Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen bauten am Mittwoch ihre Zugewinne bis Handelsende aus und schlossen deutlich im positiven Bereich. Der Dow Jones EURO STOXX 50 kletterte 4,31 Prozent auf 2.330,43 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbesserte sich abschließend um 3,34 Prozent auf 2.299,00 Zähler. Auch die europäischen Länderbörsen notierten im Plus.
Die EU-Statistikbehörde Eurostat teilte heute mit, dass die Verbraucherpreise im November 2011 mit unverändertem Tempo angestiegen sind. So verharrte die jährliche Inflationsrate bei 3,0 Prozent, während sie im Vormonat schon bei 3,0 Prozent gestanden hatte. Weiteren Angaben zufolge hat sich die Arbeitsmarktsituation im Euroraum im Oktober 2011 verschlechtert. Im Euroraum (ER17) kletterte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote auf 10,3 Prozent, nach 10,2 Prozent im Vormonat und 10,1 Prozent im Vorjahresmonat. Gleichzeitig belief sich die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 9,8 Prozent, im Vergleich zu 9,7 Prozent im September 2011 und 9,6 Prozent im Oktober 2010.
Die französische Statistikbehörde INSEE gab bekannt, dass sich der private Konsum im Oktober 2011 stabilisiert hat. Im Vormonatsvergleich blieben die Verbraucherausgaben unverändert. Für September war ein Rückgang um 0,2 Prozent ausgewiesen worden. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich der private Verbrauch um 0,9 Prozent. Ferner sind die französischen Erzeugerpreise im Oktober 2011 mit beschleunigtem Tempo angewachsen. Gegenüber dem Vorjahresmonat zogen sie um 5,5 Prozent an, nach einer Preiserhöhung um 5,2 Prozent im September. Binnen Monatsfrist erhöhten sie sich um 0,4 Prozent, nach 0,2 Prozent im September. Auf der Unternehmensseite gewannen die Aktien von Bouygues 3,7 Prozent hinzu. Der französische Baukonzern hat am Mittwoch mehrere Großaufträge aus Singapur erhalten. So wurde die Bausparte in Singapur, Dragages Singapore, unter anderem mit der Errichtung eines Wohnhauskomplexes mit einer Fläche von rund 90.000 Quadratmetern beauftragt. Außerdem erhielt Dragages Singapore einen Auftrag zum Bau eines Apartment-Blocks im Ardmore Park. Der Gesamtwert beider Aufträge wurde auf rund 160 Mio. Euro beziffert.
Die Ratingagentur Standard & Poor´s (S&P) hat die Ratings zahlreicher US-Großbanken und europäischer Kreditinstitute gesenkt. In der Schweiz wurde der Ausblick für die Credit Suisse Group (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) von zuvor "stabil" auf "negativ" gesenkt, während das Rating mit "A+"bestätigt wurde. Bei der UBS wurde die Bonitätsnote indessen um eine Stufe auf "A" nach unten revidiert. Beide Titel verbuchen heute dennoch einen Kursgewinn von 4,7 Prozent. In Frankreich wurden die Ratings und der Ausblick der führenden Kreditinstitute Société Générale S.A. , Crédit Agricole S.A. und BNP Paribas S.A. , von Standard & Poor´s bestätigt. Die Aktien gewannen in Paris zwischen 4,6 und 8,4 Prozent hinzu. Bei britischen Großbanken zeigte sich S&P indessen skeptischer: So wurde die Bonitätsnote der Lloyds Banking Group plc um eine Stufe auf "A-" gesenkt. Auch die Royal Bank of Scotland Group plc (RBS) (Royal Bank of Scotland (RBS)) wurde auf "A-" herabgestuft. Die Aktien notierten zum Handelsende mit einem Plus von 7,1 Prozent bzw. 7,5 Prozent.
Die Anteilsscheine des österreichischen Baukonzerns STRABAG (STRABAG SE) gaben 1,7 Prozent ab. Das Unternehmen konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres bei Umsatz und Ergebnis zulegen und hat im Anschluss die Prognose für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Beim Periodenergebnis nach Anteilen Dritter wurde ein Anstieg auf 112,2 Mio. Euro erzielt, nach 108,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.330,43 (+4,31 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.299,00 (+3,34 Prozent) FTSE 100 (London): 5.505,42 (+3,16 Prozent) CAC40 (Paris): 3.154,62 (+4,22 Prozent) MIB (Mailand): 15.268,66 (+4,38 Prozent) SMI (Zürich): 5.652,31 (+2,19 Prozent) ATX (Wien): 1.846,91 (+3,81 Prozent) (30.11.2011/ac/n/m)