13.11.2012 20:00
Bewerten
 (0)

Börsen in Europa-Schluss: Indizes drehen im Handelsverlauf ins Plus

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes konnten ihre Abschläge vom Mittag im weiteren Handelsverlauf ausgleichen und schlossen den Dienstagshandel mit Zugewinnen ab. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewann abschließend 0,79 Prozent hinzu auf 2.493,14 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 notierte zu Handelsende 0,47 Prozent fester bei 2.524,99 Zählern. Auch die europäischen Länderbörsen schafften mehrheitlich den Sprung in die Gewinnzone.

Die britischen Einzelhandelpreise sind im Oktober 2012 mit beschleunigtem Tempo angestiegen. Dies gab National Statistics bekannt. Auf Jahressicht kletterten die Preise der britischen Einzelhändler um 3,2 Prozent, nach einer Preissteigerung von 2,6 Prozent im September 2012. Volkswirte hatten mit einem Plus von 2,9 Prozent gerechnet. Binnen Monatsfrist erhöhten sich die Einzelhandelpreise um 0,6 Prozent. Daneben erklärte National Statistics, dass sich der Anstieg bei den britischen Verbraucherpreisen (CPI) im Oktober mit beschleunigtem Tempo fortgesetzt hat. Die Inflationsrate kletterte auf 2,7 Prozent, nachdem sie im September 2012 nur bei 2,2 Prozent und im Oktober 2011 bei 5,0 Prozent gelegen hatte. Das Inflationsziel der Bank of England (BoE) beläuft sich auf 2,0 Prozent und wurde damit deutlich überstiegen. Auf Monatssicht zogen die Lebenshaltungskosten um 0,5 Prozent an, nach einer Steigerung um 0,4 Prozent im September. Für eine Enttäuschung sorgte in Großbritannien der Mobilfunkbetreiber Vodafone Group . Das Unternehmen musste im abgelaufenen ersten Halbjahr einen hohen Verlust nach einem Vorjahresgewinn ausweisen, was in erster Linie auf eine massive Sonderbelastung zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis konnte man die Erwartungen jedoch übertreffen. Der Umsatz verringerte sich. Für das laufende Geschäftsjahr 2013 rechnet der Konzern nun mit einem bereinigten operativen Gewinn am oberen Ende der Planspanne von 11,1 bis 11,9 Mrd. GBP. Der Free Cash-Flow wird am unteren Ende des Planspanne von 5,3 bis 5,8 Mrd. GBP erwartet. Vodafone-Aktien verloren am Dienstag 2,5 Prozent an Wert. Am unteren Ende des britischen Leitindex FTSE 100 gaben Anteile von Anglo American 4,5 Prozent ab. An der Indexspitze gewannen Papiere von ITV 9,0 Prozent hinzu.

Der Anstieg der italienischen Verbraucherpreise hat sich im Oktober nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat mit abgebremstem Tempo fortgesetzt. So verringerte sich die Jahresteuerungsrate auf 2,6 Prozent, nach einer Inflation von 3,2 Prozent im September. Die italienische Großbank UniCredit konnte im dritten Quartal einen Ergebnisanstieg ausweisen und wieder in die Gewinnzone zurückkehren. So lag der Umsatz mit 6,13 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 5,74 Mrd. Euro. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 335 Mio. Euro ausgewiesen, nach einem Nettoverlust von 10,64 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Aktie schloss 0,3 Prozent leichter.

Das Leistungsbilanzdefizit Frankreichs ist im September nach Angaben der Banque de France kleiner geworden. So verringerte sich das Defizit in der Leistungsbilanz auf 3,3 Mrd. Euro, nachdem im August noch ein Passivsaldo von 3,6 Mrd. Euro ausgewiesen worden war. Hierbei schrumpfte das Handelsbilanzdefizit binnen Monatsfrist von 5,5 Mrd. Euro auf 5,0 Mrd. Euro.

Die nationale spanische Statistikbehörde INE hat heute ihre vorläufigen Angaben bestätigt, wonach sich der Anstieg der spanischen Verbraucherpreise im Oktober mit beschleunigtem Tempo fortgesetzt hat. So erhöhte sich die jährliche Inflationsrate auf 3,5 Prozent, nachdem sie im September lediglich bei 3,4 Prozent gelegen hatte.

Anteile von Wienerberger verloren heute 0,2 Prozent an Wert. Der Baumaterialhersteller konnte im dritten Quartal ein Umsatz- und operatives Ergebniswachstum erzielen. Diese positive Entwicklung war vor allem dem neu hinzugekommenen Rohrgeschäft zu verdanken. Durch die Umsatz- und Ergebnisbeiträge von Pipelife konnten Rückgänge im Ziegelgeschäft mehr als ausgeglichen werden. Für das Gesamtjahr geht Wienerberger von einem anhaltend schwachen Marktumfeld aus und erwartet abhängig von der Witterung bis Jahresende in etwa ein operatives EBITDA auf Vorjahresniveau. Die rote Laterne im österreichischen Leitindex ATX ging an Strabag mit einem Wertverlust von 2,9 Prozent. Im breiten Markt mussten Papiere des Industriekonzerns Semperit einen Abschlag von 4,1 Prozent hinnehmen. Der Industriekonzern hatte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres angesichts der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen einen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Umsatz sank ebenfalls. Schließlich legten Papiere des Flughafens Wien (Flughafen Wien) 0,5 Prozent zu. Der Konzern wartete im Oktober mit einem Passagieranstieg auf. Das Frachtaufkommen reduzierte sich aber deutlich.

