Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen konnten ihre Verluste wettmachen und verabschiedeten sich mit positiven Vorzeichen aus der Handelswoche. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann abschließend 1,01 Prozent auf 2.111,26 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 kletterte 0,83 Prozent auf 2.132,18 Zähler. Auch die europäischen Länderbörsen drehten ins Plus.
Die französische Statistikbehörde Insee gab bekannt, dass sich die Verbraucherstimmung in Frankreich im November 2011 verschlechtert hat. So verringerte sich der saisonbereinigte Index des Verbrauchervertrauens auf 79 Zähler. Für Oktober war ein Indexwert von 82 Punkten verbucht worden. Carrefour hat Gerüchte über einen möglicherweise bevorstehenden Wechsel an der Konzernspitze dementiert. In einer offiziellen Pressemitteilung des Board of Directors wurden alle Spekulationen über eine möglicherweise bevorstehende Ablösung des CEO Lars Olofsson formal als falsch zurückgewiesen. Die Aktie des Handelskonzerns gewann bis Handelsende um 1,2 Prozent hinzu. Daneben notierten Papiere von Sanofi 1,8 Prozent fester. Der Pharmakonzern hatte erklärt, dass Stefan Oelrich am heutigen Freitag vom Aufsichtsrat der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH zum Geschäftsführer für den Bereich Marketing und Vertrieb bestellt wurde. Er folgt somit auch in dieser Funktion auf Peter Guenter, der Mitte Juli 2011 zum Senior Vice President Europe Global Operations ernannt worden war und von Berlin nach Paris wechselte. Anteilsscheine von ArcelorMittal notierten mit einem Zugewinn von 2,8 Prozent an der Spitze des französischen Leitindex CAC 40. Suez markierte mit einem Abschlag von 1,1 Prozent das Indexende.
Unterdessen erklärte die italienische Statistikbehörde Istat, dass sich der Umsatz des italienischen Einzelhandels im September 2011 reduziert hat. Auf Monatssicht gingen die Einzelhandelsumsätze um 0,4 Prozent zurück. Davor waren sie im August um 0,1 Prozent geschrumpft. Zudem fielen die Umsatzerlöse der Einzelhändler in der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent. Derweil ging es für Intesa Sanpaolo um 1,6 Prozent nach unten. Die Bankgesellschaft hatte schon gestern einen neuen Vorstandschef präsentiert. So wird Enrico Cucchiani ab dem 22. Dezember 2011 in das Management Board berufen und dort als CEO und Managing Director tätig sein. Cucchiani ist bislang beim deutschen Versicherungskonzern Allianz u. a. für das Italiengeschäft zuständig. Die Vorstandsneubesetzung bei Intesa Sanpaolo war notwendig geworden, da der bisherige Konzernchef Corrado Passera unter dem neuen italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti zum Minister für Wirtschaftsentwicklung und Infrastruktur berufen wurde.
Aktien von Andritz gewannen heute 0,6 Prozent hinzu, nachdem der Konzern einen weiteren Großauftrag an Land ziehen konnte. Demnach hat die portugiesische EDP - Gestão da Produção de Energia, S.A., dem Konsortium ANDRITZ HYDRO (Konsortialführer), EFACEC Engenharia und SMM-Sociedade de Montagens Metalomecânicas einen Auftrag für die Lieferung und Montage der gesamten elektromechanischen Ausrüstung für das Pumpspeicherwerk Foz Tua erteilt. Das Unternehmen erklärte, dass der Auftrag zwei reversible Pumpturbinen mit je 120 MW, Zylinderschieber, Motorgeneratoren, Regler und Leittechnik, die Stahlwasserbauausrüstung umfasst sowie ein umfangreiches Paket an Hilfsausrüstung.
Griechenland verzeichnete beim Außenhandel im September 2011 ein kleineres Defizit. Dies gab das nationale Statistikamt heute bekannt. So schrumpfte das Defizit auf 1,44 Mrd. Euro. Im Vorjahresmonat war ein Passivsaldo von 1,97 Mrd. Euro ausgewiesen worden. Hierbei wuchsen die Exporte auf Jahressicht um 28,8 Prozent auf 1,37 Mrd. Euro, wogegen die Importe um 7,4 Prozent auf 2,81 Mrd. Euro schrumpften.
Die spanischen Erzeugerpreise haben sich im Oktober 2011 mit vermindertem Tempo erhöht, teilte die nationale Statistikbehörde INE heute in Madrid mit. Im Vorjahresvergleich verringerte sich die Teuerungsrate auf 6,5 Prozent, nachdem sie im September noch bei 7,1 Prozent gestanden hatte. Auf Monatssicht blieben die Preise auf Produzentenebene unverändert, gegenüber einer Preissteigerung um 0,2 Prozent im September.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.111,26 (+1,01 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.132,18 (+0,83 Prozent) FTSE 100 (London): 5.164,65 (+0,72 Prozent) CAC40 (Paris): 2.856,97 (+1,23 Prozent) MIB (Mailand): 13.937,40 (+0,12 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 7.763,50 (+0,54 Prozent) SMI (Zürich): 5.395,61 (+0,72 Prozent) ATX (Wien): 1.680,49 (+0,32 Prozent) (25.11.2011/ac/n/m)