11.04.2012 20:47
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Börsen in Europa-Schluss: Indizes schließen im Plus

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes gingen heute mit grünen Vorzeichen aus dem Handel. Der Dow Jones EURO STOXX 50 legte abschließend 0,85 Prozent auf 2.341,36 Punkte zu. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gewann bis Handelsende 0,60 Prozent auf 2.385,18 Zähler. Auch die europäischen Länderbörsen tendierten mehrheitlich im Plus.

Aktien von Bouygues legten heute 4,6 Prozent zu. Der Bau- und Infrastrukturkonzern stärkt seine Marktposition im Ausland mit einem Zukauf der britischen Thomas Vale Group. Das Unternehmen beschäftigt rund 700 Mitarbeiter und ist auf Neubauten und Renovierungen im öffentlichen und gewerblichen Sektor spezialisiert. Im abgelaufenen Fiskaljahr (Ende März 2012) werde die Thomas Vale Group voraussichtlich einen Umsatz von umgerechnet mehr als 240 Mio. Euro ausweisen, hieß es. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. An der Spitze des CAC 40 verzeichneten Aktien von Alstom einen Zugewinn von 4,6 Prozent, am unteren Ende gab Carrefour 1,4 Prozent ab.

Papiere von BHP Billiton gingen heute im britischen FTSE 100 mit einem Plus von 1,3 Prozent aus dem Handel. Der Minenbetreiber will eine seiner Kohle-Minen im australischen Queensland schließen. Begründet wurde diese Entscheidung mit den gesunkenen Preisen, den gestiegenen Kosten und den Folgen der Flut im letzten Jahr. Konzernangaben vom Mittwoch zufolge ist die Schließung nicht endgültig, jedoch sei die Mine zurzeit unwirtschaftlich. Separat wurde mitgeteilt, dass eine Investition von 708 Mio. US-Dollar in das Deep-Water Mad Dog Phase 2-Projekt genehmigt wurde. Das Projekt im Golf von Mexiko könnte 130.000 Barrel Öl pro Tag bringen, hieß es. Die erste Produktion ist für 2018 vorgesehen. BHP hält eine Beteiligung von 23,9 Prozent an dem Projekt, BP hält 60,5 Prozent. Anteile von BP gaben 0,3 Prozent ab. An der Indexspitze konnten sich Papiere von Hargreaves Lansdown mit einem Zugewinn von 3,8 Prozent behaupten, die BT Group verlor mit einem Minus von 2,5 Prozent am meisten an Wert.

Im Schweizer SMI verbuchten heute Papiere von Julius Baer einen Zugewinn von 4,0 Prozent. Am Indexende gaben Anteile von Swisscom 0,8 Prozent ab. Aktien von Givaudan gingen mit einem Plus von 3,7 Prozent aus dem Handel. Der Duft- und Aromenhersteller konnte im ersten Quartal mit einem Umsatzplus aufwarten. Demnach lag der Konzernumsatz im Berichtszeitraum mit 1,06 Mrd. Schweizer Franken (CHF) um 4,7 Prozent über dem Vorjahreswert von 1,01 Mrd. CHF: In Lokalwährungen verzeichnete Givaudan einen Anstieg der Umsatzerlöse um 8,4 Prozent. Im Anschluss wurden die mittelfristigen Prognosen bestätigt. Dabei erwartet Givaudan ein organisches Umsatzplus von 4,5 bis 5,5 Prozent pro Jahr, wobei man ein durchschnittliches Marktwachstum von 2 bis 3 Prozent zugrunde legt. Außerdem will Givaudan bei der EBITDA-Marge einen Spitzenwert erreichen. Daneben werden vor allem Finanztitel gesucht. Julius Bär gewinnen auf dem ersten Platz 4,5 Prozent hinzu. Aktien der Peach Property Group gewannen 1,7 Prozent an Wert. Der Entwickler von hochwertigen Wohnimmobilien im deutschsprachigen Europa hat eine Personalie bekannt gegeben. Demnach hat sich Ruedi Adler (61) entschieden, die operative Rolle des CFO auf den 15. April 2012 an den Geschäftsleitungskollegen Dr. Marcel Kucher zu übergeben. Ruedi Adler steht der Gruppe als Senior Advisor Konzern-Controlling und als Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung weiterhin zur Verfügung.

Der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia hat seine Prognose für das erste Quartal überraschend nach unten korrigiert. Das Unternehmen erklärte, dass das Ergebnis der größten Konzernsparte Devices & Services im Auftaktquartal unterhalb der konzerneigenen Prognosen liegen wird. Als Gründe für das schwache Abschneiden nannte Nokia das herausfordernde Marktumfeld in verschiedenen Kernmärkten sowie höher als erwartete Margenrückgänge, die vor allem im Smartphone-Segment zu verzeichnen waren. Zum jetzigen Zeitpunkt erwartet Nokia, dass die operative Marge im Geschäftsbereich Devices & Services (Non-IFRS) im ersten Quartal bei -3 Prozent lag, nachdem man hier zuvor einen Wert im Bereich eines Break-Even in Aussicht gestellt hatte. Der Umsatz in diesem Segment wurde auf rund 4,2 Mrd. Euro geschätzt. Auch für das zweite Quartal erwartet Nokia im Segment Devices & Services eine operative Marge die in etwa auf dem Niveau des ersten Quartals 2012 oder darunter liegen werde. Die Aktie von Nokia verlor daraufhin 13,6 Prozent an Wert.

Die spanische Industrieproduktion ist im Februar 2012 erneut geschrumpft, teilte die nationale Statistikbehörde INE in Madrid mit. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich der Output um 3,0 Prozent verringert. Davor war für Januar ein Minus von 2,5 Prozent ermittelt worden. Kalenderbereinigt belief sich der Rückgang binnen Jahresfrist auf 5,1 Prozent, nach einer Abnahme um 4,3 Prozent im Januar.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.341,36 (+0,85 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.385,18 (+0,60 Prozent) FTSE 100 (London): 5.634,74 (+0,70 Prozent) CAC40 (Paris): 3.237,69 (+0,62 Prozent) MIB (Mailand): 14.689,84 (+1,60 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 7.576,70 (+1,93 Prozent) SMI (Zürich): 6.059,82 (-0,03 Prozent) ATX (Wien): 2.052,31 (+1,85 Prozent) (11.04.2012/ac/n/m)

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06.03.2015Nokia VerkaufenIndependent Research GmbH
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