Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes gingen am Montag mit Zugewinnen in den Feierabend. Der Dow Jones EURO STOXX 50 notierte abschließend 1,13 Prozent fester bei 2.183,39 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbesserte sich bis Handelsschluss um 1,04 Prozent auf 2.143,50 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendierten im Plus.
Royal Dutch Shell (Royal Dutch Shell Grou a) hat gemeinsam mit dem chinesischen Ölmulti PetroChina Co. eine Übernahmeofferte für die australische Bow Energy vorgelegt. Dabei haben Royal Dutch Shell und PetroChina über das Joint Venture Arrow Energy Holdings Pty. Ltd, dem australischen Erdgasexplorer und -Produzenten ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,48 Australische Dollar je Aktie von Bow Energy unterbreitet. Aktien von Royal Dutch Shell legten daraufhin 1,9 Prozent zu. Mit einem Abschlag von 6 Prozent standen die Anteilsscheine des Softwarekonzerns Micro Focus International unter Druck. Das Unternehmen wird wohl nun doch nicht übernommen. So hat man die Übernahmeverhandlungen mit einem potenziellen Kaufinteressenten ergebnislos beendet. Am 26. April hatte Micro Focus mehrere Interessensbekundungen anderer Unternehmen erhalten und seitdem zahlreiche Verhandlungen geführt. Im Anschluss wurde vom Board of Directors bis zum 19. August eine Frist für potenzielle Investoren gesetzt. Nach Ablauf dieser Frist habe man sich nach Sichtung der eingegangenen Angebote dazu entschlossen, die Verhandlungen zu beenden, teilte der Konzern weiter mit. Wie Micro Focus weiter ausführte, haben sich die Umsatzerlöse und das EBITDA-Ergebnis in den drei Monaten bis zum 31. Juli oberhalb der konzerneigenen Erwartungen entwickelt. Im Anschluss wurde außerdem eine Wiederaufnahme des zwischenzeitlich beendeten Aktienrückkaufprogramms angekündigt.
In Schweden gewannen heute die Aktien von Electrolux (Electrolux AB (B)) 1,4 Prozent hinzu. Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Haushaltsgeräten hat seine Position in den Emerging Markets durch eine Akquisition verstärkt. So wurde eine Vereinbarung zur Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an dem chilenischen Haushaltsgerätehersteller Compañia Tecno Industrial S.A (CTI) geschlossen. Dabei übernimmt Electrolux zunächst rund 64 Prozent der Anteile von einer Gruppe um den CTI-Großaktionär Sigdo Koppers und wird im Anschluss ein öffentliches Übernahmeangebot für die noch ausstehenden Anteilsscheine von CIT unterbreiten. Ferner wird man außerdem die ebenfalls börsennotierte Tochtergesellschaft von CTI, Somela, vollständig übernehmen. Die Übernahme von CTI und ihrer Tochtergesellschaften hat den Angaben zufolge einen Enterprise Value von rund 4,4 Mrd. Schwedischen Kronen. CTI erwirtschaftete im abgelaufenen Fiskaljahr einen Umsatz von umgerechnet rund 2,9 Mrd. SEK und einen Nettogewinn von rund 330 Mio. SEK. CTI ist mit seinen rund 1.200 Mitarbeitern der führende Haushaltsgerätehersteller in Chile und Argentinien.
In Österreich wartete Kapsch TrafficCom im ersten Quartal mit einem deutlichen Ergebnisanstieg auf. So lag der Umsatz mit 134,7 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 66,3 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde beim Periodenergebnis ein Anstieg auf 13,9 Mio. Euro ausgewiesen, nach 4,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Wesentlichen Anteil an der deutlichen Ergebnisverbesserung hatte neben den Projektfortschritten auch die im November 2010 erfolgte Akquisition zum Ausbau des US-Geschäfts. Die Aktie des Mautsystem-Spezialisten legte 7,8 Prozent zu. Papiere von Pankl Racing Systems schossen 12,5 Prozent nach oben. Der Konzern konnte im ersten Halbjahr eine Umsatz- und Ergebnisverbesserung erzielen. So lag der Umsatz mit 54,9 Mio. Euro um 14,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Auch beim operativen Ergebnis konnte Pankl Racing mit einem deutlichen Anstieg aufwarten. So verbesserte sich das EBIT auf 4,8 Mio. Euro, nach 3,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Nachsteuerergebnis wurde ein leichter Anstieg auf 2,9 Mio. Euro ausgewiesen, nach zuvor 2,8 Mio. Euro. Daneben ging es für die Papiere von IMMOFINANZ (IMMOFINANZ Immobilien Anlagen) um 2,2 Prozent nach oben. Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2010/2011 das Konzernergebnis deutlich gesteigert. Positiv entwickelten sich dabei sowohl die Mieterlöse als auch die Erträge aus dem Asset Management. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 25,7 Prozent auf 458,7 Mio. Euro. Das Konzernergebnis legte 60 Prozent auf 313,5 Mio. Euro zu. Der Net Asset Value (NAV) je Aktie betrug zum 30. April 2011 5,71 Euro.
In der Schweiz konnten an der Spitze des SMI Aktien von Roche knapp 3 Prozent hinzugewinnen. Am unteren Ende des Index notierten Anteilsscheine von Transocean mit einem Abschlag von 3,1 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.183,39 (+1,13 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.143,50 (+1,04 Prozent) FTSE 100 (London): 5.095,30 (+1,08 Prozent) CAC40 (Paris): 3.051,36 (+1,14 Prozent) MIB (Mailand): 14.861,64 (+1,78Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.293,90 (+1,87 Prozent) SMI (Zürich): 5.144,02 (+0,99 Prozent) ATX (Wien): 2.106,12 (+1,21 Prozent) (22.08.2011/ac/n/m)