Paris (aktiencheck.de AG) - Infolge der Ereignisse in Japan gaben die europäischen Börsen heute teilweise deutlich ab. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 2,38 Prozent auf 2.784,20 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gab 2,21 Prozent auf 2.510,04 Zähler ab. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verlor 2,38 Prozent auf 680,55 Stellen. Auch die europäischen Länderbörsen tendierten durchweg im Minus.
Die europäische Statistikbehörde Eurostat gab heute bekannt, dass sich die Erwerbstätigkeit in der EU im vierten Quartal 2010 leicht erhöht hat. Im Euroraum (ER16) nahm die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,3 Prozent zu (Veränderung zum Vorquartal: +0,1 Prozent). In der EU27 erhöhte sich die Erwerbstätigkeit um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau und gegenüber dem dritten Quartal 2010 um 0,1 Prozent. Eurostat schätzt, dass im vierten Quartal 2010 in der EU27 insgesamt 221,7 Millionen Menschen erwerbstätig waren (Euroraum 144,8 Millionen).
Die französische Statistikbehörde INSEE berichtete, dass die französischen Verbraucherpreise im Februar 2011 mit vermindertem Tempo angestiegen sind. So sank die Jahresteuerungsrate der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 1,7 Prozent, nach 1,8 Prozent im Vormonat. Volkswirte hatten mit einer Preissteigerung um 1,7 Prozent gerechnet. Im Vormonatsvergleich zogen die Lebenshaltungskosten um 0,5 Prozent an, gegenüber einem Preisrückgang um 0,2 Prozent im Januar. An der Börse verlor der Leitindex CAC40 bis zum Handelsende2,51 Prozent auf 3.780,85 Zähler.
Der Immobilienmarkt in Großbritannien hat sich im Januar 2011 weniger stark erhitzt. Wie das Department of Communities and Local Government heute bekannt gab, haben sich die britischen DCLG-Immobilienpreise um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erhöht, nachdem sich Immobilien im Dezember um 3,8 Prozent verteuert hatten. In London verschlechterte sich der FTSE 100 um 1,38 Prozent und schloss bei 5.695,28 Zählern.
Im Schweizer SMI waren ausschließlich Verlierer auszumachen. Papiere von Novartis notierten mit einem Minus von 1,24 Prozent an der Indexspitze. Am unteren Ende waren Anteile von Richemont und Synthes mit Abschlägen von 3,7 bzw. 3,8 Prozent zu finden. Aktien der Großbank UBS verloren 2,3 Prozent an Wert. Der Konzern hatte im Geschäftsjahr 2010 ein höheres Ergebnis erzielt, als Anfang Februar gemeldet. Den Angaben zufolge belief sich der den Aktionären zurechenbare Reingewinn auf 7,53 Mrd. Schweizer Franken (CHF), gegenüber einem Verlust von 2,74 Mrd. CHF im Jahr 2009.
Im ATX lagen einzig die Aktien von Verbund und EVN mit einem Plus von 9,6 Prozent bzw. 1,4 Prozent in der Gewinnzone. Am Indexende verlor der Flughafen Wien 6,1 Prozent. Aktien der Österreichischen Post (Oesterreichische Post) gaben nur geringfügig ab und notierten nahezu auf ihrem Vortageswert. Der Konzern konnte für das abgelaufene Fiskaljahr mit einem Ergebnisplus aufwarten und geht für das Fiskaljahr 2011 von einer weiteren Ergebnisverbesserung aus. Insgesamt erwartet der Post- und Logistikkonzern für 2011 einen Umsatzanstieg von 1 bis 2 Prozent. Die EBITDA-Marge soll am oberen Ende der Zielbandbreite von 10 bis 12 Prozent liegen.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.784,20 (-2,38 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.510,04 (-2,21 Prozent) EURONEXT 100: 680,55 (-2,38 Prozent) FTSE 100 (London): 5.695,28 (-1,38 Prozent) CAC40 (Paris): 3.780,85 (-2,51 Prozent) MIB (Mailand): 21.365,40 (-2,01 Prozent) SMI (Zürich): 6.101,01 (-2,76 Prozent) ATX (Wien): 2.713,32 (-1,44 Prozent) (15.03.2011/ac/n/m)