deutlich von ihren Tagestiefs entfernen konnten und Zugewinne verzeichneten. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 1,00 Prozent auf 2.477,28 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbesserte sich um 0,77 Prozent auf 2.458,62 Zähler. Die europäischen Länderbörsen notierten im Plus.
Die Verbraucherpreise sind im Februar 2012 mit verlangsamtem Tempo angestiegen, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat heute in ihrer Vorabschätzung zur Inflationsentwicklung in der Eurozone mit. So erhöhte sich die jährliche Inflationsrate auf 2,6 Prozent, während sie im Vormonat bei 2,7 Prozent gestanden hatte.
In Großbritannien standen heute Rohstoffwerte hoch im Kurs. So legen an der Indexspitze Petrofac 5 Prozent zu. Daneben waren aber auch Vedanta Resources, Kazakhmys und Antofagsta klar gefragt. Die rote Laterne wurde gleichzeitig von Shire mit einem Minus von 4,6 Prozent getragen.
Wie bereits gestern bekannt gegeben wurde, möchte Crédit Agricole das asiatische Brokerage-Geschäft CLSA an die CITICS Securities (CITIC Securities) verkaufen. Dabei soll das europäische Brokerage-Geschäft Cheuvreux nicht Teil des Deals sein. Nachdem man sich bereits darauf geeinigt hatte, dass CITICS 19,9 Prozent an CLSA übernimmt, wurde nun beschlossen, dass Crédit Agricole in Verhandlungen über den Verkauf der restlichen Anteile von 80,1 Prozent an CLSA einsteigen kann. Nachdem es zuvor hieß, dass auch das europäische Brokerage-Geschäft Cheuvreux verkauft werden soll, hat man nun aber Cheuvreux aus dem Deal heraus genommen. Crédit Agricole verteuerten sich um 0,9 Prozent. Daneben ging es für BNP Paribas um 0,3 Prozent nach unten, während sich Société Générale um 0,1 Prozent verbesserten. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren standen im CAC 40 die Aktien von Technip mit einem Aufschlag von 5,1 Prozent, während Alcatel-Lucent am Indexende 0,8 Prozent verloren..
Roche Holding (Roche) verteuerten sich um 0,1 Prozent. Der Pharmakonzern hat heute positive Daten zu einer klinischen Phase-III-Studie für das Brustkrebsmedikament Trastuzumab Emtansine (T-DM1) vorgelegt. Im Schweizer Leitindex SMI legten an der Indexspitze Julius Baer um 3,1 Prozent zu, während Actelion als einziger Verlierer 1,7 Prozent einbüßten.
In Italien ging es für Telecom Italia um 0,9 Prozent nach unten. Italiens größte Telefongesellschaft ist aufgrund von hohen Abschreibungen im abgelaufenen Jahr in die Verlustzone gerutscht.
Portugal Telecom (Portugal Telecom SGPS) verschlechterten sich daneben um 0,2 Prozent. Der Telekommunikationskonzern verlautbarte, dass sein Gewinn im vierten Quartal gesunken ist, was mit deutlich erhöhten operativen Kosten zusammenhängt. Der Umsatz konnte aber deutlich gesteigert werden.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.477,28 (+1,00 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.458,62 (+0,77 Prozent) FTSE 100 (London): 5.768,45 (+0,46 Prozent) CAC40 (Paris): 3.423,81 (+1,26 Prozent) MIB (Mailand): 15.980,07 (+0,45 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.008,00 (+1,23 Prozent) SMI (Zürich): 6.235,51 (+0,96 Prozent) ATX (Wien): 2.159,06 (+0,64 Prozent) (30.03.2012/ac/n/m)