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15.11.2011 19:29

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Börsen in Europa-Schluss: Indizes schließen im Minus, Schuldenkrise belastet weiter

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes konnten sich auch am Dienstag nicht den Sorgen um die Schuldenkrise entziehen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gab abschließend 1,50 Prozent nach auf 2.254,00 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verlor bis Handelsende 0,40 Prozent auf 2.263,21 Zähler. Auch die europäischen Länderbörsen notierten überwiegend im Minus.

Das europäische Statistikamt Eurostat legte seine erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal 2011 vor. Demnach ist die Wirtschaft mit unverändertem Tempo angewachsen. Gegenüber dem Vorquartal kletterte das BIP in der Eurozone (ER16) und in der gesamten Europäischen Union (EU27) um jeweils 0,2 Prozent. Im zweiten Quartal 2011 war das BIP um jeweils 0,2 Prozent gestiegen. Im Vorjahresvergleich zog die Wirtschaftsleistung in der Eurozone um 1,4 Prozent an, während sie im Vorquartal um 1,6 Prozent angezogen war. In der EU27 lag das BIP 1,4 Prozent über dem Vorjahresniveau, nach einem Plus von 1,7 Prozent im zweiten Quartal.

Konjunkturnachrichten gab es heute auch aus den angeschlagenen Ländern. So ist die griechische Wirtschaft im dritten Quartal 2011 mit vermindertem Tempo geschrumpft. Die nationale Statistikbehörde meldete, dass sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,2 Prozent reduzierte, nach einem Minus von revidiert 7,4 Prozent im zweiten Quartal. Hierbei handelt es sich um das sechste Quartal in Folge mit einem Rückgang. Italien verzeichnete indes im September 2011 ein kleineres Handelsbilanzdefizit. Laut der Statistikbehörde Istat schrumpfte der Passivsaldo der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 1,8 Mrd. Euro, nach einem Defizit in Höhe von 3,7 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Hierbei wuchsen die Exporte auf Jahressicht um 10,3 Prozent auf 33,04 Mrd. Euro und die Importe um 3,6 Prozent auf 34,88 Mrd. Euro an. Der Anstieg der spanischen Verbraucherpreise hat sich derweil im Oktober 2011 mit abgebremstem Tempo fortgesetzt. Dies teilte die nationale Statistikbehörde INE in Madrid mit. So reduzierte sich die jährliche Inflationsrate auf 3,0 Prozent, nachdem sie im September noch bei 3,1 Prozent gelegen hatte. Der Verbraucherpreis-Index wies unverändert eine Jahresteuerung von 3,0 Prozent aus und lag damit deutlich über dem Inflationsziel der EZB von 2,0 Prozent.

Die Beschäftigungssituation in Frankreich hat sich im dritten Quartal 2011 verbessert. Dies gab die nationale Statistikbehörde INSEE bekannt. So kletterte die Beschäftigtenzahl gegenüber dem Vorquartal um 7.400 und im Vergleich zum Vorjahresquartal um 159.500. Im zweiten Quartal hatte die Beschäftigung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone im Vergleich zum Vorquartal um 33.300 zugenommen. Damit lag die Beschäftigung nahezu unverändert auf Vorquartalsniveau und um 1,0 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals.

Anteilsscheine von Burberry (Burberry Group) markierten heute mit einem Minus von 4,2 Prozent das Indexende im britischen FTSE 100. Der Luxusartikelhersteller hatte erklärt, dass sich sein Gewinn im ersten Halbjahr deutlich erhöht hat. Zudem wurde die Dividende um 40 Prozent angehoben. An der Indexspitze behaupteten sich Smith & Nephew mit einem Plus von 3,5 Prozent.

Im Schweizer SMI notierten heute Aktien von Nestlé mit einem Plus von 1,2 Prozent an der Indexspitze. Anteile der Credit Suisse (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) verloren bis Handelsende 3,9 Prozent an Wert und markieren damit das Indexende. Die Ratingagentur Moody's hatte angekündigt, die Bonitätseinstufung für die Großbank möglicherweise zu senken. Als Gründe gab Moody's die schwächer als erwartet ausgefallenen Zahlen für das dritte Quartal an. Zudem stehe die Bankgesellschaft angesichts des derzeitigen Umfelds vor schwierigen Herausforderungen. Aktuell wird Credit Suisse mit der Note Aa2 eingestuft.

Die Bekleidungskette Hennes & Mauritz (HennesMauritz AB (HM, H&M)) verlor in Stockholm 1,6 Prozent. Das Unternehmen hatte im Oktober 2011 ein klares Umsatzplus ausweisen. So verbesserte sich der konsolidierte Gesamtumsatz währungsbereinigt um 8 Prozent. Die vergleichbaren Filialumsätze gingen indes um 2 Prozent zurück. Zum 31. Oktober 2011 hatte der Konzern insgesamt 2.410 Filialen, im Vergleich zu 2.143 Filialen am 31. Oktober 2010. Papiere von Electrolux (Electrolux AB (B)) legten unterdessen fast 4 Prozent zu. Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Haushaltsgeräten hatte mitgeteilt, dass er sein bisheriges Kosteneinsparziel verdoppelt hat. Zudem will man die Produktionskapazitäten schneller verringern.

Für Anteile der Vienna Insurance Group ging es heute 4,5 Prozent nach unten. Der Konzern konnte zwar in den ersten neun Monaten dank der starken Entwicklung in Osteuropa mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten, musste allerdings beim Finanzergebnis einen Rückgang von 10,8 Prozent auf 798,6 Mio. Euro hinnehmen. Daneben notierten Papiere von Semperit mit einem Minus von 0,4 Prozent im roten Bereich. Der Industriekonzern verzeichnete in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Für das vierte Quartal rechnet Semperit mit einem deutlichen Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der Saisonalität zum Jahresende und planmäßiger Revisionsstillstände in einzelnen europäischen Werken werde aus derzeitiger Sicht jedoch davon ausgegangen, dass das erfreuliche Absatzniveau des dritten Quartals im Schlussquartal 2011 nicht in vergleichbarer Höhe wiederholt werden kann.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.254,00 (-1,50 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.263,21 (-0,40 Prozent) FTSE 100 (London): 5.517,44 (-0,03 Prozent) CAC40 (Paris): 3.049,13 (-1,92 Prozent) MIB (Mailand): 15.297,60 (-1,08 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.237,60 (-1,61 Prozent) SMI (Zürich): 5.664,91 (+0,06 Prozent) ATX (Wien): 1.878,24 (-1,91 Prozent) (15.11.2011/ac/n/m)

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