Anteile der Swiss Life Holding verloren bis Handelsende 0,5 Prozent an Wert. Der Lebensversicherer verzeichnete in den ersten neun Monaten einen leichten Zuwachs der Prämieneinnahmen. Der Agrochemiekonzern Syngenta gab derweil den Beginn des Übernahmeangebots für alle ausstehenden Aktien und Bezugsrechte der belgischen Agro-Biotech-Gesellschaft Devgen (deVGen NVAct) bekannt. Die Absicht, ein Übernahmeangebot zu unterbreiten, war am 21. September 2012 kommuniziert worden. Die Aktie verschlechterte sich um 0,1 Prozent. Gleichzeitig rückten Anteile von Adecco an der Spitze des SMI um 2,0 Prozent vor, während sich Anleger von den Titeln von ABB trennten, die auf dem letzten Platz 0,46 Prozent nachgaben.

Titel der RTL Group notierten zu Handelsende 0,6 Prozent fester. Der Medienkonzern konnte im dritten Quartal dank der starken Entwicklung auf dem deutschen Markt mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten. Im Anschluss wurde die Jahresprognose bestätigt.

TeliaSonera (TeliaSonera AB) erklärte, dass der kasachische Mobilfunkbetreiber Kcell beabsichtigt, einen Börsengang durchzuführen. Dabei wird sich die Sonera Holding B.V., eine Tochtergesellschaft des TeliaSonera-Konzerns, im Rahmen des IPOs von bis zu 25 Prozent ihrer Kcell-Anteile trennen. Das Papier der Telefongesellschaft legte abschließend 0,1 Prozent zu.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.493,14 (+0,79 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.524,99 (+0,47 Prozent) FTSE 100 (London): 5.786,25 (+0,33 Prozent) CAC40 (Paris): 3.430,60 (+0,56 Prozent) MIB (Mailand): 15.333,15 (+1,40 Prozent) SMI (Zürich): 6.722,76 (+0,39 Prozent) ATX (Wien): 2.175,37 (-0,37 Prozent) (13.11.2012/ac/n/m)

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu RTL Group S.A.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

RSS Feed

Analysen zu RTL Group S.A.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
10.10.2014RTL Group NeutralHSBC
06.10.2014RTL Group UnderperformBNP PARIBAS
02.10.2014RTL Group buyUBS AG
29.09.2014RTL Group HoldCommerzbank AG
16.09.2014RTL Group UnderperformBNP PARIBAS
02.10.2014RTL Group buyUBS AG
25.08.2014RTL Group buyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
22.08.2014RTL Group buyDeutsche Bank AG
22.08.2014RTL Group buySociété Générale Group S.A. (SG)
21.08.2014RTL Group buyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
10.10.2014RTL Group NeutralHSBC
29.09.2014RTL Group HoldCommerzbank AG
15.09.2014RTL Group NeutralGoldman Sachs Group Inc.
08.09.2014RTL Group HoldKepler Cheuvreux
22.08.2014RTL Group NeutralJP Morgan Chase & Co.
06.10.2014RTL Group UnderperformBNP PARIBAS
16.09.2014RTL Group UnderperformBNP PARIBAS
28.08.2014RTL Group UnderperformBNP PARIBAS
26.08.2014RTL Group VerkaufenDZ-Bank AG
21.08.2014RTL Group VerkaufenDZ-Bank AG
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für RTL Group S.A. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt unter 9.000 Punkten -- 25 Banken sollen Stresstest nicht bestanden haben -- US-Börsen leicht im Plus -- Ford, BASF, Amazon, Microsoft im Fokus

Apple will Beats-Musik-App in iTunes aufgehen lassen. Deutsche Bank leidet unter Rückstellungen. S&P hebt Bonitätsnote von Zypern an. Ryanair-Chef unterschreibt für fünf weitere Jahre. FMC besorgt sich 900 Millionen US-Dollar am Bondmarkt. Chiquita lässt Fyffes-Fusion platzen. Cameron: Werden Milliarden-Rechnung aus Brüssel nicht bezahlen.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

So platzieren sich die Deutschen

Die öffentliche Verschwendung

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Verkehrsminister Dobrindt erwägt scheinbar, die Pkw-Maut vorerst nur auf Autobahnen einzuführen. Was halten Sie von diesem Rückzieher?